Erdgas oder Autogas – Was ist besser? – Alternative Antriebe

7. Februar 2014 | Autor: Redaktionsteam Hannoversche | Kommentare: 14 | Bewertung: Bitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung ab (13)

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Trotz des neu entstandenen Marktes für Erdgas und Autogas, steigt der weltweite Verbrauch von Benzin und Diesel aufgrund des Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstums immer weiter. Gleichzeitig sinken die Vorräte an Erdöl – dem Ausgangsstoff für Benzin und Diesel. Die negativen Klimaveränderungen werden durch die Abgase weiter beschleunigt, der Ölpreis wird weiter steigen. Alternative Antriebe sind daher aus ökonomischen und ökologischen Gründen eine zunehmend interessantere Alternative. Fahrzeuge mit Erdgas- und Autogasmotor spielen auf dem Neuwagenmarkt noch eine untergeordnete Rolle – dabei ist das Tanken besonders billig. Lesen Sie in unserer Serie „Alternative Antriebe“, was Sie über CNG und LPG wissen sollten.

Alternative Kraftstoffe sind solche, die aus Mineralöl hergestellte Kraftstoffe ersetzen können. Erdgas (CNG) und Autogas (LPG) sind zwei Alternativen zu Benzin oder Diesel. Was sind die Vorteile und Unterschiede von Erdgas und Autogas? Welche der beiden Gasarten ist für Sie am günstigsten?

Verdichtetes Erdgas (CNG = Compressed Natural Gas)

Erdgas ist zwar ein fossiler Kraftstoff, dieser ist jedoch aufgrund gegebener Umweltvorteile in Deutschland bis Ende 2018 steuervergünstigt und eine brauchbare Alternative. Bei der Verbrennung entsteht in erster Linie Wasserdampf, umweltschädliche Kohlenstoffverbindungen werden deutlich weniger freigesetzt als bei Diesel und Benzin. Ein Erdgasfahrzeug ist mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet, der einem herkömmlichen Ottomotor entspricht. In den Zylindern wird anstelle eines Benzin-Luft-Gemisches ein Erdgas-Luft-Gemisch verbrannt. Verdichtetes Erdgas besteht hauptsächlich aus Methan und wird gasförmig bei rund 200 bar gespeichert. Der Energieinhalt von 1 kg CNG entspricht rund 1,3 Litern Diesel bzw. 1,5 Litern Benzin.

Die Vorteile eines Erdgas-Antriebs auf einen Blick:

  • Kaum Ausstoß von Schwefeldioxiden oder Rußpartikeln
  • Geringerer Ausstoß von Stickoxiden und Kohlenmonoxid (verglichen mit Diesel und Benzin)
  • Geringerer Ausstoß von CO2 als bei Autogas und Benzin
  • Erdgas ist nicht giftig und geruchlos
  • Erdgas wird über unterirdische Leitungen zu den Tankstellen befördert: Der Straßenverkehr wird entlastet

Wussten Sie schon, dass das Orakel von Delphi nahe einer Erdgas-Quelle erbaut wurde – die Griechen glaubten an einen göttlichen Ursprung, als eine Flamme aus dem Boden stieg.

Jedes mit Benzin betriebene Fahrzeug kann umgerüstet werden. Ziel der Europäischen Kommission ist es, dass bis 2020 rund zehn Prozent aller Fahrzeuge in Europa mit Erdgas fahren. Mit etwas mehr als 900 Tanksäulen in Deutschland ist das Tankstellennetz für Erdgas noch eher dünn – jedoch ist die Tendenz steigend. Die Verfügbarkeit von Erdgas für die nächsten Jahrzehnte ist gesichert – Erdgas steht weltweit in deutlich größerem Ausmaß zur Verfügung als Erdöl. Inzwischen wird dem Erdgas CO2-neutrales Biogas beigefügt.

L-Gas und H-Gas – Zwei verschiedene Arten Erdgas

Erdgas wird in L-Gas und H-Gas unterschieden:

  • High Caloric (H-Gas) hat einen Methangehalt von 87 bis 98,9 Vol. %
  • Low Caloric (L-Gas) hat einen Methangehalt von 80,1 bis 87 Vol. %

Trotz des geringeren Methangehalts ergibt sich kein gravierender Qualitätsunterschied. Der höhere Verbrauch mit L-Gas wird durch den günstigeren Preis ausgeglichen: Das Verhältnis von Preis und Leistung bleibt identisch. Moderne Motoren erkennen den getankten Kraftstoff und passen die Gemisch-Aufbereitung automatisch an.

