Benzin oder Diesel: Ein Vergleich zeigt, was besser ist

23. Mai 2016 | Autor: Redaktionsteam Hannoversche | Kommentare: 26 | Bewertung: Bitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung ab (2.130)

Benzin oder Diesel: Ein Vergleich zeigt, was besser ist

Nicht nur hinsichtlich der Kosten für die Versicherung gibt es einen Unterschied zwischen Benzin und Diesel: Diesel ist günstiger und gleichzeitig verbrauchen die Motoren weniger Kraftstoff. Noch ist der Dieselmotor ein Verkaufshit: In Deutschland wurden in den vergangenen 20 Jahren immer mehr Selbstzünder verkauft. Im Januar 2013 waren es erstmals mehr (50,2 Prozent) als Fahrzeuge mit Ottomotor – die Gründe sind einleuchtend. Doch der Diesel stößt an seine Grenzen, moderne Benziner werden immer spritsparender. Gilt die alte Faustformel noch? Zeit für einen aktuellen Vergleich!

In den vergangenen Jahren galt die Faustformel: Ab einer jährlichen Laufleistung von 15.000 Kilometern lohnt die Anschaffung eines Diesel-Fahrzeugs. Der niedrigere Spritpreis, verbunden mit dem geringeren Verbrauch rechnet sich gegen den höheren Anschaffungspreis und höhere Steuern.

Kriterien für den Vergleich von Benzin und Diesel

Insgesamt müssen beim Vergleich von Benzin und Diesel folgende Kriterien berücksichtigt werden:

  • Kosten für den Kraftstoff
  • Verbrauch
  • Kosten für die Anschaffung
  • Wirtschaftlichkeit
  • Kosten für die Kfz-Versicherung
  • Kosten für die Kfz-Steuer
  • Die jährliche Laufleistung & das Fahrverhalten: Kurz- oder Langstrecke

Wussten Sie schon, dass die Beliebtheit des Dieselmotors ein europäisches Phänomen ist? In den USA fahren weniger als drei Prozent mit Diesel.

Kraftstoffpreis: Vorteil Diesel
In der Vergangenheit war Diesel stets günstiger als Benzin. Großzügige Steuervorteile haben dazu beigetragen. In der EU ist das der Fall, weltweit allerdings nicht und dort fristet der Dieselmotor eher ein Schattendasein. In Deutschland betrug die Differenz seit 2010 mindestens sieben Cent und höchstens 22 Cent, die Tendenz ist eher eine weitere Annäherung. Vorerst bleibt der Vorteil damit beim Diesel – solange der Steuervorteil erhalten bleibt.

Verbrauch: Vorteil Diesel
Vor nicht viel mehr als fünf Jahren lag der Verbrauchsvorteil des Dieselmotors noch bei rund 30 Prozent, aktuell sind es nur noch 20 bis 25 Prozent. Der bestehende Vorteil wird voraussichtlich bis 2020 auf weniger als 20 Prozent sinken: Die Technik der Benzinmotoren wird weiter deutlich verbessert, wohingegen der weitere Fortschritt der ausgereizten Dieselmotoren nur noch in Grenzen möglich ist. Die Abgasreinigung ist ein weiteres Problem für den Dieselmotor, denn darunter leidet der Verbrauch: Partikelfilter und weitere Maßnahmen zur Abgasreinigung erhöhen diesen.
Amortisiert sich der Diesel noch? Die 15.000-Kilometer-Grenze war gültig, teilweise sollte sich der Diesel bereits ab 10.000 Kilometern pro Jahr lohnen. Wer mehr als 20.000 Kilometer pro Jahr fährt, wird vermutlich auch 2020 noch günstiger mit einem Diesel fahren.

Wussten Sie schon, dass für die Erfüllung der Euro Norm 6 Harnstoff in die Abgase gespritzt wird, um den Stickoxid-Ausstoß zu verringern (genannt Bluetec oder AdBlue)?

Anschaffungskosten: Vorteil Benzin
Fast immer ist ein Diesel in der Anschaffung teurer als ein Benziner. Ein Dieselmotor muss viel höheren Druckzuständen in den Zylindern standhalten als ein Benzinmotor. Die aufwendigen Motoren sind in der Herstellung doppelt so teuer, was an den Endkunden weitergegeben werden muss. Mit der Norm Euro 6 werden neue Kosten hinzukommen. Zusatzsysteme sind dann nötig, die den Stickoxid-Ausstoß weiter verringern. Diese Systeme werden erneut Auswirkungen auf den Kraftstoffverbrauch haben.

