Rauchmelder-Pflicht – was das Gesetz vorschreibt und welche Versicherung im Brandfall greift

13. August 2015 | Autor: Redaktionsteam Hannoversche | Kommentare: 24 | Bewertung: Bitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung ab (32)

Rauchmelder-Pflicht

In vielen deutschen Bundesländern ist die Rauchmelder-Pflicht bereits beschlossen. Die neuen Regeln werfen in diesem Zuge auch die Frage nach der richtigen Versicherung im Fall eines Brandes auf. Welche Versicherung zahlt im Schadensfall und wer ist für die Einhaltung der Rauchmelder-Pflicht verantwortlich? Hausratversicherung und Wohngebäudeversicherung stehen zuverlässig an Ihrer Seite, wenn der schlimmste Fall eintritt und Sie Opfer eines Wohnungsbrandes werden. Diese Versicherungen schützen Sie vor finanziellen Schäden. Was Sie aber tun können, um im Brandfall Ihr Leben und das Ihrer Angehörigen zu schützen, erfahren Sie hier.

Jedes Jahr sterben in Deutschland etwa 500 Menschen an den Folgen eines Wohnungsbrandes. Zwei Drittel von ihnen werden im Schlaf vom Feuer überrascht. Der häufigste Grund: Nachts schläft auch der Geruchssinn tief und fest. Beginnt sich der Rauch in der Wohnung auszubreiten, bemerken die Schlafenden den Geruch nicht und sterben in den meisten Fällen nicht an Verbrennungen, sondern an einer Rauchvergiftung. Nur zwei oder drei Atemzüge genügen und der Körper fällt in eine tiefe Bewusstlosigkeit, die in den Tod übergeht. Auch wenn der Körper im Schlaf nicht auf Gerüche reagiert, reagiert er doch blitzschnell auf Geräusche. So rettet ein Rauchmelder – richtig installiert und regelmäßig gewartet – immer wieder Leben und verschafft Ihnen im Notfall den entscheidenden Vorsprung, Ihr Leben und das Ihrer Familie zu schützen.

Etwa so groß wie eine Untertasse, ausgestattet mit feinen Sensoren, die Rauchpartikel in der Luft erkennen, reißt der kleine Lebensretter Sie mit lautem Alarm aus dem Schlaf – so schnell, dass Sie genug Zeit haben, die Wohnung zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen. Bei geringem Aufwand, die Rauchmelder anzubringen, erzielen Sie große Wirkung. Fragt sich, warum es in Deutschland immer noch viele Haushalte gibt, die auf Rauchmelder verzichten und so großen Schaden leichtsinnig riskieren.

Rauchmelder-Pflicht – Ihre Versicherung für den Notfall

In den meisten Bundesländern besteht seit einigen Jahren die Pflicht, in bestimmten Räumen Rauchmelder anzubringen. Vorreiter war Rheinland-Pfalz – hier gilt die Rauchmelderpflicht bereits seit 2003 für Neubauten und Umbauten. Die meisten Bundesländer haben sich in den Folgejahren diesem Beispiel angeschlossen und die umfassende Pflicht beschlossen. Zurzeit besteht nur in Berlin, Brandenburg und Sachsen noch keine Rauchmelder-Pflicht – konkrete Pläne dazu gibt es aber zumindest in Berlin und Brandenburg bereits.

Das bedeutet aber noch nicht, dass in den übrigen Bundesländern jede Wohnung mit einem oder mehreren Rauchmeldern ausgestattet ist. Die exakten Bestimmungen differieren von Land zu Land. Insbesondere bestehen Unterschiede in der Verordnung bezüglich der Frist, in der auch in Bestandsbauten Rauchmelder nachgerüstet werden müssen. Wenn in den Ländern auch schon alle neu erbauten Häuser mit Rauchmeldern versehen werden und im Rahmen von größeren Umbaumaßnahmen Geräte angebracht werden, fehlen die lebensrettenden Alarmauslöser noch in vielen älteren Gebäuden – für diese gibt es Sonder- bzw. Übergangsregelungen. Bis wann auch in diesen Gebäuden Rauchmelder zur Pflichtausstattung werden, unterscheidet sich von Land zu Land stark.

Tipp: Informieren Sie sich als Eigentümer und Mieter umfassend über die Bestimmungen zur Rauchmelder-Pflicht in Ihrem Bundesland. Grundlegend gilt: Nichtwissen schützt vor Konsequenzen nicht und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Rauchmelder-Pflicht überall verbindlich gilt.