Autogas (LPG = Liquefied Petroleum Gas)

Mit Autogas wird ein Flüssiggas bezeichnet, bei dem es sich um ein variables Gemisch aus Propan und Butan handelt. Die Bestandteile sind Nebenprodukte der Förderung von Erdöl und Erdgas. Das Gemisch wird bei einem Druck von fünf bis zehn Bar in flüssiger Form gespeichert.

  • Autogas verbrennt umweltfreundlicher als Benzin (rund 20 Prozent weniger Stickoxide)
  • Die Emissionswerte sind vergleichbar mit Erdgas
  • Nur der CO2-Ausstoß ist höher als bei Erdgas

Wussten Sie schon, dass bereits im Jahr 1935 die erste Gastankstelle in Deutschland in Betrieb genommen wurde? In Istanbul und Bangkok fahren alle Taxen mit Autogas.

Flüssiggas (Autogas/LPG) wird bis Ende 2018 mit 9,74 Cent/L besteuert. Weltweit sind mindestens drei unterschiedliche Anschlusssysteme zum Betanken des Fahrzeugs etabliert, Adapter sorgen für Kompatibilität:

  • ACME-Anschluss (Europa-Adapter)
  • Dish-Anschluss (Italien-Adapter)
  • Bajonett-Anschluss (NL-Adapter)

Ein einheitlicher europäischer Anschluss mit dem Namen „Euronozzle“ ist in Planung.
Mitte 2013 gab es mehr als 6.600 Autogas-Tankstellen in Deutschland, eine zufriedenstellende Versorgungssituation ist damit gegeben. Zu bedenken ist, dass die Verfügbarkeit von Autogas (LPG) an die des Erdöls gebunden ist.

Erdgas oder Autogas – Was ist besser?

Das komprimierte Erdgas CNG unterscheidet sich vom Flüssiggas LPG (Autogas) in folgenden Punkten:

  • CNG wird lediglich verdichtet und getrocknet, es ist ein natürlich vorkommendes Erdgas
  • LPG ist ein Raffinerieprodukt, das bei der Rohöldestillation anfällt
  • CNG ist leichter als Luft, LPG schwerer; tritt CNG aus verflüchtigt es sich schnell

Erdgas-Vorkommen sind für die Zukunft gesichert
Der Kraftstoffpreis für Benzin und Diesel wird bis zum Versiegen der globalen Erdölvorräte immer weiter ansteigen, Autogas ist als Nebenprodukt direkt an die Produktion gebunden. Die Verfügbarkeit von Erdgas ist hingegen für die nächsten Jahrzehnte gesichert und vom Erdöl unabhängig.

Ist Erdgas oder Autogas billiger?
Die Anzeige an der Tankstelle legt die Vermutung nahe, dass Erdgas teurer ist als Flüssiggas. Dabei ist jedoch zu bedenken, dass ein Kilogramm Erdgas dem Energiegehalt von zwei Litern Flüssiggas entspricht – doppelte Reichweite: Erdgas ist billiger!

Ist ein Erdgas- oder ein Autogas-Auto in der Anschaffung billiger?
In der Anschaffung ist ein Erdgasfahrzeug etwas teurer als ein Autogasfahrzeug. Auch die Nachrüstung kostet Sie bei einem Erdgasauto mehr Geld. Das Angebot an neuen Serienfahrzeugen mit Erdgas-Motor ist etwas größer. Bezüglich der Sicherheit unterscheiden sich die beiden Typen nicht. Grundsätzlich ist Erdgas der umweltschonendste fossile Energieträger. Eine weitere Verbesserung wird durch die Beimischung von Biomethan erreicht.

Wussten Sie, dass erdgas- und autogasbetriebene Gabelstapler die einzigen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor sind, die in geschlossenen Räumen betrieben werden dürfen?

Das Problem von Angebot und Nachfrage

Die Auswahl an Modellen ist nicht groß, jedoch bieten fast alle namhaften Hersteller serienmäßig Modelle mit Erdgasmotoren an – die Angebotspalette wird stets erweitert. Autogasmodelle bieten in Deutschland nur wenige Hersteller serienmäßig an, die Auswahl ist hier noch geringer, denn: Bei Autogas ist die Nachrüstung der Regelfall. Dabei hat schon der ADAC in umfangreichen Vergleichsrechnungen nachgewiesen, dass Gasfahrzeuge preisgünstiger fahren als vergleichbare Diesel oder Benziner. Sämtliche Betriebskosten wurden berücksichtigt, weder technisch noch bzgl. der Sicherheit gibt es Bedenken.

