Skurrile Gesetze und Urteile – Wer seinen Bienenschwarm verfolgt, darf über Grenzen gehen

19. Juni 2014 | Autor: Redaktionsteam Hannoversche | Kommentare: 0 | Bewertung: Bitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung ab (3)

Skurrile Gesetze und Urteile

Das gibt’s doch gar nicht …
Schon wieder so ein Gesetz, dass den Leser etwas ratlos, aber schmunzelnd zurücklässt. Wer in Deutschland Besitzer eines Bienenschwarms ist, sollte diesen nicht aus den Augen lassen. Verlassen die kleinen gelb-schwarzen Insekten nämlich ihren Stock, verliert der Halter jeden Anspruch auf die Tiere. Nur wer direkt die Verfolgung aufnimmt, wird weiterhin als Besitzer gehandelt. Unterwegs dürfen dabei nach § 962 auch fremde Grundstücke betreten werden. Wenn die Jagd abgebrochen wird, wechseln die Bienen den Besitzer.

Mit diesem Gesetz soll festgelegt werden, wem ein Bienenschwarm gehört, wenn dieser den heimischen Stock verlässt. Machen sich Königin und Arbeiter also irgendwann aus dem Staub, gilt es, direkt die Verfolgung aufzunehmen. Da die Insekten ab diesem Moment wilde Tiere und keine Nutztiere mehr sind, können sie andernfalls in den Besitz eines anderen Züchters übergehen, wenn sie nicht verfolgt werden und dann in einen anderen Bienenstock ziehen. Sollten Sie Ihrem Schwarm allerdings noch auf den Fersen sein, ist es Ihnen für den Fall, dass es sich um einen zuvor unbewohnten Stock handelt, sogar erlaubt, die neue Bleibe der Bienen zu öffnen, um die Ausreißer zurückzubekommen.

Ein weiteres skurriles Gesetz regelt auch den Zusammenschluss verschiedener Kolonien: Wenn sich mehrere Schwärme auf der Flucht vereinigen – alle natürlich vom jeweiligen Besitzer verfolgt – gehört der neu entstandene Schwarm nach § 963 allen Besitzern zu gleichen Teilen.

Als Bienenzüchter sollte man also immer ein Auge auf seinen Stock haben und konditionell stets topfit sein. Jeder Fluchtversuch der kleinen Ausreißer wird am besten sofort unterbunden.

 

Quelle: Bild oben © Onypix – Fotolia.com


Kategorien: Allgemein

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