Sommerzeit – Motorradzeit: Was heißt das für die Risiko­le­bens­versicherung?

Motorradfahren ist beim Großteil der Versicherungen als gefährliches Hobby eingestuft. Nicht ohne Grund, denn unter den durch Verkehrsunfälle Getöteten, bekleiden Motorradfahrer den traurigen zweiten Rang. Gerade deshalb sollten sie das erhöhte Unfallrisiko ernst nehmen und ihre Angehörigen rechtzeitig absichern.

Sonnenschein lässt das Bikerherz höherschlagen

Sobald das Wetter besser und die Temperaturen milder werden, zieht es Motorradliebhaber auf die Straßen: Bei Sonnenschein und trockenen Bedingungen mit vollem Tempo durch die Lande zu düsen, macht eben mehr Spaß als bei Kälte, Schneeregen und schlechten Sichtverhältnissen.

Und Hand aufs Herz: Die Vorstellung einer Harley-Davidson, auf der Mittdreißiger im sportlichen Biker-Outfit durch malerische Landschaften in Richtung Sonnenuntergang heizen, erzeugt Freiheit und Grenzenlosigkeit. Wir denken an freiheitsliebende „Rebellen“. Und schon stellt sich das „Easy Rider“-Gefühl ein.

Der Tod als Beifahrer: Motorradfahrern droht erhöhtes Unfall- und Sterberisiko

Wer ein selbstbestimmtes Leben zum Ziel hat, sollte sich gründlich überlegen, ob der hochtourige Motorradausflug lohnt. Denn viele Biker bezahlen die wilde Spritztour mit ihrem Leben.

Laut ADAC-Unfallstatistik (Quelle: Statistisches Bundesamt) entfielen in 2015 rund acht Prozent der Gesamtunfälle im Verkehrsgeschehen auf Motorräder – Mofas und Mopeds ausgenommen. Was nach einer relativ niedrigen Zahl klingen mag, machte im Gesamtgefüge aller Verkehrsunfallarten im selben Jahr den vierten Rang aus; Damit lagen Motorradunfälle gleich hinter den Sparten Pkw, Fahrräder und Fußgänger.

Gemessen an der Anzahl der im Verkehrsunfall Getöteten bekleideten Motorradfahrer im Vergleich zu allen übrigen Sparten den traurigen zweiten Rang direkt hinter Pkw-Insassen.

Während der Großteil der Getöteten hier mit knapp 50 Prozent auf Pkw-Insassen entfiel, schlug die Anzahl der tödlich verunglückten Motorradfahrer mit knapp 20 Prozent zu Buche – dahinter erst folgten mit einigem Abstand Fußgänger, Radfahrer und Lkw-Fahrer.

Die Risiko­le­bens­versicherung: Schutz für Hinterbliebene

Ist der verunglückte Motorradfahrer Familienvater und Hauptverdiener, kann der Unfall für seine Familie einen hohen Einkommensverlust bedeuten. Eine Risiko­le­bens­versicherung (RLV) bietet hier einen effektiven Schutz, indem sie beispielsweise mit einer Einmalzahlung in Höhe der Versicherungs­summe die Versorgungslücke schließt, die im Todesfall des Hauptverdieners entstehen kann. Damit können anfallende Rechnungen oder Kreditzahlungen sowie der Lebensunterhalt der Familie oder die Ausbildung der Kinder beglichen werden.

Die Risiko­le­bens­versicherung leistet, wenn der Versicherte während der Vertragslaufzeit stirbt. Da sie nicht kapitalbildend ist, kann sie keinen Beitrag für die Altersvorsorge leisten – gerade das ist aber auch der Grund für die grundsätzlich sehr preisgünstigen Tarife in der RLV.

Sinnvoll ist eine Risiko­le­bens­versicherung besonders für bestimmte Personengruppen: Unverheiratete Paare, Kreditnehmer und Unternehmer. Unverheiratete sind nach dem Tod ihres Partners von der gesetzlichen Witwer- bzw. Witwen-Rente ausgenommen und erhalten dann zumindest aus der Versicherungs­summe finanzielle Hilfe zur Organisation ihres Alltags.

Die Hinterbliebenen von Kreditnehmern können nach dessen Ableben den Kredit, zum Beispiel aus einer Baufinanzierung oder einem Studienkredit, abbezahlen und Unternehmer haben im Todesfall ihre Firma finanziell abgesichert.

Risikozuschläge in der RLV: Vergleichen ist für Risikogruppen sinnvoll

Wenn aus den Lebensumständen der zu versichernden Person ein erhöhtes Todesfall-Risiko resultiert, bedeutet das für Betroffene, dass sie keinen Versicherungsschutz zu herkömmlichen Konditionen beziehen können.

Für die Ermittlung individueller und fairer Tarife ist deshalb im Rahmen des RLV-Antrages die Beantwortung von Gesundheitsfragen erforderlich. Bei tendenziell gefährlichen Berufen, zum Beispiel Dachdecker oder Polizist, riskanten Hobbys, beispielsweise Fallschirmspringen oder Motorradfahren, oder bestehenden Gesundheitsrisiken, zum Beispiel Übergewicht oder Rauchen, erheben viele Gesellschaften Risikozuschläge in der Risiko­le­bens­versicherung.

In diesem Fall lohnt ein Vergleich der Versicherer, denn nicht alle Gesellschaften bewerten das Todesfallrisiko in den einzelnen Risikogruppen gleich.

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Fazit

Individualisten mit einer Vorliebe für riskante Hobbies – Motorradfahren ist beim Großteil der Versicherer als gefährliches Hobby eingestuft – sollten ihre Leidenschaft für einen temporeichen Fahrstil zügeln. Gleichzeitig sollten sie das erhöhte Unfallrisiko ernst nehmen und ihre Angehörigen rechtzeitig absichern. So lässt es sich souverän und auf einsamen Landstraßen durch malerische Landschaften dem Sonnenuntergang entgegenrollen.

Foto: © lanarusfoto