Ratgeber

Berufsunfähigkeitsversicherung ohne Gesundheitsfragen?

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU-Versicherung) abschließen möchte, muss quasi immer auch Gesundheitsfragen beantworten. Beim einen Versicherer mehr, beim anderen weniger. Warum? Anhand des Gesundheitsprofils berechnen Versicherer die individuelle Beitragshöhe und entscheiden über etwaige Zuschläge bzw. Ausschlussklauseln für bereits bekannte gesundheitliche Risiken oder gar eine Ablehnung des Antrags. Viele fühlen sich von diesen Fragen verunsichert oder scheuen sich deshalb, eine Berufsunfähigkeitsversicherung in Erwägung zu ziehen.

Warum gibt es Gesundheitsfragen?

Versicherer gehen mit jedem Vertrag ein gewisses Risiko ein, welches sie durch die Gesundheitsfragen besser einzuschätzen versuchen. Es ist wichtig, die Gesundheitsfragen immer wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten, da es sonst zu Leistungseinschränkungen oder sogar zur sogenannten Leistungsfreiheit im Fall der Fälle kommen kann.

Sie müssen aber nur die Fragen beantworten, die Ihnen auch explizit gestellt werden. Dabei ist vor allem auf die Formulierung der Fragen und den abgefragten Zeitraum zu achten. Wie detailliert die Gesundheitsfragen ausfallen, ist von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich.

Vereinfachte oder gar keine Gesundheitsfragen?

Gleich vorweg: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ganz ohne Gesundheitsfragen gibt es – Stand heute in Deutschland – nicht. Sehr wohl gibt es aber BU-Versicherungen mit vereinfachten und somit deutlich reduzierten Gesundheitsfragen, meist im Rahmen von Aktionen und besonderen Angeboten.

Diese vereinfachten Gesundheitsfragen sind häufig auf bestimmte Zielgruppen begrenzt. In der Regel wird eine spezielle Berufsgruppe oder auch nur eine bestimmte Altersklasse angesprochen. In diesen Fällen kann der Versicherer das Risiko spitzer kalkulieren.

Bei der Hannoverschen sind es übrigens im Online-Antragsprozess standardmäßig 5 Gesundheitsfragen. Ergeben sich in diesem Prozess weitere Fragen, da relevante Vorerkrankungen bestehen, dann kommen noch ein paar Fragen hinzu. Insgesamt ist die Hannoversche aber am Markt ganz vorn dabei, wenn es um den Umfang an Gesundheitsfragen geht – wir wollen Ihnen den Abschluss einer BU schließlich so einfach und dennoch so sicher wie möglich machen.

Besonderer Service: Seit kurzem bietet die Hannoversche einen Lotsenservice speziell rund um die Berufsunfähigkeitsversicherung an – hier bekommen Sie einen festen, persönlichen Ansprechpartner, der Sie bei allen Schritten begleitet: Von der Informationsphase, über die Antragsstellung bis hin zur Betreuung über die gesamte Versicherungsdauer.

Gut zu wissen: Haben Sie bereits eine BU-Versicherung? Dann gibt es bei einigen Tarifen und Anbietern die Möglichkeit, zu besonderen Anlässen (u.a. Heirat, Geburt) von der sogenannten Nachversicherungsgarantie Gebrauch zu machen und dann die Versicherungssumme zu erhöhen, ganz ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Haben Sie noch keine BU-Versicherung können Sie sich in unserem Ratgeber informieren, ob auch für Sie eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll ist. 

Gesundheitsfragen - gleichermaßen sinnvoll für Versicherer und Kunde

Natürlich haben Versicherer ein wirtschaftliches Interesse an einem besonders gut zu kalkulierenden Risiko. Doch auch aus Kundensicht sind Gesundheitsfragen von entscheidendem Vorteile. Denn durch die Fragen und die damit erfolgte Risikokalkulation bekommen Sie als Kunde einen individuellen Preis, der zu Ihren Lebensumständen, Ihrem Gesundheitszustand und Berufsrisiko passt. Nur so sind auch vergleichsweise niedrige Beiträge möglich.

Würden Versicherer auf die Gesundheitsfragen gänzlich verzichten, hätten wir eine Standardversicherung, die hinsichtlich der fehlenden Risikotransparenz für Sie als Kundin oder Kunde entsprechend kostenintensiver ausfallen würde.

Risikovoranfrage

Wenn Sie eine nicht ganz so wünschenswerte Gesundheitshistorie haben, bietet es sich an, eine Risikovoranfrage zu starten. So können Sie Überraschungen vermeiden und durch die gewahrte Anonymität haben Sie keinerlei Nachteile.

Empfehlenswert ist es, bei mehreren Versicherungsgesellschaften solch eine Voranfrage zu starten, da jeder Versicherer anders kalkuliert und prüft. Während der eine Versicherer Sie vielleicht ablehnt, arbeitet der andere mit Zuschlägen oder Ausschlussklauseln bei bestimmten Erkrankungen. Ist Ihnen der Beitrag durch Zuschläge oder aufgrund des allgemein kalkulierten Risikos in Ihrem Beruf, zu hoch, ist die Erwerbsunfähigkeitsversicherung oftmals eine mögliche Alternative.

Welcher Tarif ist günstiger? Welcher ist die bessere Wahl?

Der Startertarif lohnt sich insbesondere für alle, die noch in der Ausbildung oder im Studium sind und dementsprechend kein regelmäßiges Einkommen haben.

Die Kosten für die Versicherung sind in den ersten fünf Jahren deutlich niedriger als im Normaltarif. Der Vorteil: Wer sich frühzeitig gegen Berufsunfähigkeit absichert, hat den sinnvollen Versicherungsschutz zu einem günstigen Preis und meist ohne krankheitsbedingte Zuschläge.

Der Normaltarif eignet sich für alle, die ein geregeltes, festes Einkommen haben. Der Beitrag bleibt in dieser Tarif-Variante konstant.

Fazit

Der Startertarif ist vor allem für die jüngere Zielgruppe interessant. Das Tarifmodell wurde speziell für die Bedürfnisse von Menschen in Ausbildung, Studium und für Berufseinsteiger entwickelt.

Wer älter als 35 ist oder ein solides Einkommen hat, kann sich direkt für den Normaltarif entscheiden.

Mehr zu unseren Tarifen im Vergleich erfahren Sie auch in unserem Ratgeber "Berufsunfähigkeitsversicherung im Vergleich".

Sie haben noch Fragen?

Unsere Absicherungsexperten lotsen Sie gerne durch das Thema Berufsunfähigkeitsversicherung und finden mit Ihnen den optimalen Schutz für genau Ihre Lebenssituation. Wir sind für Sie da!

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