Gesundheit am Arbeitsplatz II – Schreibtischergonomie für gesünderes Arbeiten

15. November 2013 | Autor: Redaktionsteam Hannoversche | Kommentare: 0 | Bewertung: Bitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung ab (Bisher keine Bewertungen)

Gesundheit am Arbeitsplatz - Ergonomie

Wer kennt das nicht: Nach einem langen Arbeitstag im Büro brennen die Augen. Rücken und Nacken schmerzen. Dabei können ergonomisch gestaltete Arbeitsplätze die Belastungen deutlich reduzieren. Aber welche Faktoren beeinflussen die ergonomische Qualität und wie lässt sich die vorhandene Büroeinrichtung ohne zusätzliche Kosten besser nutzen?

Jeder Berufstätige verbringt mehr Zeit am Arbeitsplatz als zu Hause. Besonders hier ist es also wichtig, dass der Platz so bequem und ergonomisch wie möglich eingerichtet ist. Vor allem das Sitzen ist die belastendste Haltung für die Wirbelsäule. Eine immer gleiche Körperhaltung birgt das Risiko, schon weit vor dem Rentenalter nicht mehr voll erwerbsfähig zu sein. Für diesen Fall zahlt sich der frühe Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung aus. Nur so ist eine Absicherung für diesen Fall gewährleistet. Lesen Sie dazu auch den ersten Teil unserer Serie „Gesundheit am Arbeitsplatz“, wo wichtige Aspekte der Berufsunfähigkeitsversicherung beleuchtet werden.

Wussten Sie, dass 4 von 5 berufstätigen Deutschen am Bildschirm arbeiten?

Kleine Schritte hin zum ergonomischen Arbeitsplatz

Damit es aber gar nicht erst soweit kommt, kann man viel tun, um die Belastungen des Büroalltages so gut wie möglich zu verringern. Das Wort Ergonomie kommt aus dem griechischen ergon für Arbeit und nomos das Gesetz. Ergonomie bedeutet also: das Gesetz eines angenehmen Arbeitsplatzes. Ergonomie zahlt sich schnell aus. Gesunde Mitarbeiter sind motivierter, leistungsfähiger und konzentrierter, wenn sie nicht von Beschwerden abgelenkt und beeinträchtigt werden.

Wussten Sie schon, dass jede vierte Krankschreibung auf Schäden am Muskel- und Skelettsystem zurückgeht?

Die Grundregeln des ergonomischen Arbeitens

Das Sitzen ist die größte Belastung für den Körper. Hier ist der Handlungsbedarf am größten und rückengerechtes Arbeiten kann großen Schäden an Muskulatur und Skelett vorbeugen. Ein rückengerechter Stuhl unterstützt das schonende Sitzen. Nur beim aufrechten Sitzen wird die Wirbelsäule gleichmäßig beansprucht. Ohne einen speziell ergonomischen Bürostuhl kaufen zu müssen, können Sie dies erreichen, indem Sie Ihren Sitz überprüfen. Ideal ist es, wenn die Sitzfläche ganz genutzt wird. Die Oberschenkel liegen dann auf der Fläche auf und zwischen Knie und Sitzkante bleibt eine Handbreit Luft. Ober- und Unterschenkel sollten so einen 90°-Winkel bilden. Wichtig ist zudem, dass Sitzhöhe und Schreibtisch einander angepasst werden. Mittlerweile gibt es ein großes Angebot an ergonomischen Büromöbeln vom ergonomischen Stuhl über den mehrfach verstellbaren Schreibtisch bis hin zur ergonomischen Maus. Was aber, wenn der Chef nicht bereit ist, in solche Möbel zu investieren? Selbst mit der vorhandenen Ausstattung lassen sich Verbesserungen in der Arbeitsplatzqualität erzielen. Mit diesen Grundregeln für einen ergonomischen Arbeitsplatz erreichen Sie ein angenehmeres, gesünderes Arbeiten.

  • Der Stuhl ist oft das größte Problem. Jeder Mensch benötigt eine andere Stuhleinstellung, denn jeder Körper ist unterschiedlich. Der ideale Bürostuhl sollte mindestens höhenverstellbar und kippsicher sein. Zudem gilt: Bei hartem Boden eignen sich weiche Rollen, bei weichem Boden harte Rollen. Die BAUA und die Gesundheitsförderung Schweiz empfehlen folgende Maße: Höhe 42-50cm, Sitzfläche 40-48×38-44cm, Lehne 36-48 in der Breite und mindestens 45 cm Höhe.
  • Der Schreibtisch sollte höhenverstellbar sein, damit er sich ideal zum Stuhl einrichten lässt. Wenn das nicht gegeben ist, kann eine Fußstütze helfen, eine schonende Sitzposition einzunehmen. Die empfohlenen Maße für den Tisch: 68-76cm Höhe und 160x80cm Breite
  • Tastatur und Bildschirm sollten getrennt sein. Wer am Laptop arbeitet, kann eine externe Tastatur anschließen, um den Abstand vom Bildschirm zur Tastatur anzupassen. Zwischen Tastatur und Tischkante bleibt idealerweise eine Handbreit Platz.
  • Die sogenannten weichen Faktoren der Ergonomie tragen ebenso zu einem angenehmen Arbeitsumfeld bei: frische Luft, angenehmes Licht, die richtige Temperatur (21-23°C), Bilder und Pflanzen.

Oft sind es ganz einfache Tricks, die nichts kosten und kleine Wunder erzielen. Probieren Sie selbst einmal aus, was Ihnen guttut. Den Stuhl ein paar Zentimeter höher eingestellt, den Bildschirm etwas weiter nach hinter und immer mal wieder das Fenster auf und schon fühlen Sie sich nach Feierabend nicht mehr so gerädert und steif. Wer zusätzlich dynamisch sitzt und immer wieder die Position ändert, indem er sich streckt, vorbeugt, anlehnt und auch mal aufsteht, kann aktiv etwas im Bereich Arbeitsplatzergonomie tun.

Was tun Sie für die Ergonomie an Ihrem Arbeitsplatz?
Haben Sie Tipps für das ergonomische Arbeiten?

 

Quelle: Bild oben © Jeanette Dietl – Fotolia.com


Kategorien: Allgemein

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