In vielen Ländern ist die Nachrüstung längst geschehen, die letzte Frist läuft in Thüringen aber erst Ende 2018 aus. Rauchmelder müssen jedoch nicht in allen Räumen angebracht werden. Das Gesetz sieht Geräte in allen Schlafräumen, Kinderzimmern und Fluren, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, vor.

Die Rauchmelderpflicht der Bundesländer im Überblick:

  • Baden-Württemberg: Die Pflicht gilt für alle Neu- und Umbauten seit dem 10.07.2013. Bestehende Gebäude müssen bis zum 31.12.2014 mit Rauchmeldern ausgestattet sein.
  • Bayern: Neu- und Umbauten unterliegen seit dem 01.01.2013 der Rauchmelderpflicht, bestehende Bauten ab dem 31.12.2017.
  • Berlin: Es besteht keine Rauchmelderpflicht. Diese ist aber in Planung.
  • Brandenburg: Es besteht keine Rauchmelderpflicht. Diese ist aber in Planung.

Die Rauchmelder-Pflicht in den Bundesländern im Überblick

  • Bremen: Neu- und Umbauten unterliegen seit dem 01.05.2010 der Rauchmelderpflicht, bestehende Gebäude ab dem 31.12.2014.
  • Hamburg: Hier müssen Neu- und Umbauten bereits seit dem 01.04.2006 mit Rauchmeldern versehen werden. Bestehende Bauten unterliegen seit dem 31.12.2010 der Pflicht.
  • Hessen: Für Neu- und Umbauten gilt Rauchmelderpflicht seit dem 24.06.2005. Ältere Gebäude müssen bis zum 31.12.2014 nachgerüstet werden.
  • Mecklenburg-Vorpommern: Neu- und Umbauten unterliegen seit dem 01.02.2006 der Pflicht, bestehende Gebäude seit dem 31.12.2009.
  • Niedersachsen: Für Neu- und Umbauten gilt die Rauchmelderpflicht seit dem 01.01.2010, für bestehende Bauten ab dem 31.12.2015.
  • NRW: Rauchmelderpflicht gilt für Wohnungen, die nach dem 01.04.2013 errichtet oder genehmigt wurden, für bestehende Wohnungen ab dem 31.12.2016.
  • Rheinland-Pfalz: Für Neu- und Umbauten gilt Rauchmelderpflicht seit dem 23.12.2003 und für bestehende Wohnungen seit dem 12.07.2012.
  • Saarland: Rauchmelderpflicht gilt für Neu- und Umbauten, die nach dem 18.02.2014 erstellt oder umgebaut wurden.
  • Sachsen: Es gibt keine Rauchmelderpflicht.
  • Sachsen-Anhalt: Neu- und Umbauten müssen seit dem 17.02.2009 über Rauchmelder verfügen. Bestehende Wohnungen müssen ab dem 1.12.2015 damit ausgestattet werden.
  • Schleswig-Holstein: Für Neu- und Umbauten gilt seit dem 01.04.2005 Rauchmelderpflicht. Für bestehende Wohnungen ist die Pflicht seit dem 31.12.2010 gültig.
  • Thüringen: Für Neu- und Umbauten gilt die Rauchmelderpflicht seit dem 29.02.2008, für bestehende Wohnungen ab dem 31.12.2018

Mehr über die Einbaupflicht und Verantwortlichkeiten für Eigentümer und Vermieter in den einzelnen Bundesländern finden Sie hier.

Wer ist für die Installation des Rauchmelders verantwortlich?

Gesetzliche Pflicht hin oder her – letztendlich muss klar sein, wer die Verantwortung für die Umsetzung dieser Bestimmung trägt. Eigentümer des Hauses, Mieter oder Bauherr: Wer muss Sorge tragen, dass die Pflicht umgesetzt wird und wer haftet für den Fall, dass Vorschriften missachtet werden? In den meisten Fällen sind die Verantwortlichkeiten für ordnungsgemäße Installation und Wartung mehr oder weniger klar festgelegt.

In der Regel ist es der Bauherr bzw. der Eigentümer oder Vermieter, der Rauchmelder anbringen muss oder einen Fachmann damit zu beauftragen hat. In Mecklenburg-Vorpommern sieht die Lage anders aus: Hier muss immer der Mieter bzw. der Besitzer des Hauses die fachgerechte Installation verantworten, wenn er selbst der Bewohner ist. Was auf den ersten Blick recht unkompliziert erscheint, bedarf jedoch einiger Vorsicht, soll es nicht zu Missverständnissen mit unabschätzbaren Folgen kommen.