Wirtschaftlichkeit: unentschieden
Verbrauch und die Kosten pro Liter sind geringer, sodass gerechnet werden kann, ab wann ein Diesel die Kosten eines Benziners erreicht. Der besagten Faustregel nach lohnt sich der Diesel ab 15.000 Kilometern pro Jahr. In der Vergangenheit verkauften sich gebrauchte Diesel-Fahrzeuge besser als die Benziner. Aufgrund des kleiner werdenden Preisvorteils an der Tankstelle gilt das Argument inzwischen nicht mehr ohne Weiteres.

Die Haltbarkeit des Dieselmotors war früher ein überzeugendes Verkaufsargument. Die Motoren waren eher schwach auf der Brust, relativ einfach gebaut und hielten daher sehr lange. Die heutigen komplexen Selbstzünder laufen in der Regel, wie Benziner, rund 200.000 Kilometer – Gleichstand.

Kfz-Versicherung: Vorteil Benzin
Die Kfz-Versicherung ist für Benziner günstiger. Die Kfz-Haftpflicht ist in Deutschland für jeden Fahrzeughalter vorgeschrieben. Da Fahrzeuge mit Dieselmotor statistisch mehr Kilometer pro Jahr zurücklegen, ist die Gefahr eines Unfalls statistisch gesehen auch höher.

Kfz-Steuer: Vorteil Benzin
Für die Erhebung der Kraftfahrzeugsteuer (KraftSt) ist seit dem 1. Juli 2014 die Bundesfinanzverwaltung (Zollverwaltung) zuständig.
Kfz-Steuer bei Diesel oder Benziner

Bei der Anschaffung eines Neuwagens sind die Emissionswerte von Bedeutung: Seit dem 1. Januar 2012 gilt die CO2-Abgabe. Für alle neu zugelassenen Fahrzeuge gilt ab 2014 ein CO2-Grenzwert von 95 g/km. Für Fahrzeuge, die mehr CO2 ausstoßen, wird dann eine Strafsteuer erhoben. Jedes Gramm zu viel kostet dann zwei Euro pro Jahr.

Zusätzlich wird ein Sockelbetrag erhoben, der auf den Hubraum des Fahrzeugs bezogen ist. Pro angefangenen 100 ccm² sind das bei Benzinern zwei Euro, bei Diesel-Fahrzeugen 9,50 Euro. Das neue System mit dem CO2-Wert als Berechnungsgrundlage gilt bis auf Weiteres nur für Neuzulassungen ab 1. Juli 2009.

Anders ist die Berechnung der Steuersätze mit Erstzulassung vor dem 1. Juli 2009: Diese setzt sich zusammen aus der „Schadstoff-Schlüsselnummer“ und dem Motor-Hubraum. Für Fahrzeuge mit Erstzulassung zwischen dem 05.11.2008 und 30.06.2009 gilt die „Günstigerregelung“, meist ist das die neue Kfz-Steuer.

Die Schadstoff-Schlüsselnummer steht im alten Fahrzeugschein (vor 2006) unter „Schlüsselnummer – zu 1“, in der neuen Zulassungsbescheinigung in Feld 14.1. In beiden Fällen ergeben die beiden letzten Ziffern die Schadstoff-Schlüsselnummer, mithilfe dieser Tabelle ermitteln Sie den Steuersatz für Ihren Diesel oder Benziner.

In der Regel ist die Kfz-Steuer für einen gebrauchten Pkw mit Diesel höher als beim identischen Modell mit Benziner.

Jährliche Laufleistung & das Fahrverhalten (Kurz- oder Langstrecke): individuelle Unterschiede
Die jährliche Laufleistung ist weiterhin die Berechnungsgrundlage bei der Frage nach Dieselmotor oder Benziner. Die Unterschiede im Spritverbrauch werden kleiner, die alte Faustformel wackelt. Neben der reinen Kilometerzahl spielt auch das Fahrverhalten eine Rolle. Wer täglich mehrfach Kurzstrecken fährt, bei denen der Motor nicht richtig warm wird, verbraucht mit einem Diesel nicht unbedingt weniger. Wer jedoch regelmäßig viel und lange auf Landstraßen und Autobahnen unterwegs ist, profitiert weiterhin vom niedrigeren Kraftstoffverbrauch des Diesels und ist günstiger unterwegs.

