Herbstzeit ist Erkältungszeit – mit Hausmitteln gegen Schnupfen und Co.

Schon Oma und Opa haben es gewusst: Hausmittel sind schonende und preisgünstige Helfer gegen Erkältungskrankheiten, die uns klassischer Weise im Herbst heimsuchen.

Der Herbst ist da...

Wenn sich im September die Bäume bunt färben, die Kastanien reifen und eine immer noch kräftige Herbstsonne die „goldene Jahreszeit“ einläutet, beginnt auch die Erkältungszeit. Denn so warm die Sonnenstrahlen auch sein mögen: Bei Sonnenauf- und -untergang sowie nachts können die Temperaturen abrupt fallen und sogar einstellige Werte erreichen. Wer hier leichtfertig in Sommerkleidung ohne Jacke frühmorgens das Haus verlässt, setzt sich dem Risiko einer Erkältung aus – die ohne ausreichende Ruhe und Pflege leicht in eine grippale Erkrankung münden kann.

Unser Körper ist zwar anpassungsfähig, aber zu große Temperaturunterschiede strengen ihn an und können nur geregelt werden, wenn die gefühlte Temperatur der tatsächlichen Temperatur entspricht. Das ist jedoch bei großen Temperaturdifferenzen zwischen Luft und Boden oft nicht der Fall und wir erkälten uns. Unser Überblick verrät Omas Tipps gegen Schnupfen, Husten, Ohrenschmerzen oder Halsweh.

Was hilft bei Schnupfen?

Gegen Schnupfen ist kein Kraut gewachsen, so heißt es im Volksmund. Von wegen; Denn die Zwiebel ist ein wahres Wundermittel bei allen Erkältungssymptomen und enthält in ihren ätherischen Ölen antibakterielle und entzündungshemmende Stoffe.

Wen der Schnupfen gepackt hat, legt sich kleingeschnittene Scheiben oder Würfel der Zwiebel unter die Fußsohlen, fixiert sie dort mit Klarsichtfolie und warmen Socken. 

Die Wirkung: An der Unterseite des Fußes laufen viele Nervenenden zusammen, die in den gesamten Körper ausstrahlen und die reinigenden Stoffe aus der Zwiebel in das Immunsystem einspeisen. Deshalb ist dieses Mittel besonders wirksam über Nacht und unterstützt den natürlichen Entgiftungsprozess.

Eine regelmäßige Reinigung der Nase mit Kochsalzlösung sowie eine hohe Flüssigkeitszufuhr an Wasser oder ungesüßtem Tee hilft zusätzlich gegen die unangenehmen Symptome. 

Was tun bei Ohrenschmerzen?

Auch bei Ohrenschmerzen ist die Zwiebel ein bewährtes Mittel und wird hier, ebenso in kleine Würfel geschnitten, verstaut in einem Teebeutel oder einem einfachen Stofftaschentuch vor das Ohr gehalten.

Noch wirkungsvoller sind Zwiebelumschläge, wenn sie zuvor leicht erwärmt werden. Für ein effektives Ergebnis sollten Zwiebelumschläge mindestens über zwei Stunden angewendet werden.

Bei Husten und Halsschmerzen:

Sie ahnen es: Der aus der Zwiebel gewonnene Hustensirup unterstützt auch hier. Er fördert die Muskelentspannung an der Bronchialmuskulatur und hilft dabei, muskulöse Verkrampfungen der Atemwege aufzulösen.

Dazu werden ein bis zwei geschälte und gewürfelte Zwiebeln mit einigen Löffeln Zucker oder Honig in ein Marmeladenglas gegeben und müssen zunächst fest verschlossen ein paar Stunden ziehen. Der ausgetretene Zwiebelsaft wird durchgesiebt und ergibt, verdünnt mit Wasser, einen wirksamen Hustensaft.

Während Halswickel mit Quark oder warmen, zerdrückten Kartoffeln ebenfalls Schmerzen lindern, wärmen Ingwer und heiße Hühnerbrühe von innen und unterstützen das Immunsystem.

Ein aus frischen Ingwerknollen gekochter Tee löst festsitzenden Schleim und wirkt dank der ätherischen Öle gegen den Hustenreiz. Wichtig: Bei Hustenreiz sollte zusätzlich auf alle Milchprodukte verzichtet werden, da diese schleimfördernd wirken. 

Ein Hoch auf Zwiebel, Ingwer und Co. Wir wünschen gute Besserung! Natürlich gilt, wenn die Hausmittelchen keine Linderung verschaffen sollten, immer einen Arzt aufsuchen. 

Foto: © mashiki