Pflege zu Hause: finanzielle Unterstützung für Angehörige

20. November 2014 | Autor: Redaktionsteam Hannoversche | Kommentare: 0 | Bewertung: Bitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung ab (16)

Pflege zu Hause durch Angehörige

Welche Herausforderungen bringt die Pflege zu Hause für die Angehörigen mit sich und wie können Sie mit einer Versicherung wie dem Pflege-Bahr schon frühzeitig für finanzielle Unterstützung sorgen? Die Pflege geliebter Menschen ist für viele eine Selbstverständlichkeit. Selbst aber den Lieben einmal zur Last zu werden – das wollen die Wenigsten. Eine Studie des Marktforschers YouGov in Zusammenarbeit mit der Hannoverschen hat diese Ergebnisse hervorgebracht und zudem Ängste vor der finanziellen Belastung durch die Pflege aufgedeckt. Lesen Sie hier mehr!

Viele Menschen verspüren große Angst, wenn sie daran denken, irgendwann einmal alt und nicht mehr voll leistungsfähig zu sein. Der Grund dafür ist vor allem die Angst, von anderen abhängig zu werden. Nicht mehr selbst für sich sorgen zu können und den Lieben zur Last zu werden – das ist es, was Menschen Angst bereitet.

Denkt man daran, wie das Leben als Pflegebedürftiger aussehen könnte, steht die Pflege in einem Heim der Pflege in der Familie gegenüber. Pflegeheime und Alterseinrichtungen scheinen seit einigen Jahren für immer weniger Menschen noch eine wünschenswerte Alternative zu sein. Zudem kostet die Pflege Geld, nicht nur in einer Einrichtung, sondern auch Zuhause. Und hier kommt eine weitere Angst der Menschen hinzu – die Angst davor, nicht genug Rente zu bekommen und damit auch finanziell zur Last der eigenen Kinder zu werden.

Die Angst vor der Hilflosigkeit – wer ist verantwortlich für den Pflegefall in der Familie?

Angst davor, einmal selbst auf die Hilfe andere angewiesen zu sein – das ist unabhängig von Geschlecht und Alter einfach menschlich. Als eines der Ergebnisse der Hannoverschen-Studie steht fest, dass 59 % der Männer und 73 % der Frauen diese Angst teilen und ihrer Familie die Pflege nicht zumuten möchten. Dennoch steigt mit dem Alter auch der Zuspruch für die Möglichkeit der Pflege zu Hause. Bei den 18-24 Jährigen können sich nur 32 % diese Option vorstellen, bei den 55-100 Jährigen sind es zumindest 53 %.

Gegen das Leben als Pflegefall in der eigenen Familie spricht zum einen die Scham, aber auch das Gefühl, den gesunden Menschen damit Lebensqualität zu nehmen. Doch auch das Pflegeheim scheint für viele nicht die ideale Lösung zu sein. Durch die Medien gehen Berichte von überforderten Pflegern, die zu wenig Zeit für den einzelnen Menschen aufbringen können.

Aber um überhaupt in die Lage zu kommen, diese Entscheidung aufgrund einer eigenen Überzeugung zu treffen, muss der finanzielle Hintergrund berücksichtigt werden. Gesetzlich Krankenversicherte erwartet zwar ein Zuschuss im Falle der Pflegebedürftigkeit. Dieser kann aber in keiner Weise ausreichen, geschweige denn einen Heimaufenthalt abdecken. Kann ein Mensch für seine Pflegekosten nicht selbst aufkommen, so sind die Angehörigen – in der Regel die eigenen Kinder – verpflichtet, die Kosten zu tragen. Wie hoch diese sind, hängt von der benötigten Pflegestufe ab.

Pflege zu Hause – was Angehörige erwartet

Rund 43 % aller Befragten wären bereit, ein Familienmitglied zu Hause zu pflegen. Diese Aussage machten 45 % der Frauen und 41 % der Männer. Was aber heißt es, Tag für Tag Hilfestellungen bei allen alltäglichen Aufgaben zu leisten? Und wie verändert sich das Leben mit einem pflegebedürftigen Menschen im Haushalt?

Wer sich für die Pflege zu Hause entscheidet, muss wissen, dass diese Entscheidung das Leben für eine Zeit lang ziemlich auf den Kopf stellen kann. Ganz unabhängig von der finanziellen Regelung für die Zeit der Pflege, sollten Angehörige sich über die psychische Belastung im Klaren sein. Viele haben Angst, dem Pflegebedürftigen nicht gerecht zu werden und an der Aufgabe zu zerbrechen. Sicher ist es eine Zerreißprobe und das Gelingen hängt stark von dem Verhältnis ab, das zuvor zwischen Pfleger und Pflegebedürftigem bestand. Sicher scheint es, als sei die Pflege eines sehr nahestehenden Menschen selbstverständlich und gar nicht schwer. Doch in der Realität sieht es oft anders aus. Finanzielle Unterstützung der Pflege zu Hause durch Versicherungen wie den Pflege-Bahr.