Die Pflicht zur Installation der Geräte ist recht klar geregelt, was ist aber mit der Wartung der Rauchmelder? Ein qualitativ hochwertiges Gerät sollte eine Mindestlebensdauer von zehn Jahren haben. Wer will aber das Risiko eingehen, dass die Alarmgeräte im Ernstfall ihren Dienst versagen und schwerer Schaden entsteht? Deshalb ist es ein guter Tipp, regelmäßig zu prüfen, ob alle Rauchmelder tadellos funktionieren. Gesetzlich bestimmt ist in Bayern, Bremen, Hessen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein, dass der Mieter selbst gewährleisten muss, dass die Geräte zu jeder Zeit uneingeschränkt betriebsbereit sind. In allen übrigen Bundesländern muss der Eigentümer/Vermieter dafür Sorge tragen. Ein Unterfangen, das vom Vermieter nicht immer so leicht zu realisieren ist.

Viele Vermieter übertragen die Instandhaltungspflicht deshalb mit einer Klausel im Mietvertrag an ihre Mieter. Der Vermieter ist dann aber noch immer nicht aus seiner Pflicht entlassen – er muss gewährleisten, dass der Mieter in der Lage ist, die Instandhaltung fachgerecht durchzuführen. Im anderen Fall muss eine Firma mit diesen Aufgaben beauftragt werden.

Ein Tipp: Sollten Sie sich unsicher sein, welche Verantwortung Sie bezüglich der Einhaltung der Rauchmelder-Pflicht haben, schauen Sie sorgfältig in Ihrem Mietvertrag nach oder sprechen Sie mit Ihrem Vermieter, wie die Wartung geregelt werden soll.

Tipps für die fachgerechte Installation – so erfüllen Sie die Rauchmelder-Pflicht

Ein hochwertiges Gerät in jedem vorgesehenen Raum hilft ihnen im Notfall nicht, wenn es aufgrund von Fehlern bei der Installation nicht ordnungsgemäß funktioniert. Um das zu vermeiden, sollten Sie beim Anbringen von Rauchmeldern diese Tipps beachten:

  • Bringen Sie Rauchmelder immer an der Decke an. Rauch steigt nach oben – nur so kann das Gerät schnellstmöglich Rauchpartikel wahrnehmen und Alarm schlagen.
  • Mittig an der Decke oder mindestens 50 cm entfernt von der Wand ist der ideale Platz für den Rauchmelder.
  • Bringen Sie den Rauchmelder in eine waagerechte Position – auch bei Dachschrägen.
  • Der Rauchmelder sollte sich nicht in der Nähe starker Zugluft befinden und nicht in Räumen angebracht werden, in denen starker Dampf oder Staub entsteht. In Küche und Badezimmer lösen Rauchmelder schnell Fehlalarm aus, weil sie Dampf und Staubpartikel nicht von Rauchpartikeln unterscheiden können.

Ein weiterer wichtiger Tipp: Sparen Sie nicht an Ihrer Sicherheit. Zwar sind Rauchmelder schon für etwa fünf Euro erhältlich, achten Sie aber dennoch auf Qualität und sparen Sie nicht an der falschen Stelle. Beachten Sie das CE-Zeichen und die Prüfnummer unter der Angabe „EN14604“. Das CE-Siegel gibt erst einmal nur an, dass das Produkt in Europa verkauft werden darf – über die Qualität sagt es aber noch nichts aus. Um ein wirklich gutes Gerät zu finden, erkundigen Sie sich in einem Elektrofachhandel, bei einem Sicherheitsunternehmen oder einer Brandschutzfirma. Hier werden Sie fachkundig beraten – auch zum Thema fachgerechter Umgang mit dem Rauchmelder.

Wenn der schlimmste Fall eintritt – welche Versicherung zahlt im Schadenfall beim Wohnungsbrand?

Grundsätzlich dienen spezielle Feuerversicherungen der Absicherung gegen Brandschäden aller Art. In den wenigsten Fällen entsteht ein Brand in den Wohnräumen durch Fahrlässigkeit – etwa durch unbeaufsichtigte Kerzen oder die angelassene Herdplatte. Viel häufiger sind unverschuldete Fälle wie defekte Elektrogeräte oder extreme Wetterbedingungen wie ein Blitzschlag der Brandherd. So schützt also hohe Achtsamkeit in den eigenen vier Wänden nicht zu 100 Prozent vor einem Brand in der Wohnung.

Eine ausgebrannte Wohnung bedeutet häufig Existenzverlust in vielerlei Hinsicht: Wer nicht verletzt ist oder gar im Feuer ums Leben kommt, verliert lieb gewonnene Erinnerungsstücke sowie wichtige Dokumente und steht vielleicht vor dem finanziellen Ruin. Letzteres kann eine gute Feuerversicherung verhindern. Meist ist diese in die Wohngebäudeversicherung oder in die Hausratversicherung integriert.

