Der neue Vertriebsvorstand der Hannoversche im Gespräch

Dr. Thomas Wüstefeld ist neu ernannter Vorstand Vertrieb – und begeisterter Wasserballer sowie Familienvater. Ein persönliches Gespräch.

Zum 01. Juli 2021 ist es offiziell: Dr. Thomas Wüstefeld ist neues Mitglied im Vorstand der Hannoversche und in dieser Funktion für die Unternehmensbereiche Marketing und Vertrieb verantwortlich. Der 38-jährige Wirtschaftswissenschaftler hat vor rund 10 Jahren an der Leibniz Universität Hannover im Fachbereich Marketing und Management promoviert. Nach seinem anschließenden Einstieg bei der Hannoversche als Vorstandsassistent im Ressort Marketing und Vertrieb übernahm er verschiedene Leitungsfunktionen in den Bereichen Direktvertrieb und im Grundsatzbereich für die Lebens­versicherung mit Themenfokus Unter­nehmens­steuer­ung und Produktmanagement, bevor er zum Ver­triebs­vor­stand bestellt wurde.
Soweit zur beruflichen Vita und Karriereentwicklung. Was uns wirklich interessiert, ist aber der Blick auf den Menschen Thomas Wüstefeld. Was sind seine Interessen und Vorlieben? Womit verbringt er seine Freizeit? Und welche Eigenschaften braucht ein Wasserballsportler auf oberstem Bundesliga-Niveau eigentlich? Fragen über Fragen, die wir in einem persönlichen Gespräch unbedingt klären wollten.

Lieber Thomas, – wir duzen uns einfach – danke, dass Du Dir Zeit nimmst, um mit uns über ein Thema zu sprechen, das uns heute besonders interessiert: Dich selbst! Deshalb gleich die erste Frage: Bist Du eigentlich gebürtiger Hannoveraner?

Ja, tatsächlich darf ich sagen, dass ich echter Hannoveraner durch und durch bin!

Du bist also nicht nur in Hannover geboren, sondern hast auch hier studiert und bist im Anschluss an Deine Promotion bei der Hannoversche eingestiegen. Ganz schön viel Hannover… Hat es Dich nie woanders hingezogen?

Ich reise gerne und sofern es nach den Corona-Beschränkungen möglich ist, sicher auch wieder häufiger. Eins meiner Lieblingsreiseziele ist seit jeher Mallorca, da es so viel mehr zu bieten hat als das herkömmliche „Feier-Image“ vermuten lässt. Besonders der Südosten oder Norden der Insel ist mit seinen malerischen und sehr charakteristischen Landschaften und idyllischen Buchten immer eine Reise wert! Und die mallorquinische Küche ist ausgezeichnet, egal, ob man in einer Strandbar, auf dem Wochenmarkt oder im Restaurant isst. Aber Hannover ist eben Heimat für mich, deshalb beschränke ich Ausflüge oder Auslandsreisen auf Wochenenden oder Urlaube mit meiner Familie.

Was sind aus Deiner Sicht die Vorteile dieser Stadt, die bekanntermaßen häufig mit Vorurteilen zu kämpfen hat?

Es ist wirklich so, dass Hannover eine vielfach unterschätzte Stadt ist – zu Unrecht, wie ich finde. Denn die Stadt bietet alles, was man sich von einer Großstadt mit etwas mehr als 500.000 Einwohnern wünscht. Hannover hat beispielsweise eine sehr aktive Kunst- und Kulturszene und bietet sowohl im Theater- als auch im Museumsbereich Angebote von internationalem Rang. Auch gibt es zahlreiche innerstädtische Grünflächen, wie beispielsweise die bekannten Herrenhäuser Gärten oder die Eilenriede als größter Stadtwald Europas. Ich finde, damit können wir uns sehen lassen! Als Vater von zwei kleinen Kindern sehe ich aber aktuell den größten Vorteil darin, dass es eine Stadt der kurzen Wege ist. Egal, ob ich in den Zoo, an den Maschsee oder in die Innenstadt will: Ich muss keine langen Fahrzeiten in Kauf nehmen. Das sieht beispielsweise in Berlin oder Hamburg anders aus…

Du bist leidenschaftlicher Wasserballer und hast viele Jahre im Verein gespielt, zuletzt erfolgreich auf Bundesliga-Niveau. Gibt es eine charakteristische Eigenschaft, auf die es bei dieser Sportart vor allem ankommt? Und falls ja, ist diese erlernbar?

Beim Wasserballsport kommt es vor allem darauf an, sich im Element Wasser rundum wohlzufühlen und sich darin mit derselben Selbstverständlichkeit zu bewegen, wie man es auch an Land täte. Als Unterdisziplin des Schwimmsports geht es beim Wasserball viel um Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit. Das alles ist glücklicherweise trainierbar und wächst mit der Zeit und einer regelmäßigen Routine. Trotzdem braucht man sicherlich ein grundsätzliches Interesse am Wassersport und auch ein gewisses Ballgefühl, sonst verliert man schnell den Spaß.

Deine Freunde und Kollegen wissen es: Du bist nicht nur Wasserballer, sondern auch glühender Fußballfan – und zwar nicht unbedingt von Hannover 96. Für welchen Verein schlägt Dein Fußballherz wirklich?

