Viele Versicherungen werden neu berechnet: Wer dieses Jahr abschließt, kann garantiert profitieren!

Von der Öffentlichkeit nur wenig bemerkt, ändert sich mit dem Jahreswechsel die Berechnungsgrundlage für Beiträge und Prämien einiger der wichtigsten Versicherungen überhaupt. Betroffen sind unter anderem private Rentenpläne, die betriebliche Rente, die immer wichtiger werdende Berufsunfähigkeitsversicherung, die Sterbegeld­versicherung und Deutschlands Familienschutz Nummer 1, die Risikolebens­versicherung. Der Effekt: Die Absicherung von Risiken wird teilweise deutlich teurer, während die garantierten Auszahlungs­summe­n bei den beliebten Ansparprodukten sinken. Das Fazit kann man deshalb recht einfach und direkt vorwegnehmen: Wer sich irgendwann sowieso absichern will, sollte am besten noch in diesem Jahr handeln. Nur so sichert man sich die alten Berechnungsgrundlagen – und zwar über das ganze Versicherungsleben lang hinweg. Warum das so ist, wie viel das ausmacht und was sich genau ändert, erklären wir im Text.

Letzte Chance für die alten Konditionen

Der Höchstrechnungszins, und damit in der Regel auch der Garantiezins, sinkt zum 1.1.2022 deutlich von 0,9 % auf dann nur noch 0,25 %. Der Garantiezins gibt an, mit wie viel Prozent eine Versicherung die Beiträge ihrer Kunden durchgängig bis zum Vertragsende ihrer Kunden verzinsen muss.

Da kommt so einiges zusammen: Mit dem alten Zinssatz lassen sich bei einer Rentenversicherung, egal ob betrieblich oder privat, gemäß einer Prognose vom Bund der Versicherten rund 20 % sparen*. Und auch bei Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) und Risikolebens­versicherung (RLV) sind es bis zu 10 %, haben Experten ausgerechnet. Warum ist das so und wie funktioniert das?

Die Beiträge werden zum Garantiezins angelegt

Bei einer Rentenversicherung oder auch Sterbegeld­versicherung werden die Sparbeiträge der Kunden verzinst, und das immer mindestens zum Garantiezins. Je höher nun also der Zins, desto höher die spätere, garantierte Auszahlung.

Etwas anders liegt es bei BU und RLV. Hier bilden die Versicherungen aus den Beiträgen Rücklagen, um im Fall der Fälle leisten zu können. Auch diese Deckungsrücklagen werden verzinst, und das bei Vertragsabschlüssen ab Anfang 2022 nur noch zu dem deutlich niedrigeren Garantiezinssatz. Die Folge: Es müssen höhere Beiträge fließen, um die gleiche Deckung zu gewährleisten. Die Absicherung wird also zwingend teurer werden.

Stichwort: Überschüsse

Wie teuer eine Versicherung am Ende ihrer Laufzeit tatsächlich wird bzw. wie viel Geld an die Sparer zurückfließt, hängt allerdings nicht ausschließlich vom Garantiezins ab. Die Versicherungsunternehmen versuchen natürlich, mehr zu erwirtschaften – und geben mögliche Zugewinne dann auch an ihre Kunden weiter. Diese sogenannten Überschüsse entstanden etwa bei der Hannoversche, einer sehr konservativ rechnenden Versicherung, in den letzten Jahrzehnten ganz regelmäßig  

Doch nicht ohne Grund heißt es: „Prognosen sind schwierig, vor allem, wenn sie die Zukunft betreffen.“ Niemand kann exakt vorhersagen, wie sich das Zins- und Marktumfeld in den kommenden 40 bis 60 (Beitrags-)Jahren entwickeln wird.

Um sich ein klareres Bild zu verschaffen, lohnt sich deshalb vielleicht ein Blick zurück: Früher übliche Lebens­versicherung­en, wie sie noch bis in das Jahr 2000 hinein verkauft wurden, begeistern die Sparer von heute mit garantierten Zinssätzen von 4 %. Wer damals eingestiegen ist, profitiert aus aktueller Sicht von traumhaften Garantie-Renditen.

Rechtzeitig handeln und sparen

Wer sich jetzt noch den alten, höheren Zinssatz für die kommenden Jahre und Jahrzehnte festschreiben lassen möchte, muss seine Versicherung zwingend noch in 2021 abschließen. Doch Achtung: Interessierte sollten damit auf keinen Fall ganz bis zum kalendarischen Ende des Jahres warten. Kaum ein Anbieter wird diese Verträge tatsächlich bis zum 31.12. anbieten.

Das gilt übrigens auch für die Hannoversche: Der Stichtag für den Eingang des unterschriebenen Antrags ist bei uns der 16.12.2021. Nur wer sich schon bis dahin entschieden hat, sichert sich die alten Leistungen und spart durchschnittlich bis zu 20 % bei Sterbegeld­versicherung, privater und betrieblicher Altersvorsorge.

Das gleiche gilt für alle, die in den Genuss der bis zu 10 % günstigeren Beiträge bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung oder einer Risikolebens­versicherung kommen möchten.

Für viele Menschen könnte es also eine sehr gute Idee zu sein, diesen Herbst zum intensiven Vergleichen zu nutzen.

Wir informieren Sie und beantworten Ihre Fragen dazu auch gerne persönlich: Rufen Sie uns einfach an, unsere Experten sind unter der Telefonnummer 0511 95 65 0 von Montag bis Freitag von 8 bis 20 Uhr und am Samstag von 10 bis 16 Uhr für Sie da!

*Stellungnahme, Bund der Versicherten

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