Die Wohngebäudeversicherung richtet sich an den Immobilieneigentümer. Sollte dieser die Immobilie über eine Bank finanzieren, ist die Feuerversicherung meist vorgeschrieben und im Vertrag festgesetzt. Die Wohngebäudeversicherung übernimmt Schäden, die am Gebäude selbst entstehen.

Die Hausratversicherung kann vom Eigentümer und/oder vom Mieter abgeschlossen werden. Sie deckt je nach Umfang auch den Wert des persönlichen Eigentums und übernimmt die Kosten für Schäden an beweglichen Gegenständen sowie Teilen des Hauses. Risiken wie Blitzeinschlag und Explosion von Elektrogeräten sind in der Versicherung eingeschlossen – Folgekosten durch Rauch und Löschmittel werden bis zur Höhe der Versicherungssumme übernommen.

Vorsicht: Die Feuerversicherung springt selbstverständlich nicht ein, wenn Sie den Brand vorsätzlich herbeiführen. Auch Um- und Anbauten, die nicht der Versicherung gemeldet werden, können den Versicherungsschutz beeinträchtigen. Ein wichtiger Tipp deshalb: Sämtliche bauliche Veränderungen sollten Sie immer umgehend dem Versicherer melden.

Fazit

Zusammenfassend bedeutet das für Sie:

  • Bei Brandschäden verpflichtet sich die Wohngebäude- oder die Hausratversicherung dazu, die Kosten zu übernehmen. Fälle von grober Fahrlässigkeit decken diese Versicherungen meist nur zum Teil ab, bei der Hannoverschen Hausratversicherung ist grobe Fahrlässigkeit zum Beispiel bis 5.000€ mitversichert.
  • Im Fall von vorsätzlich herbeigeführten Bränden kommt weder die Hausratversicherung noch die Wohngebäudeversicherung auf.
  • Beachten Sie, dass in Deutschland die Bauordnungen der Bundesländer regeln, ob bei Neubauten oder Umbauten Rauchmelder eingebaut werden müssen und wann diese bei bestehenden Bauten nachgerüstet werden müssen. Diese Bestimmungen differieren stark.
  • Wenn Sie in der Einbau- und Wartungspflicht der Rauchmelder sind: Dokumentieren Sie sorgfältig alle Arbeiten, so können Sie stets den Nachweis über Ihre Sorgfalt erbringen.

Wer diese Tipps beachtet und das Thema Sicherheit und Brandschutz nicht auf die leichte Schulter nimmt, schützt sich in vielerlei Hinsicht. Mit geringem finanziellen und zeitlichen Aufwand erzielen Sie große Wirkung. Selbst dann, wenn Ihr Bundesland die Rauchmelder-Pflicht noch nicht beschlossen hat, sollten Sie sich für das Thema sensibilisieren und freiwillig für Ihre Sicherheit sorgen. Im Brandfall schenkt Ihnen der Rauchmelder wertvolle Zeit, sich und Ihre Angehörigen zu schützen.

Trotz allem ersetzt der Rauchmelder keine zuverlässige Feuerversicherung. Der Rauchmelder verhindert nicht den Brand, sondern warnt Sie lediglich frühzeitig vor der Gefahr. Wer sich in Sicherheit bringen konnte, wird mit den finanziellen Konsequenzen des Wohnungsbrandes konfrontiert. Gut beraten ist der, der sich doppelt absichert: mit dem Rauchmelder als Versicherung für Ihr Leben, mit der Hausratversicherung als Schutz für Hab und Gut.

Haben Sie bereits einen Rauchmelder nachgerüstet?
Hat ein Rauchmelder Ihnen schon einmal das Leben gerettet?

 

—-Der Artikel wurde aktualisiert—- 

Quellen: Bild oben © stockWERK – Fotolia.com, Bild im Text © Tristan3D – Fotolia.com


Kategorien: Allgemein

Kommentare:
  1. Geschrieben von Hans-Joachim Diedering | am 30. Juli 2014 um 16:00 Uhr

    Wer kommt für den Schaden bei Fehlalarm auf, wenn in Abwesenheit die Feuerwehr die Wohungstür aufbricht. Gibt es hier einene Mitschuld, auch wenn man die Geräte überprüft hat? Und muss man das nachweisen?