Ich gebe es zu: Beim Fußball gibt es für mich nur den „Stern des Südens“! Daran ist mein Vater nicht ganz unschuldig, der mich als kleiner Junge auch in dieser Richtung recht früh sozialisiert hat. Der FC Bayern vereint einfach Spitzensportler, Top-Leistungen, unermüdliche Einsatzbereitschaft sowie absoluten Siegeswillen. Und ob man es wahrhaben will oder nicht: Ein kühles Bier schmeckt nach einem Sieg doch noch etwas besser als nach einer Niederlage. Dieses Gesamterlebnis finde ich einfach beeindruckend!

Du bist zweifacher Familienvater und entsprechend auch in Deiner Freizeit eingebunden. Welche Freizeitaktivitäten unternimmst Du am liebsten mit Deiner Familie?

Alle engagierten Väter werden mir Recht geben: Meistens bestimmt die Familie, welche Freizeitaktivitäten wir unternehmen. Das reicht von Bücherlesen über Legospielen und Verkleiden – am liebsten als Pirat! – bis zu Malen oder gemeinsam Hörbücher hören. Wenn es mal nach mir geht, machen wir Ausflüge in den Stadtpark oder in den Zoo, am liebsten aber in den Wald, wo wir aus umherliegenden Stöckern und Ästen Tipis bauen.

Was glaubst Du, schätzt Deine Familie besonders an Dir?

Ich liebe meine Familie und bin mit Haut und Haar Vater! Dabei bin ich mir nahezu für nichts zu schade, was meine Kinder glücklich macht: Gemeinsam können wir zum Beispiel stundenlang Pferdchen spielen, dann trage ich die Kinder auf meinem Rücken umher oder werde am Springseil als behelfsmäßigen Zügeln geführt. Oder wir gehen im Garten auf Regenwurmsuche. Gerade mit Kindern ist jede Zeit kostbar und an den Wochenenden nehme ich mir diese Zeit auch ganz bewusst.

Jetzt interessiert uns natürlich auch: Welche Charaktereigenschaften magst Du eigentlich an anderen Menschen?

Ich sehe mich als jemanden, der offen und ohne Vorurteile auf andere Menschen zugeht. Was mir im Beruflichen wie im Privaten gefällt, sind zum einen Menschen, die mit Überzeugung für sich und ihre Themen einstehen, die ehrlich auftreten und authentisch sind. Nicht nur aus einer Laune heraus oder weil sie gerade ein bestimmtes Ziel verfolgen. Dazu gehört auch, grundsätzlich ehrlich zu sein, nicht nur sich selbst, sondern auch anderen gegenüber. Zum anderen mag ich Menschen mit Humor. Im Joballtag wie im Privatleben macht es vieles leichter, wenn jemand auch mal über sich lachen kann oder einen Sinn für Situationskomik hat.  

Was lernst Du gerade, was Du vorher noch nicht konntest?

Oha, da muss ich nicht lange überlegen: Ich bin dabei, mich in die Tiefen der Social Media-Welten vorzuarbeiten und – Ihr werdet jetzt vielleicht lachen – das ist schwieriger als es klingt. Erste Aufschläge sind zum Beispiel ein Instagram-Reel, das ich gerade mit Unterstützung meiner Kolleginnen aufgenommen habe, oder auch ein Podcast-Gespräch, bei dem allerdings eher Fachinhalte im Fokus standen. Spaß hat mir aber beides gemacht, so dass ich mich auf weitere Gelegenheiten freue, in diesem Bereich aktiv zu sein!

Du bist nun schon seit 10 Jahren im Unternehmen und hast in verschiedenen vertriebsnahen Funktionen gearbeitet. Was ist Deine Vision für die Aufgabe als Ver­triebs­vor­stand?

Wir sind schon seit einigen Jahren auf den Bereich Biometrie spezialisiert – was nichts anderes bedeutet, als die Risiken am Leben zu versichern. Das ist nach wie vor ein Vorsorgebereich von größter gesellschaftlicher Bedeutung. Nicht zuletzt, weil es darum geht, dass der Versicherer finanzstark und zukunftsfähig aufgestellt sein muss, um sicherzustellen, dass Kunden bei den überwiegend langjährigen Verträgen auch in 30, 40, 50 oder mehr Jahren ihre Leistungen zuverlässig erhalten. Meine Vision ist es, als Ver­triebs­vor­stand maßgeblich dazu beizutragen, diese Expertise in einem höchst relevanten Vorsorgesegment und die stabile Finanzkraft im Sinne der Kunden einzusetzen, um versicherbare Risiken zu minimieren. Dazu gehört auch, kundenorientierte, schlanke und digitale Prozesse anzubieten. Die Welt ist im permanenten Wandel begriffen und die Ansprüche steigen. Deshalb sind eine konsequente Weiterentwicklung und hohe Innovationsgeschwindigkeit sowie Kundenausrichtung wichtige Aufgaben.     

Lieber Thomas, das klingt alles sehr engagiert, sympathisch und nach einem voll gespickten, kurzweiligen beruflichen wie privaten Alltag – schön, dass wir etwas mehr über Dich erfahren haben. Herzlichen Dank für Deine Zeit und das aufschlussreiche Gespräch!

Foto: © hannoversche