Welche Rolle spielt das Rauchverhalten im Allgemeinen und für Versicherer im Besonderen?

Dass Rauchen als ungesund und als eine der häufigsten, vermeidbaren Todesursachen in den Industrieländern gilt, ist wohl hinlänglich bekannt. Was viele aber nicht wissen: Raucher müssen bei manchen Versicherungen tiefer in die Tasche greifen als Nichtraucher. Warum das so ist? Wir erklären Ihnen, welche Faktoren dazu führen und wie die Mehrkosten aus Versicherer-Perspektive begründet werden.

Raucher zahlen mehr – stimmt das? Und wenn ja, warum?

Raucher zahlen je nach ausgeübtem Beruf und Lebenssituation in der Risiko­le­bens­versicherung bis zu 150 Prozent mehr als Nichtraucher, das heißt, im Durchschnitt ist der Beitrag für Raucher 2,5-mal so hoch wie für Nichtraucher.

Der Grund liegt nahe: Raucher bedeuten für Versicherer ein höheres Risiko. Denn sie neigen statistisch gesehen, vermehrt zu schweren bis tödlichen Krankheiten. Um dieses Risiko wirtschaftlich tragen zu können, kalkulieren Versicherer mit Aufschlägen, was den Tarif für Raucher meist ein paar Euro teurer macht als für Nichtraucher mit einem ansonsten identischen Profil.

Doch mit dem erhöhten Risiko, steigt für Raucher auch der Bedarf einer umfassenden Absicherung für den Fall der Fälle. So ist beispielsweise eine Risiko­le­bens­versicherung zur Absicherung der Familie auch und vor allem für Raucher ein wichtiges Sicherheitsnetz.

Erfreulich für Raucher: In der Berufsunfähigkeitsversicherung und bei den Altersvorsorge-Produkten hingegen, gibt es bei der Hannoverschen keinen Aufschlag für Raucher.

Wie viel wird in Deutschland eigentlich noch geraucht?

In den letzten Jahren ist die Zahl der Raucher, besonders unter den Jugendlichen rückläufig. Während Ende der 1990er Jahre knapp 30 Prozent der 12- bis 17-Jährigen rauchten, sind es heute nur noch etwa 10 Prozent. Das liegt unter anderem daran, dass die klassische Zigarette unter Jugendlichen nicht mehr so beliebt ist. Vielmehr greifen sie heutzutage zu orientalischen Wasserpfeifen, den sogenannten Shishas oder zu elektronischen Produkten wie der E-Zigarette.

Auch unter den jungen Erwachsenen ist das Rauchverhalten rückläufig. Ende der 1990er Jahre rauchte unter den 18- bis 25-Jährigen noch etwa jeder Zweite, während heutzutage in dieser Altersgruppe nur noch etwa jeder Dritte raucht. Auch in den Bundesländern unterscheidet sich die Zahl der Raucher. So ist der Anteil der Raucher im in Norddeutschland höher als in Süddeutschland.

Was bedeutet das Rauchen für die Gesundheit? Ein zusammenfassender Überblick.

Regelmäßiges Rauchen kann die Entstehung von chronischen und nicht heilbaren Krankheiten deutlich begünstigen. Im Jahr 2013 starben in Deutschland rund 121.000 Menschen an den Folgen des Rauchens. Damit ist Rauchen für 13,5 Prozent aller Todesfälle verantwortlich. Vier von fünf Lungenkrebs-Todesfällen sind auf das Rauchen zurückzuführen.

Folgen vom Rauchen

Neben den Atemwegen ist auch das Herz-Kreislauf-System von den gesundheitlichen Folgen des Rauchens betroffen. Durch Rauchen können schädliche Ablagerungen und Verengungen in den Blutgefäßen entstehen, die den Blutfluss behindern und im schlimmsten Fall einen Herzinfarkt oder Schlaganfall hervorrufen.

Auch auf die Haut hat das Rauchen einen negativen Einfluss. Die Inhaltsstoffe des Tabakrauches schädigen die Hautzellen und sorgen für eine frühzeitige Hautalterung. Insgesamt, so heißt es, verkürzt Rauchen das Leben eines Menschen um etwa zehn Jahre.

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