Riester-Rente im Test 2013 – Wer sind die Testsieger?

26. November 2013 | Autor: Redaktionsteam Hannoversche | Kommentare: 0 | Bewertung: Bitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung ab (12)

Finanztest Riester-Rente 12/2013

Im aktuellen Finanztest ist ein Test zur Riester-Rente zu finden. Seit die Riester-Rente im Jahr 2002 eingeführt wurde, hat sich vieles verändert. Das Konzept ist dasselbe geblieben, doch die Tarife verschlechtern sich von Jahr zu Jahr. Sinkende Garantiezinsen und hohe Kosten drücken die Rentenzusagen der Anbieter. Doch dank der staatlichen Förderung ist die Riester-Rente noch immer eine gute Option, wenn es um die Vorsorge für das Alter geht. Das Fachmagazin Finanztest, das von der Stiftung Warentest herausgegeben wird, beschäftigt sich in der neuen Ausgabe 12/2013 wie jedes Jahr mit der Riester-Rente. Die Tarife von 42 Anbietern wurden teilweise verdeckt erhoben und ausgewertet. Fünf gute Tarife konnten die Tester entdecken – aber leider auch sehr viele nur ausreichende Angebote.

Durch die staatliche Förderung mit den Riester-Zulagen ist die Riester-Rente eine beliebte Form der Altersvorsorge. Die staatliche Förderung hat sich in den vergangenen zehn Jahren allerdings verändert und auch die Rahmenbedingungen, die sich den Versicherer heute bieten, sind nicht mehr dieselben wie 2002. Finanztest berichtet, dass die Tarife seit der Verabschiedung von Riester von Jahr zu Jahr schlechter werden. Heute bieten die Versicherer Rentenzusagen, die meist nur noch gut halb so hoch sind, wie die von vor zehn Jahren. Die höchste zugesagte Rente im Test betrug in diesem Jahr 145 Euro, die niedrigste 119 Euro – mit den staatlichen Zulagen erhöhten sie sich auf 139 bis 166 Euro.

Sinkende Renten: veränderte Bedingungen
Dass die Rentenzusagen immer weiter sinken, hängt mit veränderten Rahmenbedingungen zusammen. Eine Ursache für die sinkenden Renten sind die Sterbetafeln, die der Berechnung der Versicherungsverträge zugrunde liegen. Sie wurden 2005 neu eingeführt und brachten damit eine längere durchschnittliche Lebenserwartung ins Spiel, die die Rentenzusagen drückte. Ebenfalls eine Rolle spielten die 2006 durch den Gesetzgeber vorgeschriebene Einführung der Unisex-Tarife. Hierdurch sanken die zugesagten Renten für Männer stärker als sie für Frauen anstiegen, weil die Versicherer vorsichtig kalkulieren.

Zu guter Letzt spielt natürlich auch die allgemeine Zinsentwicklung eine Rolle für die Verschlechterung der Riester-Rente. Während der Garantiezins im Jahr 2002 noch 3,25 Prozent betrug, hat das Bundesfinanzministerium ihn in den vergangenen Jahren schrittweise auf heute nur noch 1,75 Prozent gesenkt. Wer seine Riester-Rentenversicherung bereits früh abgeschlossen hat, ist in einer guten Position: Was 2002 garantiert wurde, muss auch heute noch gewährleistet werden. Doch wer jetzt eine Riester-Rente abschließen möchte, muss mit wesentlich geringeren Renditen und in der Folge mit einer schlechteren Rentenzusage leben.

So hat Finanztest die Riester-Rente getestet

Für den transparenten Vergleich wurde zunächst ein Modellkunde definiert, anhand dessen Eckdaten alle Versicherer im Test ihr Angebot über eine Riester-Rentenversicherung abgeben sollten. Der Modellkunde wies die folgenden Rahmendaten auf:

  • Ledig
  • Kinderlos
  • 37 Jahre alt, geboren im Dezember 1975
  • Beginn der Riester-Rentenversicherung im Jahr 2013
  • Jahresverdienst 2012: 30.000 Euro brutto
  • Jährlicher Gesamtbeitrag: 1.200 Euro (1.046 Euro Einzahlung + 154 Euro Grundzulage)
  • Rentengarantiezeit: 10 Jahre
  • Zahlung der Rente ab 1. Januar 2043, also kurz nach dem 67. Geburtstag
  • Entrichtung von 30 Jahresbeiträgen bis zum Rentenbezug

Getestet wurden 42 klassische Riester-Renten verschiedener Anbieter, bei denen nicht in Fonds investiert wird. Der Garantiezins liegt bei 1,75 Prozent und das Kapital wird überwiegend in risikoarmen Geldanlagen angelegt. Teilweise wurden die Werte verdeckt erhoben, da sich die Anbieter zur Teilnahme am Test nicht bereit erklärten. Die Bewertung der Angebote erfolgte anhand von vier Kriterien. Die Bereiche “Rentenzusage und Kosten” sowie “Anlageerfolg” gingen jeweils mit 40 Prozent in die Wertung ein, die Kriterien “Flexibilität” und “Transparenz” hingegen nur mit je 10 Prozent.

