Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften: Bei der Hannoverschen schon Realität

16. Dezember 2013 | Autor: Redaktionsteam Hannoversche | Kommentare: 0 | Bewertung: Bitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung ab (Bisher keine Bewertungen)

Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften bei Versicherungen

Bei den Versicherungen der Hannoverschen ist die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften schon Realität, in der Politik schreiten die Verhandlungen dazu nur zäh voran. CDU und SPD konnten sich im Rahmen der Koalitionsverhandlungen nicht auf eine vollständige Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften einigen. Eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften müssen gegenüber heterosexuellen Ehepaaren weiterhin zahlreiche Nachteile hinnehmen, unter anderem beim Adoptionsrecht, aber auch bei der Altersvorsorge und der Risikovorsorge. 

Aus der Bundestagswahl am 22. September 2013 gingen CDU und SPD als stärkste Parteien hervor. Nach der Zustimmung der SPD-Mitglieder zu dem über mehrere Wochen erarbeiteten Koalitionsvertrag steht einer gemeinsamen Regierung in der großen Koalition nichts mehr im Weg. Eines der zahlreichen Themen der Koalitionsverhandlungen war die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften. Obwohl homosexuelle Paare in Deutschland bereits seit einigen Jahren eine gleichgeschlechtliche Ehe eingehen können, erfolgt die konsequente Gleichstellung bisher nicht in allen Bereichen des Alltags. Beim gemeinsamen Abschluss von Versicherungen genießen heterosexuelle Ehepaare bei fast allen Versicherungsgesellschaften Vorteile in der Familienversicherung. Gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften werden diese Vorteile bei vielen Versicherern noch vorenthalten, da keine einheitliche gesetzliche Regelung besteht.

Gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften im Koalitionsvertrag

Während der seit Ende November vorliegende Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD eindeutige Aussagen zu vielen der verhandelten Themen enthält, bleiben die Formulierungen bei der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft eher unbestimmt. Einer der schwierigsten Verhandlungspunkte, der eine Einigung zu diesem Thema erschwert, ist das Adoptionsrecht. Nach eigenen Aussagen kann Bundeskanzlerin Angela Merkel sich mit dem Gedanken der Adoption von Kindern durch homosexuelle Lebenspartnerschaften nicht anfreunden. Die Entscheidung darüber wird nun dem Bundesverfassungsgericht überlassen. Offensichtlich überschattet das Thema der Adoption die gesamten Verhandlungen über die Gleichbehandlung so stark, dass auch in anderen Bereichen keine konkrete Einigung erfolgt.

Unter der Überschrift „Sexuelle Identität respektieren“ findet der Leser im Koalitionsvertrag nun lediglich die allgemeine Aussage, dass rechtliche Regelungen, die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften schlechter stellen, beseitigt werden sollen. Es bleibt also ungewiss, ob und wann die vielen Hindernisse, die gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften zurzeit noch überwinden müssen, abgeschafft werden. Nach der Zustimmung der SPD-Mitglieder zum Koalitionsvertrag am 14. Dezember und der Vergabe der Ministerien besetzt die SPD unter der Leitung von Manuela Schwesig das Ministeramt für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Ungleichbehandlung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften im Versicherungsalltag

Eines der Hindernisse, das eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften noch immer den Alltag erschwert, ist der Abschluss preisgünstiger Familienversicherungen und einer gegenseitigen Altersvorsorge. Auch bezüglich der Nachversicherungsgarantie genießen gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften nicht bei allen Versicherern dieselben Vorteile, wie heterosexuelle Ehepaare. Die Ungleichbehandlung führt damit zu Benachteiligungen hinsichtlich der Versicherungsbeiträge, aber sie verwehrt auch Vorteile wie die Anpassung vorhandener Versicherungen und erschwert den Abschluss gemeinsamer Versicherungen. Insbesondere bei den verschiedenen Systemen der privaten Rentenversicherung genießen gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften noch immer nicht den umfassenden gesetzlichen Schutz. Mögliche Änderungen sind aufgrund eines aktuellen Urteils des Europäischen Gerichtshofes zu erwarten, nach dem eine gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft denselben rechtlichen Rahmen für die gegenseitige Unterstützung und Absicherung bildet, wie eine heterosexuelle Ehe.

