Kinder, Kinder – was das kostet ...

Die Elternschaft beginnt in den meisten Fällen mit einem Gefühl der
Verunsicherung. Man spürt einen leichten Schwindel beim Blick auf den zweiten Streifen des positiven Schwangerschaftstests und fragt sich, was in den nächsten Jahren kommen mag. Wir verraten es. Viel Freude. Hohe Kosten. Und die Überlegung, für den Fall der Fälle, vielleicht doch eine Risiko­le­bens­versicherung abzuschließen.

Teurer Schatz

Kleine Kinder, kleine Sorgen. Große Kinder, große Sorgen. Ob der Urheber dieses Zitats auch den finanziellen Aspekt des Familienlebens im Blick hatte? Ungewiss. Fest steht hingegen, dass Kinder in der Tat eine Menge Geld kosten. Aber wie viel Geld genau? Und welche Ausgaben müssen Eltern stemmen können? Darüber sammelt das Statistische Bundesamt Daten, die alle fünf Jahre aktualisiert und zur Verfügung gestellt werden.

Im Detail führen wir die Kosten und genaue Statistik weiter im Text detailliert auf. Für Eilige: Bis zu Volljährigkeit kostet ein Kind rund 150.000 Euro, hinzu kommt im Schnitt ein Verdienstausfall von 140.000 Euro bei einem Kind, von 180.000 Euro bei zwei Kindern. Dennoch können und wollen sich Millionen Eltern in Deutschland diese wunderbare „Investition“ über die Jahre leisten. Problematisch wird es, wenn die Einkommen der Familie wegbrechen, zum Beispiel wegen Berufsunfähigkeit, Trennung oder plötzlichem Tod eines Elternteils. In diesem extremen Fall reicht oft schon ein Versicherungsbeitrag von 15 Euro im Monat, um dem Nachwuchs im Fall der Fälle finanziell abzusichern.

Durchschnittlich 4.142 Euro Nettoeinkommen

Die Experten der Bundesbehörde untersuchen die Einnahmen und Ausgaben privater Haushalte in Deutschland in der sogenannten Einkommens- und Verbrauchsstichprobe. Aus diesen Daten errechnen sie dann – neben anderen Schwerpunkten – die Konsumausgaben von Familien für Kinder. Die aktuellsten Daten stammen aus dem Jahr 2013 und wurden im Januar 2018 veröffentlicht. Wir haben einen Blick auf die Ergebnisse geworfen und die relevanten Posten für junge Eltern zusammengefasst. In einem ersten Schritt untersuchen die Forscher, wie viel Geld Eltern überhaupt zur Verfügung haben und wie viel sie davon für den Konsum ausgeben. Ein Beispiel: Paare mit einem Kind haben im Durchschnitt 4.142 Euro netto zur Verfügung. Für den privaten Konsum geben sie der Studie zufolge durchschnittlich 3.065 Euro aus. Davon fließen 660 Euro (22 Prozent) in Ausgaben für den Nachwuchs.

Paarhaushalte oder Alleinerziehende – ein klares Bild

Diese Ausgaben unterscheiden sich hinsichtlich der Anzahl der Kinder und der Frage, ob ein Elternteil alleine für die Kinder sorgen muss oder ob beide Elternteile da sind. Solche Paarhaushalte mit zwei Kindern zahlen 1.165 Euro (33 Prozent) im Monat für den Konsum der Kinder. Im Vergleich dazu geben Alleinerziehende mit zwei Kindern 1.013 Euro (45 Prozent) für ihren Nachwuchs aus. Paare mit drei Kindern wenden im Durchschnitt 1.693 Euro monatlich (42 Prozent) für ihre Kinder auf. Je mehr Kinder, desto besser verteilen sich die Kosten. Beim Einzelkind sind in der Regel höhere Ausgaben für Erstanschaffungen nötig – beispielsweise für den Erwerb einer Babyerstausstattung, eines Kinderwagens, von Bekleidung und Ähnlichem –, die Mehrkinderhaushalte häufig für das zweite und dritte Kind erneut nutzen. Wofür die Eltern wie viel Geld ausgeben, sehen Sie in unserer Übersicht am Ende der Seite.