    • Antwort geschrieben von Redaktionsteam Hannoversche | am 4. August 2014 um 11:17 Uhr

      Sehr geehrter Herr Diedering,

      der Wohnungseigentümer muss hinnehmen, dass die Feuerwehr die Tür bei „Gefahr im Verzug“ aufbricht. Die Kosten für die Reparatur der Tür muss er selbst übernehmen und kann die Erstattung der Kosten bei keiner Versicherung geltend machen.

      Die Kosten für den Feuerwehreinsatz trägt evtl. die Haftpflichtversicherung des Wohnungs-/Hausbesitzers. Dies wird die Versicherung im Einzelfall aber genau prüfen. Es ist allerdings nicht klar, ob es überhaupt zu einer Forderung seitens der Stadt/Gemeinde bezüglich einer Kostenübernahme für den Feuerwehreinsatz kommen würde.

      Zu dem Thema gab es am Freitag einen Artikel im Versicherungsjournal http://www.versicherungsjournal.de/markt-und-politik/wenn-die-feuerwehr-zum-einbrecher-wird-119669.php

      Wir hoffen, wir konnten Ihre Frage beantworten.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Ihr Hannoversches Redaktionsteam


  2. Geschrieben von Stempele | am 21. November 2014 um 17:28 Uhr

    Hallo,
    Wie sieht eine fachgerechte Installation und Inspektion eines Feuermelders aus? Und, Gibt es in BW eine gesetzliche Regelung zwischen Mieter und Vermieter?
    Danke!


  3. Geschrieben von Fritzges Harald | am 20. Januar 2015 um 18:35 Uhr

    Unser Haus ist schon lange mit Rauchmeldern ausgestattet. Jetzt hat ein Bekannter gesagt man müsste Rauchmelder nach 10 Jahren austauschen.
    Stimmt das?


    • Antwort geschrieben von Redaktionsteam Hannoversche | am 21. Januar 2015 um 16:27 Uhr

      Sehr geehrter Herr Fritzges,

      Ihr Bekannter hat nicht ganz unrecht. Rauchmelder haben aufgrund von Alterung der elektronischen Bauteile – darunter fallen vor allem die Sensoren – eine begrenzte Dauer, in der das reibungslose Funktionieren gewährleistet werden kann. Die gängige Norm DIN 1476 schreibt vor, dass Rauchmelder nach spätestens 10 Jahren (+ 6 Monate) nach erster Inbetriebnahme ausgetauscht werden müssen. Auf den Geräten mit fest eingebauter 10-Jahres-Batterie ist meistens das genaue Austauschdatum angegeben.

      Wir hoffen, Ihre Frage damit beantworten zu können.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Ihr Hannoversches Redaktionsteam


  4. Geschrieben von Kuhn Michael | am 1. Februar 2015 um 21:14 Uhr

    Wir haben es so gelöst das wir die Rauchmelder nach einer schulung von unserem Hausmeister montieren lassen und auch die Jährliche sicht und funktionsprüfung wird vom Hausmeister durchgeführt. Dadurch entstehen in 10 Jahren nur die einmalige anschafungskosten die der Vermieter trägt.


  5. Geschrieben von Hansen | am 17. März 2015 um 18:52 Uhr

    Kann die Versicherung die Entschädigungssumme nach einem Brandschaden kürzen weil keine Rauchmelder installiert waren oder nicht funktionierten?


    • Antwort geschrieben von Redaktionsteam Hannoversche | am 23. März 2015 um 10:13 Uhr

      Sehr geehrter Hansen,

      in den Versicherungsbedingungen zur Hausratversicherung sind die Pflichten des Versicherungsnehmers – die so genannten Obliegenheiten – geregelt. Diese bestimmen unter anderem, dass der Versicherungsnehmer alle gesetzlichen, behördlichen und vertraglich vereinbarten Sicherheitsvorschriften zu erfüllen hat. Zu den gesetzlichen Sicherheitsvorschriften zählt auch die Installation und Wartung von Rauchmeldern (je nach Bundesland). Verletzt der Versicherungsnehmer vorsätzlich oder grob fahrlässig diese Obliegenheit, so kann der Versicherer im Schadenfall seine Leistung kürzen oder ganz leistungsfrei sein.

      Rauchwarnmelder können keinen Brand verhindern! Die Geräte dienen ausnahmslos dem Personenschutz und nicht dem Schutz der Sachwerte. Daher hat bei der Hannoverschen das Fehlen eines Rauchwarnmelders – trotz gesetzlicher Vorgaben vieler Bundesländer – keine Auswirkungen auf den Versicherungsschutz!