Gleichstellung: für die Hannoversche schon lange eine Selbstverständlichkeit

Bei der Hannoverschen ist die Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Partnerschaften schon lange Realität. Sie genießen daher beim Abschluss von Versicherungen dieselben Vorteile, wie heterosexuelle Ehepaare. Vor allem im Bereich der Vorsorgeversicherungen hat die Gleichstellung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaften oft nachhaltige Auswirkungen, zum Beispiel bei folgenden Versicherungen:

Die Partner-Risikolebensversicherung bei der Hannoverschen auch für gleichgeschlechtliche Paare

Ebenso wie Ehepaare genießen gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften mit der verbundenen Partner-Risikolebensversicherung den Vorzug der gegenseitigen Absicherung aus einer gemeinsamen Risikolebensversicherung. Damit profitieren Sie von besonders günstigen Konditionen mit einem gemeinsamen Beitrag. Die Versicherungssumme wird dann ausgezahlt, wenn einer der beiden Partner verstirbt. Dadurch bietet die verbundene Risikolebensversicherung einen zuverlässigen und flexiblen Schutz für Hinterbliebene.

Nachversicherungsgarantie für Ehepaare unabhängig von der sexuellen Identität

Die Nachversicherungsgarantie ermöglicht Paaren nach der Heirat die Erhöhung des Versicherungsschutzes oder den Abschluss einer zusätzlichen Versicherung zu vergleichbaren Konditionen und ohne erneute Gesundheitsprüfung. Dieses Recht räumt die Hannoversche allen Ehepaaren und eingetragenen, gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften ein, insbesondere für:

  • Risikolebensversicherungen – Erhöhung der Versicherungssumme um bis zu 30.000 Euro
  • Berufsunfähigkeitsversicherung und Erwerbsunfähigkeitsversicherung – Erhöhung der Jahresrente um 300 Euro bis zu 50 Prozent der vereinbarten Jahresrente
  • Kapitallebensversicherungen – Erhöhung der Versicherungssumme um 100 Prozent, höchstens 20.000 Euro
  • Klassische Rentenversicherungen und Rürup-Rentenversicherungen – Abschluss einer zusätzlichen Risikolebensversicherung bis zu 10.000 Euro.

Vorzüge der Rürup-Rente und der Riester-Rente auch für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften

Rürup-Rente und Riester-Rente sind die staatlich geförderten Renten-Vorsorgeformen für Selbstständige, Freiberufler und Arbeitnehmer. Diese speziellen Rentenprogramme beziehen in besonderem Maß Partner und Familien in den Versicherungsschutz ein. Für Ehepaare und eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften hat der Gesetzgeber daher in einigen Punkten die Gleichbehandlung bereits festgelegt. Das betrifft sowohl die Anerkennung des steuerbegünstigten Höchstbetrags von 20.000 Euro bzw. 40.000 Euro für Rürup-Verträge als auch die erweiterte Förderberechtigung in der Riester-Rente.

Darüber hinaus erhält auch der gleichgeschlechtliche Partner nun die Hinterbliebenenrente mit Ausnahme der Rürup-Rente Invest. Aus einem Rürup-Rentenvertrag können inzwischen auch gleichgeschlechtliche Partner einer eingetragenen Lebensgemeinschaft die Rentengarantiezeit nutzen und erhalten damit die Rente bis zum Ablauf des vertraglich vereinbarten Zeitraums.

Sofortrente und Fondsgebundene Rentenversicherung schützen Ehepaare und eingetragene Lebenspartner

Schließt ein Partner einer eingetragenen gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft einen Sofortrenten-Vertrag ab, so wird der verbliebene Partner nach seinem Tod ebenso behandelt, wie ein Ehepartner. Hinterbliebenenrente und Rentengarantiezeit sind also auch für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften gewährleistet. Zudem profitieren gleichgeschlechtliche Lebenspartner inzwischen von der Rentengarantiezeit in einer fondsgebundenen Rentenversicherung. Sie erhalten die Rente ihres Partners ebenfalls weiterhin bis zum Ablauf des vertraglich vereinbarten Zahlungszeitraums.

Gegenseitige Absicherung trotz fehlender gesetzlicher Bestimmungen

Obwohl der Gesetzgeber in vielen Punkten der Alters- und Risikovorsorge bisher keine eindeutigen gesetzlichen Regelungen vorsieht, besteht bei der Hannoverschen für eingetragene gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften die Möglichkeit der gegenseitigen Absicherung.

 

Quelle: Bild oben © Denis Junker – Fotolia.com


Kategorien: Allgemein

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