Unbegründete Vorurteile gegenüber Erdgas und Autogas

Schon allein das Wort „Gas“ löst bei vielen Unbehagen aus, da schnell die Assoziation mit einem Gasunfall im Haushalt hergestellt wird. Im Folgenden werden einige dieser Vorurteile diskutiert:

Das Fahren mit Erdgas und Autogas ist nicht sicher!
Falsch: Trotz der noch immer verbreiteten Meinung ist das Fahren mit Autogas oder Erdgas genauso sicher wie mit Diesel oder Benzin. TÜV und ADAC führten Crashtests durch und kamen zu dem Ergebnis, dass Erdgastanks sogar sicherer sind als Benzintanks: Erdgas wird in dem Tank mit einem Druck von 200 bar gespeichert, der Tank berstet erst bei einem dreimal so hohen Druck von 600 bar. Zusätzlich sind die Tanks durch Stahlkäfige bei Unfällen geschützt. Sicherheitsventile sorgen bei starker Hitzeentwicklung für größtmögliche Sicherheit und geben den Gasfluss nur bei eingeschalteter Zündung oder laufendem Motor frei. Somit sind die Tanks deutlich sicherer als die Kunststofftanks für Diesel und Benzin. Die Tanks zur Speicherung von Autogas sind leichter, dünnwandiger und bei einem Crash deformationsgefährdet.

Tritt das Gas dennoch aus, unterscheiden sich die beiden Varianten: Erdgas steigt nach oben, da es leichter als die Umgebungsluft ist. Im Falle eines Unfalls ist es somit weniger gefährlich. Flüssiggas ist hingegen schwerer als Luft und sinkt zu Boden.

Die Reichweite ist sehr gering!
Falsch: Autogas- und Erdgasfahrzeuge fahren bivalent, d.h. die Fahrzeuge haben einen Benzintank und einen weiteren Tank für das Autogas oder Erdgas.

Die Reichweite variiert je nach Fahrzeugtyp. Auf dem Markt sind Fahrzeuge erhältlich (z. B. VW Caddy Maxi 2.0 EcoFuel), die nur mit Erdgas rund 600 Kilometer weit fahren, durchschnittlich liegt die Reichweite zwischen 300 bis 450 Kilometern. Mit Autogas reicht die Tankgröße für 300 bis 500 Kilometer. Gemeinsam mit einem Benzintank als Reserve wird die gewohnte Reichweite stets erreicht.

Erdgas und Autogas: Probleme in der Praxis

Mit nur rund 20 Modellreihen ist die Auswahl bei erdgasbetriebenen Fahrzeugen derzeit mehr als übersichtlich. Hier ist es an den Herstellern, für ein größeres Angebot zu sorgen. Ähnliches gilt für das Tankstellennetz: Es gibt zwar rund 900 Stationen in Deutschland, diese sind jedoch nicht gleichmäßig verteilt. Außerhalb Deutschlands ist in der Schweiz und in Italien ein ausreichendes Netz gegeben. Je häufiger Benzin statt Erdgas getankt werden muss, desto weniger rechnet sich die Anschaffung. Was mit der bis 2018 gegeben Steuervergünstigung passieren wird, ist derzeit nicht vorhersagbar.

Das Angebot für Neuwagen, die mit Flüssiggas gefahren werden, ist ebenfalls sehr übersichtlich. Die Nachrüstung ist hier der Standard. Das Tankstellennetz ist mit über 6.000 Stationen deutlich besser.

Fazit

Mit den richtigen Rahmenbedingungen ist das Fahren mit Erdgas die günstigste und umweltschonendste Variante unter allen Möglichkeiten, die fossile Kraftstoffe bieten. Ob sich eine Umrüstung zu Autogas lohnt, muss im Einzelfall entschieden werden, auch sind nicht alle Modelle geeignet. Die Faustregel lautet: Nach etwa zwei Jahren hat sich die Investition ausgeglichen. Vorhandene Autos werden eher auf Autogas umgerüstet, Neuwagen eher mit Erdgasantrieb gekauft.

Ihr Interesse an alternativen Antrieben wurde geweckt? Dann schauen Sie sich auch unseren Artikel zum Thema „Elektroantrieb“ an.

