Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit: Vertrauen ist gut. Vergleiche sind besser!

Sie sind eine Besonderheit, die es so nur in Deutschland und Liechtenstein gibt: Versicherungsvereine auf Gegenseitigkeit. Auch die Hannoversche gehört zu dieser besonderen Rechtsform, bei der die Versicherungs­nehmer gleichzeitig Träger des Vereins sind. Die Vorteile sind eindeutig aber es gibt auch hier Qualitätsunterschiede.

Neben dem genossenschaftlichen Grundsatz, der Werte wie Fairness und Respekt gegenüber dem Bedarf seiner Mitglieder hochhält, agieren Gegenseitigkeits-Versicherer vollkommen unabhängig von Aktionärsinteressen. So müssen wirtschaftliche Entscheidungen nicht im Einvernehmen mit Investoren stattfinden, sondern können rein im Sinne der finanziellen Trag- und Zukunftsfähigkeit des Unternehmens getroffen werden. Beiträge können niedriger angesetzt sein, die Kundenorientierung höher und vieles mehr. Eine aktuelle Bilanzanalyse* von Prof. Dr. Hermann Weinmann, Betriebswirtschaftsprofessor an der Finance-Institut Hochschule Ludwigshafen, zeigt nun: Der Vergleich zwischen den Anbietern ist wichtiger denn je. Denn unter ihnen gibt es eindeutige Qualitätsunterschiede. Die Hannoversche schneidet als Branchenprimus im Marktvergleich besonders gut ab. Wir erklären kurz, woran das liegt.

Wirtschaftliche Grundlage: die Finanzkraft

Wer als Versicherung langfristig erfolgreich arbeiten will, braucht ein möglichst hohes, sogenanntes „Sicherungsvermögen“. Einfacher gesagt: eine ausreichende Ausstattung mit Eigenkapital. Außerdem kommt es entscheidend auf Faktoren wie die Ertragskraft an. Sie beschreibt die langfristige Fähigkeit zur Gewinnerzielung ebenso wie die finanzielle Stabilität eines Anbieters. Auch eine geringe Kostenquote und die Sicherheitslage der Versicherung bilden entscheidende Qualitätskriterien. Mithilfe dieser Kriterien lässt sich die Finanzkraft eines Versicherers und damit seine Qualität und Wettbewerbsfähigkeit messen. Zuständig dafür sind renommierte Ratinginstitute wie die deutsche Ratingagentur Assekurata oder die internationale Kredit- und Ratinggesellschaft Standard & Poor´s. Diese Gesellschaften bewerten unabhängig und auf der Grundlage fester Kriterien. Mit ihrem Urteil bieten sie Verbrauchern eine transparente Orientierung bei der Wahl des Versicherungsunternehmens.

Allgemeingültige Anforderung an Versicherer: die Solvabilität (Eigenmittelausstattung)

Im Zuge des anhaltenden Niedrigzinsumfelds hat die Europäische Union im Januar 2016 reagiert und die Versicherer noch einmal besonders in die Pflicht genommen. Mit der Einführung der verbindlichen Richtlinie Solvency II wurde die Höhe der Eigenmittel eines Versicherers gesetzlich festgelegt. So sollen die Ansprüche der Kunden aus sich realisierenden Risiken oder Geldanlagen unter den Bedingungen eines veränderten Marktumfelds rückwirkend und zukünftig abgedeckt werden. Hier gilt: Je höher die Solvabilitätsquote eines Versicherers, desto stabiler ist sein finanzielles Fundament – und die Sicherheit der investierten Kundengelder.

Das Testergebnis der Hannoversche: Note 1,0

In einer vielzitierten Bilanzanalyse wurden nun zwölf der größten deutschen Gegenseitigkeits-Lebensversicherer vom Ludwigshafener Betriebswirtschaftler Prof. Dr. Hermann Weinmann einmal genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis war eindeutig: Während viele andere Anbieter im Zuge des anhaltenden Niedrigzinsumfelds schwächer abschnitten als jemals zuvor, trumpft die Hannoversche mit der Bestnote auf. Und auch im Mehrjahresvergleich sind wir als die Versicherungsexperten aus Niedersachsen führend – und schneiden auch hier besser ab als die gesamte Konkurrenz. Das ist ein bemerkenswertes Ergebnis für unsere Mitarbeiter – und eine hervorragende Nachricht für unsere Kunden. Sie sind schließlich gleichzeitig auch die Träger der Versicherung. Ein gutes Beispiel dafür, dass auch Werbebotschaften manchmal erstaunlich richtig liegen können. Denn wie heißt es doch so schön? „Besser: Hannoversichert!“ Die aktuelle Bilanzanalyse lässt sich jedenfalls genau so interpretieren.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Bilanzanalyse finden Sie hier

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* Quelle: Handelsblatt (Dez. 2019) Foto: ©MH