Familie absichern: Worauf kommt es an?

Welche Versicherungen brauchen Familien unbedingt? Warum reicht es oft nicht, nur den Hauptverdiener abzusichern? Wieso lohnt sich eine Berufsunfähigkeitsversicherung, auch wenn man nicht berufstätig ist? Vorhang auf für überraschende Zahlen und Antworten!

Familie: Nicht nur den Hauptverdiener absichern

Wer eine Familie gründet, übernimmt Verantwortung. Und wer dieser Verantwortung vielleicht nicht immer gerecht werden kann, muss vorsorgen. Wir wissen doch genau: Im Leben läuft nicht immer alles nur nach Plan. Bei der Absicherung gilt es deshalb, so manches zu beachten.

Spätestens mit der Geburt des ersten Kindes ändert sich der Absicherungsbedarf für Familien. Während die Kosten steigen, sinken gleichzeitig die Einnahmen. Schließlich fällt wenigstens für die ersten Jahre das zweite Einkommen zumindest anteilig weg. In vielen Fällen wird es sogar dauerhaft reduziert, weil die Familie weiter wächst und einer der Partner vielleicht eher eine Teilzeitbeschäftigung anstrebt. Welche Versicherungen sind unverzichtbar, wenn sich das Leben so stark wandelt?

Zuerst: Die Le­bens­versicherung

Die wichtigste Absicherung zuerst, auch wenn das Thema leider gar nicht schön ist: Stirbt einer der beiden Partner, wird es für den überlebenden Teil der Familie nämlich nicht nur emotional schwierig. Der finanzielle Engpass, wenn der Hauptverdiener ausfällt, ist kaum zu kompensieren. Armut droht. Am besten sichert man sich dagegen mit einer Risiko­le­bens­versicherung ab. Sie springt ein, wenn ein Partner stirbt, und ist gleichzeitig besonders günstig zu haben.

Besonders clever ist hier die „Über Kreuz-Variante“: Der eine Partner fungiert bei diesem Modell als Vertragsnehmer auf das Leben des anderen. Vorteil: Im Todesfall fällt keine Erbschaftssteuer an. Zudem sollten auf jeden Fall beide Partner abgesichert sein, mindestens bis das jüngste Kind finanziell auf eigenen Beinen steht. Stirbt der Partner, kann schließlich auch der Hauptverdiener nicht mehr so viel arbeiten wie bisher. Er oder sie kümmert sich ja ab dann auch vermehrt um Kinderbetreuung und Co. 

Viele weitere Informationen rund um die Risiko­le­bens­versicherung finden Sie hier.

Gehört zur Basis-Ausstattung: die Privathaftpflicht

Eine Haftpflicht sollte jeder haben. Sobald man wenigstens „zu dritt“ ist – ist unser Tipp – sie in einen Familientarif zu überführen. Kinder unter 7 Jahren (im Straßenverkehr sogar bis unter 10 Jahre) gelten nämlich als deliktunfähig. Das bedeutet: Die Eltern haften, wenn etwas passiert. Unbegrenzt.

Damit kleine Missgeschicke keine gravierenden, finanziellen Folgen nach sich ziehen, achten Sie bei der Überführung des Tarifs deshalb auf die sogenannte Deliktunfähigkeitsklausel. Der Tarifwechsel lohnt sich zudem oft auch finanziell, denn ab jetzt reicht ja ein Vertrag für die ganze Familie. Dabei ist vollkommen egal, ob der Haupt- oder der Nebenverdiener ihn abschließt.

Und warum eine Berufs­unfähig­keits­versicherung?

Wer nicht mehr arbeiten kann, kann auch nichts mehr verdienen. Sobald es ans Ersparte geht, kommen Familien in der Regel nicht sehr weit. Es geht schnell ans Eingemachte und im schlimmsten Fall muss die eigene Immobilie notverkauft werden.

Was kaum jemand weiß: Es gilt, auch den Hausmann oder die Hausfrau gegen Berufsunfähigkeit abzusichern. Passiert ihm oder ihr etwas, zahlen die Krankenkassen für maximal 12 Wochen einen Zuschuss für die dann nötige Haushaltshilfe, und das auch nur bei mindestens einem Kind unter 12 Jahren, das mit im Haushalt lebt.

Wenn er oder sie länger ausfällt, wird es teuer. Bei einem Bedarf von 26 Stunden in der Woche und der Bezahlung zum (sehr niedrig angesetzten) Mindestlohn, fallen zusätzlich Sozialabgaben als Arbeitgeber an und mehr. Im Vergleich zu den vielen tausend Euro an Kosten, die so jedes Jahr fällig werden, sind die BU-Beiträge erfreulich gering (berechnen Sie hier  unverbindlich Ihren Beispielbeitrag).

Übrigens: In den klassischen „Elternjahren“ führen vor allem Nervenkrankheiten und Erkrankungen am Bewegungsapparat zur Berufsunfähigkeit. Zwei Belastungen, die im Haushalt meistens deutlich höher ausfallen als im Bürojob.

Altersvorsorge rundet die Familien­absicherung ab

Im Bereich der Altersvorsorge gilt es, jeden einzelnen Fall genau zu betrachten. Die Ansprüche aus einer Riester-Rente sind beispielsweise nur dann komplett vererbbar, wenn der überlebende Partner ebenfalls einen Riestervertrag hat. Ansonsten müssen die staatlichen Zuschüsse zurückgezahlt werden.

Rürup-Renten sind unter Partnern sogar nur dann vererbbar, wenn sie verheiratet waren oder mindestens eine eingetragene Lebenspartnerschaft gebildet haben, außerdem können waisenberechtigte Kinder befristet Rentenzahlungen aus Rürup erhalten.

Bei der privaten und der betrieblichen Altersvorsorge können Hinterbliebenenrenten vereinbart werden, die lebenslang fließen. Man muss das aber natürlich noch zu Lebzeiten regeln. Mehr dazu, welche Absicherung in gerade Ihrem Fall die sinnvollste ist, erfahren Sie am besten im persönlichen Gespräch: Unter 0511.95 65 0 beraten unsere Versicherungsexperten Sie gerne!

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