Viele Konflikte entstehen jetzt durch die ständige räumliche Nähe und das Abhängigkeitsverhältnis. Unzufriedenheit auf beiden Seiten im Wechsel mit Momenten des Zusammenrückens – dieses Gefühlschaos kann die Beziehung zwischen dem Hilfsbedürftigen und den Pflegenden belasten. Und dann ist da noch die Frage nach der finanziellen Situation. Grundsätzlich erhält der Pflegebedürftige monatlich einen Betrag aus der Pflegeversicherung– die Höhe des Betrages ist dabei abhängig von der Pflegestufe. Ist eine Pflege innerhalb der Familie möglich, ist es häufig so, dass der Pflegebedürftige dieses Geld an die pflegenden Angehörigen weitergibt.

Ist der Pflegende jedoch zusätzlich berufstätig, gibt es verschiedenen Möglichkeiten: Unter bestimmten Umständen kann die Pflegeversicherung die Zahlung der Sozialversicherung für die pflegende Person übernehmen. Zusätzlich besteht in einigen Fällen Anspruch auf Freistellung von der Arbeit über einen Zeitraum von bis zu einem halben Jahr oder alternativ eine Verkürzung der Arbeitszeit. Soll in der übrigen Zeit die häusliche Pflege weiterlaufen, kann ein Pflegedienst beauftragt werden.

Familien, die sich zu Hause um die Pflege eines Angehörigen kümmern, haben sich in der Regel gut überlegt, was auf sie zukommen könnte. Zeit- und kostenintensiv ist die Pflege zu Hause aber in jedem Fall. Und die kostengünstigere Alternative – der Pflegeaufenthalt im Ausland – können sich 73 % aller Befragten für ihre Liebsten nicht vorstellen.

Eine Checkliste für die Pflege zu Hause kann eine wertvolle Hilfe für die Angehörigen sein. Vor allem in der ersten Zeit sind überlegte Schritte wichtig. Viele kommen zum ersten Mal in diese Situation und sind dankbar für Tipps und Unterstützung. Checklisten für die ersten Entscheidungen und die Zeit während der Pflege zu Hause finden Sie z. B. bei der DAK Gesundheit oder der Universität Mannheim.

Wie eine Versicherung nicht nur die Pflege zu Hause finanziell unterstützen kann

Sorgen, Entscheidungen und Ängste sind groß genug, wenn ein Mensch zum Pflegefall wird. Schlimm, wenn die finanziellen Nöte alles überschatten und dem Menschen keine Wahl mehr lassen, wie die Pflege in Zukunft gestaltet werden soll.

Die staatliche Hilfe durch die gesetzliche Pflegeversicherung ist gering und kann eine angemessene Versorgung keinesfalls abdecken. Eine private Vorsorge ist unverzichtbar, um die Versorgungslücke zu schließen. Hier haben Sie die Wahl zwischen einer Pflegetagegeldversicherung als private Pflegezusatzversicherung oder dem Pflege-Bahr. Mit dem Pflege-Bahr – der staatlich geförderten Pflegeversicherung – schonen Sie die eigenen finanziellen Reserven und genießen Schutz für alle Pflegestufen. Bis zu 30 Prozent der Beiträge gibt der Staat dazu.

Das Pflegemonatsgeld aus dem Pflege-Bahr steht dem Versicherten im Fall der Pflegebedürftigkeit frei zur Verfügung. Ob Pflege zu Hause oder in einer Einrichtung – wie sie letztlich aussehen soll, gestalten Sie mit diesem Geld selbst. So entlastet der Pflege-Bahr finanziell und verringert die Belastung der Angehörigen.

Aber nicht nur der Abschluss des Pflege-Bahr ist sinnvoll. Um wirklich sorgenfrei in die Zukunft zu blicken und eine liebvolle Pflege frei von finanziellen Problemen zu gewährleisten, ist es empfehlenswert, zusätzlich zum Pflege-Bahr mit einer privaten Pflegezusatzversicherung vorzusorgen. Nur so kann die mögliche Versorgungslücke geschlossen werden und Geld muss nicht mehr Thema sein, wenn es um die eigene Pflegebedürftigkeit geht.

Doch gerade im Alter, wenn Menschen schon auf die finanzielle Hilfe ihrer Kinder angewiesen sind, sind Versicherungsbeiträge schwer zu bezahlen. Sinnvoll ist es daher, sich frühzeitig Gedanken über die spätere Pflege zu machen und clever vorzusorgen. Klar, nichts liegt ferner, wenn man mit beiden Beinen im Leben steht, als einmal zum Pflegefall zu werden – aber jetzt ist der beste Zeitpunkt, eine Versicherung für diesen Fall abzuschließen. Eine umfassende Beratung ist wichtig und kann viele Fragen klären sowie Ängste nehmen. Und mit geringen Beiträgen ist so eine optimale Pflege gewährleistet, die die Angehörigen in vielen Belangen entlastet.

Einen umfassenden Ratgeber zum Thema “Pflegen zu Hause” stellt das Bundesministerium für Gesundheit als kostenlosen Download zur Verfügung.

 

Quellen: Bild oben © bilderstoeckchen – Fotolia.com, Bild im Text © Marco2811 – Fotolia.com


Kategorien: Allgemein

Hinterlassen Sie einen Kommentar (Jeder Kommentar wird vor der Veröffentlichung durch die Hannoversche überprüft.)



* Pflichtfeld