      Mit freundlichen Grüßen,
      Ihr Hannoversches Redaktionsteam


  6. Geschrieben von seifert | am 9. August 2015 um 08:50 Uhr

    Ich habe ältere Mietveträge mit den Mietern, dort ist nicht aufgeführt “Rauchmelder” und wer sie bezahlen muss,(Mieten/Kaufen/Wartung) wenn ich die Betriebskostenabrechnung erstelle. Wie verhalte ich mich nun? Es ist in NRW ab 2016 Pflicht.


    • Antwort geschrieben von Redaktionsteam Hannoversche | am 13. August 2015 um 12:24 Uhr

      Vielen Dank für Ihre Frage.

      Wir beziehen uns auf Informationen der Stiftung Warentest:

      Die Kosten für Installation und Wartung der Rauchwarnmelder (Wartung wird in Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein vom Mieter übernommen) darf der Vermieter grundsätzlich auf den Mieter umlegen. Anschaffungskosten für den Kauf der Melder auf die jährlichen Betriebskosten umzulegen ist hingegen unzulässig. Trotzdem möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass Rauchmelderpflicht Ländersache ist und es immer noch keine einheitlichen Regelungen diesbezüglich gibt. Ein Beispiel wäre die Frage: Was ist, wenn die Wartungskosten nicht explizit im Mietvertrag aufgeführt sind? Laut dem Landgericht Magdeburg darf der Vermieter die Wartung dennoch auf die Mieter verteilen (Az. 1 S 171/11). Das Amtsgericht Bielefeld aber stellt sich auf die Seite des Mieters (Az. 17 C 288/11): Wartungskosten, die nicht im Vertrag stehen, muss er nicht bezahlen.

      Weiterführende Informationen finden Sie hier.

      Für die rechtliche Richtigkeit der Aussage übernehmen wir keine Haftung.


  7. Geschrieben von André | am 8. Oktober 2015 um 14:19 Uhr

    ab eine Frage.
    Meine Wohngesellschaft will ihre Pflicht durchsetzen,rauchmelder zu installieren. Habe jedoch schon seit 3 Jahren,wie ich glaube sehr gute installiert und auch auf die Positionierung geachtet. Bin ich laut Gesetz dazu verpflichtet deren rauchmelder installieren zu lassen? Habe für meine teures Geld bezahlt, welches mir garantiert keiner ersetzen wird.
    Für eine einfache Antwort wäre ich sehr dankbar.


    • Antwort geschrieben von Redaktionsteam Hannoversche | am 13. Oktober 2015 um 11:56 Uhr

      Vielen Dank für Ihre Frage.

      Grundsätzlich dürfen bereits vom Mieter installierte Rauchwarnmelder weiter benutzt werden, sofern der Vermieter damit einverstanden ist und sich von der ordnungsgemäßen Installation und Betriebsbereitschaft überzeugen lässt. Allerdings sind die Eigentümer/Vermieter nicht explizit dazu verpflichtet, bereits vorhandene Rauchwarnmelder weiterhin zu verwenden. Diese Regelung gilt u. a. für NRW und Bayern.

      Beachten Sie jedoch bitte:
      Sonder- und Einzelfallregelungen sind in den verschiedenen Bundesländern sehr unterschiedlich und richten sich im Zweifelsfall nach dem Mietvertrag. Um auf Nummer sicher zu gehen, klären Sie die Zuständigkeit für die Geräte mit Ihrem Vermieter.


  8. Geschrieben von Ilona Holland | am 20. Oktober 2015 um 23:50 Uhr

    Guten Tag,
    habe auch eine Frage zu Rauchmeldern:
    Besitze seit 3 Jahren Rauchmelder nach Dinnorm und 10 Jahre Haltbarkeit, prüfe regelmässig. Nun verlangt der Hausveralter neue Melder von Fachfirma und jährlicher Wartung. Muss ich das hinnehmen? Bin Eigentümer der Wohnung und möchte selbst weiterhin Gerät prüfen. Soll bis 31.8.16 dokumentiert werden und einreichen. Kann ich auch das selbst erledigen und wie?
    Über eine Nachricht wäre ich dankbar.
    Mit freundlichen Grüßen
    Ilona Holland


    • Antwort geschrieben von Redaktionsteam Hannoversche | am 27. Oktober 2015 um 10:21 Uhr

      Sehr geehrte Frau Holland,

      vielen Dank für Ihre Frage.

      Leider haben wir trotz umfassender Recherche keine eindeutige Antwort dazu ermitteln können. Das liegt sowohl an den variierenden Bauordnungen der einzelnen Bundesländer als auch an den unterschiedlichen Meinungen in Fachliteratur und Rechtssprechung zu der Frage, ob Rauchwarnmelder in der eigenen Wohnung als Sondereigentum (AG Hamburg-Wandsbek, Urteil vom 21.06.2010 – Az.: 740 C 31/10) oder als Gemeinschaftseigentum (LG Hamburg, 05.10.2011 – 318 S 245/10; OLG Frankfurt Az. 23 O 416/08) einzustufen sind.