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Erdgas (CNG) oder Autogas (LPG) bei Autos gesammelt?
Kommt eine der beiden Varianten für Sie beim nächsten Autokauf in Betracht?

 

Quelle: Bild oben © LianeM – Fotolia.com


Kategorien: Allgemein

Kommentare:
  1. Geschrieben von Jörg Wittkamp | am 28. Januar 2015 um 13:13 Uhr

    Ich würde gerne beides fahren, nur LPG kann nicht jeder Benziner, angeblich Probleme bei Ventilen und dessen Sitzen. (Ich Frage mich dann, wie das die aktuellen Hersteller machen!!!) Und CNG ist in Sachen Tankstellennetz eher dünn. Vielen Dank.


  2. Geschrieben von Peter Schönfelder | am 10. September 2015 um 22:27 Uhr

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    vielen Dank für den informativen Artikel. Die Verkehrspolitik begleite ich sehr kritisch. Weil der rein batteriebetriebene E-Antrieb auf absehbare Zeit keine Alternative zum Verbrenner sein dürfte und der Hybrid die Fahrzeuge noch schwerer werden läßt, scheint mir Gas, insbesondere Erdgas als Treibstoff für den Individualverkehr das Mittel der Wahl zu sein.

    Daher kann ich nicht nachvollziehen, dass dieses Thema auf der politischen Bühne keine Rolle spielt. Es sind politische Entscheidungen, das Tankstellennetz auszubauen und die Fahrzeug-Hersteller von der Sinnhaftigkeit zu überzeugen.

    Für Taxis mit ihren “festen” Parkplätzen kann ich mir hingegen den reinen E-Antrieb sehr gut vorstellen.


  3. Geschrieben von Tobias Claren | am 31. Oktober 2015 um 22:51 Uhr

    Erdgas ist nicht pauschal “billiger”, denn ein und das selbe Auto braucht im Vergleich auf den Preis fast identisch Geld.
    Ich habe mir mal den Verbrauch von Renault Kangoo, Citroen Berlingo, Peugeot Partner (Baugleiche), Opel Combo, Fiat Doblo, Fiat Multipla, Renault Espace und Chrysler Grand Voyager verglichen.

    Bis zum Doblo etwa €5,20 (Combo und die drei ersten eher €4,80) auf 100km, wer ein günstiges Hochdachfahrzeug sucht.
    Der Multipla mit ~€5,80 noch zu überlegen (6 Sitze, davon zwei Beifahrer).

    Auf den Euro/100km war der Opel Combo am Besten, auf wenige Cent oder 10C Abstand dann die drei Franzosen. Dann nah daran Doblo…
    Multipla waren glaube ich um €5,20/100km
    Egal ob CNG oder LPG.
    Allerdings kann es beim Durchschnittswert beider Varianten kleine Abweicungen geben.
    Bei einigen Fahrzeugen ist aber eine Variante viel mehr vorhaden.
    Combo und Multipla wurden ja ab Werk mit Erdgas gebaut.
    Nur ein Multipla mit Autogas bei Spritmonitor. Mit genau 10l aber bei 52C Cent pro Liter mit €5,20/ auch etwas billiger als der CNG-Mittelwert von um 6,44Kg/100km, was €5,80/100km sind. Allerdings ist eine Person schwer vergleichbar.
    Der eine fährt viel Autobahn, der andere Stadt.

    Nicht erwähnt wird der Vorteil bei Erdgas direkt losfahren zu können.
    Es ist nicht flüssig im Tank, und muss daher nicht erst in einem “Verdampfer” verfüssigt werden.
    Oder liege ich da falsch?
    Vorteil, es muss nicht erst Wärme vom Kühler da sein, damit das Verdampfen ordentlich funktioniert.
    Also auch bei viel Kurzstrecke, auch im Winter sofort mit Gas fahren.
    Benzin wirklich nur zur Not, und nicht immer auf die ersten kalten ~2-3km.

    Mit einer App, besonders nach der Einführung der staatlichen Tankstellenpreis-Datenbank, ist es kein Problem immer eine von ca. 900 Tankstellen zu finden..

    Autogas hat da neben mehr Stellen nur/noch den Vorteil von Tankautomaten auch Abseits von richtigen Tanklstellen. Auch mal z.B. direkt vor einem Subway, oder beim Peugeot-Händler auf dem Hof.
    Ein Beispiel für den Ort Lechenich.