Rentenzusage und Kosten (40 Prozent)
Im Bereich der Rentenzusage und Kosten wurde die Höhe der garantierten Rente ohne etwaige Überschüsse für den Vergleich berücksichtigt.

Anlageerfolg (40 Prozent)
Der Anlageerfolg wurde anhand der Ergebnisse der drei vergangenen Jahre 2010 bis 2012 berechnet. Dabei ging das Jahr 2012 zu 50 Prozent in die Wertung ein, die Jahre 2011 und 2010 jeweils zu 30 und 20 Prozent. Der Anlageerfolg ist für die Bewertung einer Riester-Rente eine essenzielle Größe, denn wo Überschüsse erwirtschaftet werden, können sie auch an die Kunden weitergegeben werden. Eine Erhöhung der Rente über die garantierte Höhe hinaus ist nur dann möglich, wenn die Versicherer gut wirtschaften. Wissen wollten die Tester außerdem, wie hoch die Ausschüttungsquote bei den Versicherern ist, mit welchem Prozentsatz sie also die Kunden an ihrem Überschuss beteiligen.

Transparenz (10 Prozent)
Im Bereich der Transparenz wurde eine Vielzahl an Einzelkriterien berücksichtigt. So prüften die Tester beispielsweise folgende Aspekte anhand der vor Vertragsschluss übergebenen Informationsunterlagen:

  • Informationsgehalt
  • Offenlegung der Differenz zwischen Renten, die aus Eigenbeiträgen und aus Zulagen resultieren
  • Information über die Verwendung der Überschüsse
  • Szenarien hinsichtlich der Rentenhöhe bei verschiedenen Zinsentwicklungen
  • Angaben über die Höhe der einzuzahlenden Beiträge, um die vollen Zulagen zu erhalten
  • Nachvollziehbare Angaben zu Kosten

Flexibilität (10 Prozent)
Auch die Flexibilität ist bei der Riester-Rente ein wichtiges Thema. Hier sind beispielsweise die Verschiebung des geplanten Rentenbeginns, die nachträgliche Änderung der Hinterbliebenenleistung im Todesfall während der Rentenphase oder die Entrichtung zusätzlicher Beiträge wichtige Kriterien für die Bewertung.

Gute Tarife: dünn gesät, aber vorhanden
Auch wenn der Test keine sehr guten Riester-Renten hervorgebracht hat, so fanden die Tester immerhin fünf gute Tarife. Die Hannoversche belegt gleich zwei der fünf guten Plätze. Positiv bewertet wurden dabei insbesondere die Rentenzusage und Kostenstruktur. Dies betrifft die Tarife Riester-Rente Plus und die Riester-Rente HL Garant, die mit 2,3 und 2,4 beide eine gute Bewertung erhielten (klicken Sie hier für weitere Informationen zum Tarif Riester-Rente HL Garant). Die Riester-Rente Plus wird exklusiv über den Kooperationspartner ING-DiBa vertrieben.

Gut schnitten im Test die folgenden Tarife ab:

  • Huk24 “Riester Rente” – Gesamturteil 2,1.
  • Hannoversche „Riester-Rente Plus“ – Gesamturteil 2,3 (Exklusiv-Vertrieb über die ING-Diba)
  • Alte Leipziger “Fiskal” – Gesamturteil 2,3.
  • Hannoversche „HL Garant“ – Gesamturteil 2,4.
  • HanseMerkur “Riester Care” – Gesamturteil 2,4.

Fazit zum Test der Riester-Rente

Finanztest rät seinen Lesern, sich immer erst einen umfassenden Überblick über die verschiedenen Riester-Varianten zu verschaffen, bevor sie sich für eine klassische Riester-Rentenversicherung entscheiden. Die klassische Riester-Rente ist für Sie die richtige Wahl, wenn Sie es gerne sicher und bequem haben und sich nicht um Aufgaben wie die Wahl des richtigen Fonds kümmern möchten. Gerade eine Fondsauswahl sollte nur von Leuten getroffen werden, die sich mit der Materie auskennen. Zudem muss die Entscheidung während der gesamten Laufzeit regelmäßig überprüft werden. Bedenken Sie, dass es unter den Riester-Rentenversicherungen Tarife mit hohen Abschlusskosten gibt, die die Rendite zusätzlich drücken. Wählen Sie von deshalb einen Tarif mit geringen und transparenten Kosten, wie ihn z. B. die Hannoversche bietet.

Bei der klassischen Riester-Rente profitieren Sie von einer hohen Planungssicherheit, da die garantierte Rente von Anfang an bekannt ist. Sollten Sie einen Abschluss noch im Jahr 2013 planen, sollten Sie darauf bestehen, direkt den kompletten Jahresbeitrag für 2013 noch einzuzahlen – dann können Sie für dieses Jahr noch die volle staatliche Förderung bekommen.

Den vollständigen Test zur Riester Rente mit dem Ranking, vielen Tipps und Erklärungen finden Sie bei der Stiftung Warentest zum Download. Für nur 2,50 Euro können Sie den kompletten Test einsehen.

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Kategorien: Allgemein

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