Gesundheit am Arbeitsplatz – Berufsunfähigkeit und gesundheitsfördernde Maßnahmen

11. November 2013 | Autor: Redaktionsteam Hannoversche | Kommentare: 0 | Bewertung: Bitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung ab (1)

Gesundheit am Arbeitsplatz - Berufsunfähigkeitsversicherung

Die tägliche Arbeit im Büro birgt oft unterschätzte Risiken, ernsthaft zu erkranken. So ernsthaft, dass im schlimmsten Fall die Berufsunfähigkeit und der Verlust des Arbeitsplatzes droht. Rund 16 Millionen Menschen verbringen die meiste Zeit ihres Berufslebens auf einem Bürostuhl vor dem Computer. Kaum Bewegung, falsche Haltung, ungesundes Essen und Dauerstress – eine Mischung, die nicht selten dazu führt, dass ein Arbeitnehmer seinen Beruf nicht bis zur Rente ausüben kann. Muskel-Skelett-Erkrankungen, Rückenschmerzen und der Mausarm sind die häufigsten Ursachen für Krankmeldungen – noch vor der Erkältung. Oft haben hier kleine Veränderungen große Wirkung. Schwieriger wird es im Bereich der psychischen Erkrankungen. Depressionen und Burnout als Folge von zu hoher seelischer Belastung? Lange schon keine Seltenheit mehr, Tendenz steigend! Oft erkranken Büromitarbeiter schon in jungen Jahren an psychischen Störungen – ein Wiedereinstieg in den gelernten Beruf ist dann meist unvorstellbar.

Wenn die Bedingungen am Arbeitsplatz so belastend sind, dass ein entspanntes Arbeitsklima unmöglich wird, ist eine Lösung für das Problem weit entfernt. Aber auch hier ist frühe Achtsamkeit auf die eigenen Bedürfnisse der Schlüssel zu langer Gesundheit: Jeder Einzelne kann etwas an den Bedingungen ändern und etwas für sich tun.

In unserer Serie zum Thema „Gesundheit am Arbeitsplatz“ geben wir kleine Tipps mit großer Wirkung. Die häufigsten Gründe für frühzeitige Berufsunfähigkeit lassen sich lindern, wenn man schon zu Beginn des Berufslebens achtsam mit der eigenen Gesundheit umgeht. Gesunde Ernährung vermindert das Diabetesrisiko, ein ergonomisch gestalteter Arbeitsplatz und ein kleines Fitnessprogramm schwere Rückenleiden und effektive Entspannungstechniken ein Burnout.

Vorsorge ist das A und O

Trotz all dieser hilfreichen Maßnahmen ist es nicht möglich, alle Risiken für die Berufsunfähigkeit auszuschließen. In den langen Jahren der Berufstätigkeit können sich die Umstände verändern und Unvorhergesehenes passieren. Klug ist, wer sich frühzeitig absichert und sich im Krankheitsfall zumindest seinen finanziellen Lebensstandard sichert. Gerade in jungen Jahren ist es oft unvorstellbar, den gerade gelernten Beruf einmal nicht mehr voll ausüben zu können. Jedem Vierten passiert aber genau das – wegen Diabetes, Rückenproblemen und immer häufiger wegen psychischer Beschwerden müssen Arbeitnehmer ihren Beruf vor dem Rentenalter aufgeben.

Wozu ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung notwendig?

Die Berufsunfähigkeitsversicherung hat erst einmal das gleiche Ziel wie eine Unfallversicherung: die Geldzahlung im Falle von Invalidität. Große Unterschiede zeigen sich aber bei den Zahlungsmodalitäten und dem Umfang der Versicherung. Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird in monatlichen, beim Versicherungsabschluss selbst festgelegten Raten gezahlt und das auch im Falle von Berufsunfähigkeit wegen Krankheit, nicht nur bei einem Unfall. Bei Büroarbeit ist der häufigste Grund für frühzeitige Erwerbsunfähigkeit Krankheit – Unfallrisiken sind am Schreibtisch recht gering. Damit ist die Berufsunfähigkeitsversicherung – besonders bei Bürotätigkeiten – eine der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Ohne diese Absicherung stehen Betroffene schnell mit leeren Händen da. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente springt nur dann ein, wenn der Erkrankte keiner Tätigkeit länger als 3 Stunden am Tag ausüben kann – welche Tätigkeiten alternativ infrage kommen, entscheidet dann nicht mehr der Berufsunfähige. Selbst im Falle von Zahlungen ist der bisherige Standard mit etwa 800 Euro monatlich nicht mehr haltbar. Clever vorzusorgen ist hier gefragt, damit im Krankheitsfall die finanzielle Lage nicht zur zusätzlichen Belastung wird.

Das Risiko der Berufsunfähigkeit lässt sich nicht gänzlich ausschließen. Sie können jedoch versuchen, dieser aktiv entgegenzuwirken und das Risiko zu minimieren. Mit einfachen Techniken, die weder viel Geld kosten, noch viel Zeit in Anspruch nehmen, können Sie aktiv an Ihrer Gesundheit arbeiten – trotz Bürojob. Wie, das erfahren Sie in unseren Beiträgen zu den Themen: ErgonomieEntspannung und Fitness am Arbeitsplatz.

 

Quelle: Bild oben © grafikplusfoto – Fotolia.com


Kategorien: Allgemein

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