  4. Geschrieben von Ricci Fuchs | am 9. Dezember 2015 um 13:15 Uhr

    Ich fahre jetzt seit 8 Jahren mit LPG, brauche Benzin also nur für den Start und bis zum Erreichen der Betriebstemperatur, was meist schon nach etwa einem Kilometer der Fall ist.
    Ich bin heilfroh, dass mich der Verkäufer damals auf diese Option aufmerksam gemacht hat und kann jedem nur zu einem Fahrzeug mit Gasbetrieb raten! (Aktueller Preis derzeit z.B. 48,9Cent/Liter LPG in Düren-Rölsdorf!)
    Eine Rückkehr zu einem Benziner oder gar ein Wechsel auf einen Diesel ist für mich absolut ausgeschlossen. Lediglich ein Wechsel zu Erdgas wegen der noch größeren Umweltfreundlichkeit käme für mich in Betracht, wenn denn das entsprechende Tankstellennetz endlich ‘mal in Richtung zufriedenstellend wie beim LPG gehen würde.
    Wünschenswert ist weiterhin, dass die Kfz-Hersteller ‘mal wach werden und endlich serienmäßig mehr Fahrzeuge mit Erd- und/oder Flüssiggasbetrieb anbieten!


  5. Geschrieben von Gorski | am 19. Januar 2016 um 16:13 Uhr

    Mit meinem Hyundai Tucson 2.0 bin ich 11 Jahre mit LPG gefahren. Habe insgesamt 217.000 km gemacht ohne jegliche Motor-Reparatur. Ich werde aber raten eine gute Gas Anlage einzubauen. Sparen in dem Fall lohnt sich nicht. Für mich auch ein Rückkehr zu einem Benziner oder gar ein Wechsel auf einen Diesel ist absolut ausgeschlossen. Seit dem als ich mit LPG fahre, Thema “Benzingeld” ist überhaupt kein Thema :-)


  6. Geschrieben von Otmar Schaal | am 30. Januar 2016 um 13:48 Uhr

    Vielen Dank für die informative Übersicht über gasbetrieben Autos. Zu ergänzen wäre noch das AUDI egas-Projekt. Hier wird aus regenerativ erzeugtem Strom eine Methanisierungsanlage betrieben, die Bio-CNG-Gas erzeugt. Es gibt bereits ein “großmaschiges” Netz von Tankstellen, bei denen das synthetische e-gas getankt werden kann. Das erscheint mir eine interessante Option, da wir damit das “Erdgas” nach und nach durch e-gas ersetzen könnten. Dies scheint mir (wie auch Herr Schönfelder oben anmerkt) eine realistische, regenerative Alternative zu Benzin und Diesel, um den Individualverkehr klimaneutral zu gestalten. E-Autos sind für den Nahverkehr interessant. Aber ein wesentlicher Faktor zur Reduktion der Treibhausgase aus Mobilität muss der Ausbau des öffentlichen Verkehrsnetzes sein!


  7. Geschrieben von Wachs Ingo | am 2. Juni 2016 um 06:00 Uhr

    Hallo zusammen würde gerne auf CNG umrüsten!kann mann auch LPG tanken?


    • Antwort geschrieben von Redaktionsteam Hannoversche | am 2. Juni 2016 um 13:21 Uhr

      Sehr geehrter Herr Wachs,

      vielen Dank für Ihre Frage.

      CNG (Erdgas) und LPG (Autogas) stellen unterschiedliche Ansprüche an die Tanks. Für die Speicherung des gasförmigen CNG im Tank ist ein hoher Druck von 200 bar notwendig. Entsprechende Erdgastanks verfügen aus diesem Grund über ein stabiles Hochdrucksystem und sind deutlich größer als Autogastanks. Erdgastanks sind daher grundsätzlich anders aufgebaut als Autogastanks.

      Zudem unterscheiden sich die Adapter von Erdgas- und Autogastanks, sodass der CNG-Adapter nicht auf einen Autogastank passt und umgekehrt. Haben Sie Ihr Fahrzeug auf CNG umgerüstet, können Sie folglich leider kein LPG mehr tanken.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Ihr Hannoversches Redaktionsteam


  8. Geschrieben von Stefan | am 5. August 2016 um 09:07 Uhr

    Hallo. Wir fahren seit drei Jahren einen Opel Combo mit CNG-Antrieb. Die Kostenersparnis beim Verbrauch ist schon enorm gegenüber einem vergleichbaren Benziner. Wir kommen mit ca. 5,50 €/100km aus. Das ist absolut in Ordnung. Bei weiteren Strecken muss man schon vorher recherchieren wo dann die nächste erreichbare Tanke ist. Aber entlang der Autobahnen ist das in der Regel kein Problem. Eher in der Provinz, wo das Tankstellennetz schon mal eher dünn ist. Ansonsten bin ich von dieser sauberen Technologie nach wie vor überzeugt. Zumal unsere Stammtankstelle mit 100% Biogas läuft.