Schwerpunkte verschieben sich altersabhängig

So ist der Bereich Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung bei Paaren mit Nachwuchs der größte Posten bei den Konsumausgaben für Kinder. Ein anderes Bild zeigt sich bei Alleinerziehenden. Hier schlägt der Block Ernährung, Bekleidung und Wohnen mit 64 Prozent der Konsumausgaben am stärksten zu Buche. Interessant ist auch die Verteilung der Kosten pro Kind in Abhängigkeit vom Alter der Kinder. Die Forscher teilen den untersuchten Zeitraum in drei Abschnitte ein: Kinder zwischen null und sechs, zwischen sechs und elf sowie zwischen zwölf und 17 Jahren. Paarhaushalte mit einem Kind unter sechs Jahren gaben insgesamt 587 Euro im Monat für den Nachwuchs aus. Für Sechs- bis Elfjährige liegen die Konsumausgaben bei 686 Euro und bei den Jugendlichen im Alter von zwölf bis 17 Jahren bei 784 Euro. Bei den Jugendlichen waren Nahrungsmittel, Bekleidung und die Verpflegung außer Haus – wie das Schulessen – wichtige Posten. Bis zum 18. Geburtstag belaufen sich die durchschnittlichen Gesamtkosten für das erste Kind auf 126.000 Euro.

Mehrere Tausend Euro trennen Paare von Alleinerziehenden

Für Paarhaushalte sind diese Kosten durchaus zu stemmen. Alleinerziehende haben es indes deutlich schwerer, vor allem wenn ein Elternteil verstirbt und keinen Unterhalt leisten kann. Sie haben deutlich weniger Geld zur Verfügung und sind daher gezwungen, einen signifikant höheren Anteil des Hauhaltsnettoeinkommens für die Konsumausgaben aufzuwenden. So verfügen Paare mit zwei Kindern im Durchschnitt über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von 4.842 Euro, Alleinerziehende nur über 2.494 Euro – wobei hier bei getrennten Eltern die Unterhaltszahlungen eingerechnet sind. Verwitwete stehen noch deutlich schlechter da. Die Bedürfnisse der Kinder sind natürlich weitgehend gleich – was zu einem immensen Ungleichgewicht führt.

Hier gilt es, sich und die Familie rechtzeitig und fundiert abzusichern. Nur wer vorgesorgt hat, kann seiner Familie im Fall des Falles einen signifikanten sozialen Abstieg ersparen. Informieren Sie sich deshalb über eine adäquate Risiko­le­bens­versicherung – damit Ihre teuren kleinen Schätze auch in Zukunft auf der sicheren Seite sind.

Paarhaushalte oder Alleinerziehende - ein klares Bild

Nachwuchs kommt? Große Freude! Aber ein teurer Spaß... Damit ein Kind nicht zur Kostenfalle für Berufsunfähige oder Verwitwete wird, sind Versicherungen zu empfehlen.
Bei Paaren mit einem Kind liegen die erforderlichen Ausgaben (roter Bereich) bei mindestens 55% des Einkommens
Nachwuchs kommt? Große Freude! Aber ein teurer Spaß... Damit ein Kind nicht zur Kostenfalle für Berufsunfähige oder Verwitwete wird, sind Versicherungen zu empfehlen.
Bei Alleinerziehenden mit einem Kind steigen die erforderlichen Ausgaben auf 64,4% des Einkommens
Nachwuchs kommt? Große Freude! Aber ein teurer Spaß... Damit ein Kind nicht zur Kostenfalle für Berufsunfähige oder Verwitwete wird, sind Versicherungen zu empfehlen.
Ähnlich sieht es bei Paaren mit zwei Kindern aus
Nachwuchs kommt? Große Freude! Aber ein teurer Spaß... Damit ein Kind nicht zur Kostenfalle für Berufsunfähige oder Verwitwete wird, sind Versicherungen zu empfehlen.
Alleinerziehende haben ca. 10 % mehr monatliche, erforderliche Ausgaben als Paare
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