Wer braucht sie und warum? Die Risiko­le­bens­versicherung.

Fast 8 Millionen Deutsche besitzen eine: Gut 10 % aller Deutschen setzen auf den bewährten Schutz einer Risiko­le­bens­versicherung. Doch warum ist sie so beliebt – und für wen lohnt sie sich besonders? Wir klären die wichtigsten Punkte.

Hinterbliebene günstig absichern

Mit einer Risiko­le­bens­versicherung (kurz: RLV) sichern Sie Ihre Angehörigen besonders günstig ab. Weil mit ihr kein Kapital aufgebaut wird, gibt es großen Schutz schon für vergleichsweise kleines Geld. Das ist besonders wichtig für Eltern und Paare, bei denen es einen Hauptverdiener gibt. Schließlich reicht die gesetzliche Absicherung in aller Regel nicht aus, um den Lebensstandard zu gewährleisten, wenn einer der Partner früh oder unerwartet verstirbt.

Der Grund dafür liegt im System: Die Zahlungen der gesetzlichen Rentenversicherung richten sich danach, wie lange und in welcher Höhe ein Mensch Beiträge geleistet hat. Stirbt jemand schon vor dem Erreichen seines Rentenalters, fallen die Ansprüche entsprechend niedrig aus. Das kommt leider viel öfter vor, als man erwarten würde: Jeder 6. Verstorbene ist jünger als 65 Jahre.  

Wer Kinder hat, ist noch stärker gefordert. Möglicherweise muss der überlebende Partner seine Berufstätigkeit einschränken, um den Nachwuchs zu betreuen. Das Geld aus der RLV hilft in diesem Fall zwar nicht dabei, die Trauer zu überwinden, sorgt aber immerhin dafür, dass die Familie nicht in existenzbedrohende, finanzielle Schwierigkeiten gerät.

Wie hoch die Absicherung in Ihrem individuellen Fall ausfallen sollte, lässt sich übrigens ganz leicht berechnen. Unsere virtuelle Versicherungsexpertin Melanie steht Ihnen dabei gerne mit wertvollen Tipps zur Seite.

Kredite absichern

Irgendwann ist es bei den meisten von uns soweit: Eine besonders große Investition steht an, etwa der Kauf einer Immobilie. Um den Kaufpreis aufzubringen, wird häufig ein Teil der Summe finanziert. Doch was passiert, wenn einer der Verdiener noch in der Rückzahlphase stirbt? Notverkauf und Zwangsversteigerung drohen.

Auch hier bietet eine Risiko­le­bens­versicherung den bequemsten und preiswertesten Schutz. Auf Wunsch gibt es sie dann sogar mit einer an die jeweilige Restschuld gekoppelten, sogenannten „fallenden“ Versicherungs­summe. Die Versicherung springt ein, wenn der Fall der Fälle eintritt und sichert den Angehörigen ihren Besitz. Übrigens: Viele Banken bestehen sogar auf den Abschluss einer Risiko­le­bens­versicherung zur Absicherung ihrer Immobilienkredite. Erfahren Siemehr über die verschiedenen Arten der Risikoabsicherung.

Geschäftspartner schützen sich gegenseitig

Ein Sonderfall ist die gegenseitige Absicherung von Selbstständigen. Wenn sich zwei oder mehr Partner dazu entscheiden, gemeinsam etwas aufzubauen, kostet das vor allem in den ersten Jahren viel Zeit, Geld und Energie. Verstirbt einer der Partner, ist das gemeinsame Projekt in Gefahr, womöglich müssen Angestellte entlassen werden und mehr. Damit das nicht passiert, gibt es die Risiko­le­bens­versicherung. Dank ihr wird zumindest das finanzielle Risiko beherrschbar. 

Welche Art von Absicherung ist sinnvoll?

Die Risiko­le­bens­versicherung ist so flexibel wie kaum eine andere Versicherung. Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, die Hinterbliebenen im Todesfall abzusichern. Mit einer Partner-Risiko­le­bens­versicherung können sich Partner gegenseitig absichern. Hier wird ein Vertrag auf das Leben von zwei Personen abgeschlossen und die Versicherungs­summe im Todesfall an den jeweils anderen ausgezahlt. Sie empfiehlt sich besonders für kinderlose Paare oder Geschäftspartner. 

Bei der „Versicherung über Kreuz“ werden zwei Verträge von zwei Personen abgeschlossen, die damit das Leben des jeweils anderen versichern. Im Todesfall wird die Versicherungs­summe an den jeweils anderen ausgezahlt und der eigene Vertrag bleibt bestehen. Sterben beide Vertragsnehmer wird die Versicherungs­summe doppelt an die Hinterbliebenen ausgezahlt. Das lohnt sich vor allem für unverheiratete Paare: In diesem Fall fällt keine Erbschaftssteuer an. 

Als dritte Möglichkeit können zwei einzelne Verträge abgeschlossen werden, wobei der jeweils andere zum Bezugsberechtigten gemacht wird. Diese Variante ist aufgrund des hohen Steuerfreibetrages besonders für verheiratete Paare sinnvoll. Und wenn beide Versicherungs­nehmer gleichzeitig sterben, etwa bei einem Autounfall, sind die Hinterbliebenen auch hier doppelt abgesichert. Alle wichtigen Informationen dazu haben wir hier für Sie zusammengefasst. 

Profitipp für Alleinerziehende

Immer mehr Kinder wachsen bei nur einem Elternteil auf. Viele Alleinerziehende legen deshalb bei der Risiko­le­bens­versicherung ihre minderjährigen Kinder als Bezugsberechtigte fest. Unsere Experten raten dazu, bis zum Erreichen der Volljährigkeit einen Vormund zu bestimmen, der im Leistungsfall das Geld verwaltet. Andernfalls wird ein Vormund vom Gericht festlegt. Im schlimmsten Fall verzögert sich dadurch die Auszahlung der Versicherungs­summe. Denn so lange kein Vormund bestimmt ist, dürfen wir nicht leisten – egal wie dringend das Geld gebraucht wird.

Sie haben noch Fragen?

Unsere Absicherungsexperten unterstützen Sie gerne dabei, den optimalen Schutz für genau Ihre Lebenssituation zu finden. Wir sind für Sie da!

Mit unserem Rechner können Sie unverbindlich Ihre mögliche Risiko­le­bens­versicherung kalkulieren.

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