  9. Geschrieben von Ralf Arnold | am 10. August 2016 um 12:39 Uhr

    Ich fahre seit 10 Jahren einen Ford C-Max mit Erdgasantrieb. Es funktioniert einwandfrei, die Tankstellendichte reicht völlig aus, dem NAVI sei dank. Ford bietet seit ein paar Jahren keine Erdgasfahrzeuge an, nur noch Autogasfahrzeuge, schade eigentlich. Das die Regierung nur auf E-Fahrzeuge setzt, ist ebenfalls Schade. Mit 40% Kohlestrom keinesfalls eine saubere Alternative, und preiswert im Vergleich zu Erdgas ebenfalls nicht. Ich würde mir mehr Werbung seitens Regierung und Wirtschaft wünschen, die die Zulassungszahlen bei Erdgas (2006 ca. 50tausend, 2016 ca. 100tausend) deutlich steigen lassen könnten.


  10. Geschrieben von pauli | am 30. August 2016 um 10:22 Uhr

    Hallo erstmal und hier eine Lanze für LPG.
    Ich fahre nun schon seit vielen Jahren LPG-Autos und hatte damit 3 ( drei ) unverschuldete Totalschäden. Es hat aber nie ein Problem bei der Zerstörung der FZ gegeben.
    Bei vielen Fahrten in die Nachbarländer I,F gab es keine Tankstellensuche und vorallem in I ein guter GPL-Service.Nur in CH und A siehts nicht ganz so gut aus.
    Der Verbrauch insgesamt für 100km liegt bei ca €5ct.
    Gut, es dauert manchmal etwas länger,bevor auf Gas umgeschaltet wird,aber das wäre für mich kein Negativkriterium.Hinzu kommt noch, dass ich mit Tempomat fahre, der auch noch eine geringe Einsparung bringt.
    Fazit: Nur LPG, da auch der Einbau kostengünstiger ist.


  11. Geschrieben von Georg Lipp | am 8. Oktober 2016 um 20:46 Uhr

    Hallo, sie haben mit Ihren Artikel zu 100% recht. Ich fahre seit 03/16 einen Golf TGI. Verbrauch 4kg/100km. Bis jetzt 17000km zu 98% mit CNG gefahren und absolut begeistert. Bin noch nie mit so einem guten Gewissen Auto gefahren. Leider sind CNG Fahrzeuge kaum jemanden bekannt. (Ich habe noch keinen getroffen) Hier müsste unbedingt offensive Aufklärungsarbeit geleistet werden.


  12. Geschrieben von herbie59 | am 8. November 2016 um 02:38 Uhr

    ich fahre einen Nissan x-trail 2,5 mit 165 PS. Normverbrauch 9,6 l Super. Mit meiner LPG-Anlage im Nahverkehr ca. 12 l Gas. Bei einem Preis von ca. 50ct/l entspricht das im Moment einen Verbrauch von etwa 5 L Super … Fragen ?


  13. Geschrieben von Karl-Heinz Gilis | am 18. November 2016 um 13:26 Uhr

    Hallo Gas bzw.LPG Fahrer;Ich fahre seit 22 Jahren mit LPG.Es waren in dieser Zeit 6Autos die ich mitLPG betrieben habe.Es waren: Opel Manta 320000Km-Mitschubischi Galand 460000 Km-Citeon BX19- 390000km-Merzedesw124780000kmder noch verkauft worden istnach Jahren ihn wieder getroffen er fuhr ihn immer nochund da hatte er mit gleichem Motor und Gasanlage von Tatarini 1200000Km gefahren ohne nennenswerten Reparaturen,er hat ihn immer noch.danachhatte ich Mercedes C180 490000Km-Renault Klio390000Km-Und nunzum Schluß W210 E240 230000Km ich selber kann nicht Negatifes überLPG berichten. Das zum Tema LPG Danke—–


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