      Grundsätzlich ist der Eigentümer für Einbau und Instandhaltung der Rauchwarnmelder zuständig; wenn er aber Teil von einer WEG (Wohneigentümergemeinschaft) ist, kann es unter Umständen sein, dass einheitliche, von der WEG-Verwaltung beschlossene Ausstattungsstandards für ihn obligatorisch und daher unmittelbar umzusetzen sind.

      Diese Informationen sind allerdings nur auf der Basis unserer Recherche zusammengefasst und daher ohne jeglichen Anspruch auf juristische Richtigkeit oder Vollständigkeit. Bitte lassen Sie sich im Zweifel von einem Mieter- oder Eigentümerverband bzw. einem Rechtsanwalt beraten.

      Ihr Hannoversches Redaktionsteam


  9. Geschrieben von Hellauer Gerhard | am 22. Oktober 2015 um 10:59 Uhr

    Guten Tag,
    ich habe eine Frage, bezüglich der Wartung und Dukomentation. Ist es Pflicht diese Dukomentation zu führen und der Hausverwaltung vorzulegen, oder reicht es, wenn ich die Duko führe und in das mitgelieferte Dukoheft beim Kauf eines Rauchmelders schreibe und bei mir aufbewahre. Wir sind ein 12 Parteienhaus. Laut unserem Hausverwalter sind wir eine Gemeinschaft und müssen angeblich die Dukometation über ein Funknetz laufen lassen ,von einer Firma was im Jahr 25 euro kostet. 25×10 Jahre sind jedemenge neue Rauchmelder.

    MfG
    Hellauer Gerhard


    • Antwort geschrieben von Redaktionsteam Hannoversche | am 27. Oktober 2015 um 10:17 Uhr

      Sehr geehrter Herr Hellauer,

      vielen Dank für Ihre Frage.

      In Bundesländern mit Rauchmelderpflicht gilt die Anwendernorm DIN 14676, nach der Rauchwarnmelder regelmäßig gewartet werden müssen. Die genauen Wartungsvorgaben sind in der Bedienungsanleitung festgelegt; die Prüfung sollte jedoch mindestens alle 12 Monate ± 3 Monate durchgeführt und auch dokumentiert werden.

      Es gibt – nach unserem Kenntnisstand – derzeit keine rechtlich verbindliche Gesetzesgrundlage, wer wie genau die jährliche Prüfung protokollieren soll. Wenn eine Fachfirma dies übernimmt, gelten Prüfbericht oder Rechnung als rechtssichere Dokumentation. Wenn Sie es selbst übernehmen, sollten Sie die Ergebnisse in ein Wartungsheft eintragen und bei Inspektionsterminen vorlegen können.

      Ob die Hausverwaltung Sie dazu verpflichten kann, eine externe Firma mit der Wartung/Dokumentation der Geräte zu beauftragen, ist allerdings eine juristische Frage, auf die wir leider keine eindeutige Antwort geben können. Daher würden wir auf die Expertise von Mieterschutzbund/Eigentümerverband oder eines Rechtsanwalts verweisen.

      Ihr Hannoversches Redaktionsteam


  10. Geschrieben von Günter | am 28. Dezember 2015 um 21:50 Uhr

    1. In allen Artikeln wird immer nur von Wohnungen gesprochen. Unklar ist ob diese Pflicht auch für Einfamilienhäuser gilt.
    2. Für NRW gilt “In Wohnungen müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben.”
    In meinem Haus führt dann aber der Rettungsweg über das Treppenhaus, das Wohnzimmer und die Diele ….
    Was ist denn hier nun gewünscht/gefordert ?


    • Antwort geschrieben von Redaktionsteam Hannoversche | am 22. Januar 2016 um 10:12 Uhr

      Vielen Dank für Ihre Frage.

      Zu Punkt 1:
      Laut dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen (MBWSV) enthält ein Einfamilienhaus auch eine Wohnung und ist deshalb mit Rauchmeldern auszustatten.

      Zu Punkt 2:
      Laut §49 (Abschnitt 7) der Bauordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) „ […] müssen Schlafräume und Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mindestens einen Rauchwarnmelder haben.“ Da in Ihrem Fall der Rettungsweg über das Treppenhaus, das Wohnzimmer und die Diele führt, müssten auch dort Rauchmelder angebracht werden. In offenen Treppenhäusern genügt in der Regel ein Warnmelder in der obersten Etage. Verfügt Ihr Einfamilienhaus über mehr als eine Etage, wäre allerdings zu empfehlen, auf jeder Ebene einen Rauchmelder zu installieren.

      Diese Informationen sind nur auf der Basis unserer Recherche zusammengefasst und daher ohne jeglichen Anspruch auf juristische Richtigkeit oder Vollständigkeit.

      Ihr Hannoversches Redaktionsteam


  11. Geschrieben von Erlenkamp | am 20. Januar 2016 um 10:59 Uhr

    Habe schon über 120,00 Euro für Rauchmelder
    ausgegeben. ( Verschiedene Hersteller )
    Bisher funktioniert nicht ein Melder.
    Für mich ist das alles Schrott.. Deshalb ist Vorsicht geboten.
    Habe gerade noch mal 2 bestellt. Es sollen
    die besten Melder sein.
    Lass mich mal überraschen
    M.f.G.
    K. Erlenkamp


  12. Geschrieben von S. havemann | am 2. Mai 2016 um 12:16 Uhr

    Meine Miete (5 Kinder, 2 Erwachsene) bewohnen mein 1 Familienhaus. Ordnungsgemäß sind die Rauchmelder eingebaut worden, werden jährlich von einer Fachfirma gewartet. Wir stellen dann oft fest, dass die Batterien ausgetauscht wurden, die Rauchmelder entfernt wurden und/oder totel verschmutzt (Staub/Flusen/Fliegendreck).Wie erkläre ich meinem Mieter dass er das nicht darf?
    MfG S. Havemann


    • Antwort geschrieben von Redaktionsteam Hannoversche | am 2. Mai 2016 um 16:11 Uhr

      Sehr geehrter Herr Havemann,

      vielen Dank für Ihre Frage.

      Es gibt eine sogenannte Duldungspflicht: Möchte der Vermieter Rauchmelder in seinen Wohnungen/Häusern anbringen, muss der Mieter diese Modernisierungsmaßnahme grundsätzlich dulden, vgl. § 555d BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). Dies beinhaltet auch, dass keine Veränderungen an den Rauchmeldern vorgenommen werden dürfen. Die Regelung gilt unabhängig von der bundesweit nicht einheitlich geregelten Rauchmelderpflicht.

      Vereinbaren Sie doch einen Termin mit Ihren Mietern und setzen Sie sich gemeinsam mit ihnen an einen Tisch, um ihnen diese Regelung zu erläutern.

      Für die rechtliche Richtigkeit der Aussage übernehmen wir keine Haftung.

      Wir hoffen, Ihre Frage damit beantworten zu können.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Ihr Hannoversches Redaktionsteam


  13. Geschrieben von Eberhard Altenpohl | am 30. Mai 2016 um 09:28 Uhr

    Bin ich als Mieter verpflichtet, sog. Funk-Rauchmelder in meiner Mietwohnung zu dulden.
    Immerhin werden in unsererem Schlafzimmer keine Mobiltelefone mitgenommen und abends die Fritzbox ausgeschaltet um eine Strahlenbelastung ohne jeden Sinn und Zweck zu reduzieren.


    • Antwort geschrieben von Redaktionsteam Hannoversche | am 2. Juni 2016 um 08:45 Uhr

      Sehr geehrter Herr Altenpohl,

      besten Dank für Ihre Frage.

      Prinzipiell müssen Mieter die Installation von Rauchmeldern durch den Vermieter dulden. Diese Duldungspflicht geht auf § 555d des BGB zurück. Ein ausführlicher Artikel zur Duldungspflicht von Rauchmeldern ist kürzlich bei anwalt.de erschienen: https://www.anwalt.de/rechtstipps/muss-der-mieter-den-einbau-von-rauchmeldern-dulden_066545.html.

      Im letzten Abschnitt wird hier explizit auch auf die Duldungspflicht von Funk-Rauchmelder eingegangen, die im August 2015 vom Bundesverfassungsgericht bestätigt worden ist. Im betreffenden Gerichtsentschluss ging es allerdings um den Streitpunkt einer möglichen Verletzung von Persönlichkeitsrechten durch Funkrauchmelder.

      Die Informationen zur Duldungspflicht von Funk-Raumeldern basieren auf einer Zusammenfassung unserer Recherche. Für deren rechtliche Richtigkeit übernehmen wir daher keine Haftung. Für eindeutige Informationen wenden Sie sich bitte an einen Rechtsanwalt oder einen Mieterschutzbund/Eigentümerverband.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Ihr Hannoversches Redaktionsteam


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