Das Benziner-Potenzial

Das Potenzial des Benziners ist längst nicht ausgereizt. Das Downsizing ist bereits umgesetzt. Weniger Zylinder, ein kleinerer Hubraum und Aufladung sorgen für viel Leistung bei wenig Verbrauch. International wird an der HCCI-Technik gearbeitet (Homogeneous Charge Compression Ignition). Ziel ist sozusagen die homogene Kompressionszündung: ein selbstzündender Benzinmotor. Auf diese Weise sollen bis zu 30 Prozent Kraftstoff eingespart werden. Wird dieses Vorhaben realisiert, wird es schwieriger, den Kauf eines Diesels zu rechtfertigen.

Zulassungen von Benzin- und Diesel-Fahrzeugen

Nach einer Statistik des KBA (Kraftfahrt-Bundesamt) waren im Jahr 2015 50,3 Prozent der neu zugelassenen Fahrzeuge mit Benzinmotor ausgestattet, 48,0 Prozent mit einem Dieselmotor. Alternative Antriebe sind mit 1,7 Prozent noch weit abgeschlagen. Allerdings stieg die Anzahl neu zugelassener Elektro-Pkws im Vergleich zum Vorjahr um 45,1 Prozent auf 12.363 Fahrzeuge an. Bei den Hybridfahrzeugen waren es 2015 33.630 Neuzulassungen. Dies bedeutet einen Anstieg um 22,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Werte für die einzelnen Bundesländer entnehmen Sie dieser Übersicht. Alle Zahlen im Überblick finden Sie hier.

Fazit – Unterschiede bei Kleinwagen, Mittelklasse und Oberklasse

Es nagelt erst einmal weiter! Bei Kleinwagen ist der Dieselmotor bereits auf dem Rückzug. Vor allem bei kurzen Strecken in der Stadt kann der Diesel seine Vorteile nicht ausspielen. Bei den Mittel- und Oberklassewagen wird der Diesel jedoch weiterhin seine Arbeit verrichten. Insgesamt gibt es keinen eindeutigen Sieger. Wenn die Subvention für Diesel entfällt und die Grenzwerte für Abgase weiter verschärft werden, muss neu gerechnet werden. Kleinwagen, die hauptsächlich für kurze Strecken gebraucht werden, sind in der Regel mit Benzinmotor günstiger. Mittel- und Oberklassenwagen, die eine entsprechend hohe Laufleistung (mindestens 15.000 Kilometer pro Jahr) aufweisen, lohnen sich vorerst weiterhin als Dieselfahrzeuge.

Diesel oder Benzin: Ein Vergleich, der keinen Sieger kürt. Welche Optionen gibt es für die Verbraucher? Das Geld spielt eine entscheidende Rolle, doch nicht weniger bedeutend sind die negativen Auswirkungen herkömmlicher Antriebsarten für die Umwelt. Sind Elektrofahrzeuge auf der einen sowie mit Erdgas oder Autogas angetriebene Autos auf der anderen Seite wirklich eine langfristige und nachhaltige Alternative zu Benzin und Diesel? In unserer Serie „Alternative Antriebe“ lesen Sie mehr zu den unterschiedlichen Antriebsarten, den Vor- und Nachteilen gegenüber Diesel- und Benzinmotoren, den Kosten sowie den Zukunftsperspektiven von Elektroautos, Hybridantrieb, Erdgas (CNG) und Autogas (LPG).

Wie würden Sie sich entscheiden, Benziner oder Diesel?
Was ist mit hybriden Lösungen – sind diese bereits interessant?
Was wird Ihrer Meinung nach mit Diesel und Benzin in den nächsten 20 Jahren passieren?

 —Der Artikel wurde aktualisiert.—-

Quelle: Bild oben © BEMPhoto – Fotolia.com, Bild im Text © racamani – Fotolia.com


Kategorien: Allgemein

Kommentare:
  1. Geschrieben von Benno | am 24. Dezember 2014 um 00:11 Uhr

    Alles wunderbar. Aber Ökologie wird auch hier wieder mal überhaupt nicht in Betracht gezogen. Schade!


  2. Geschrieben von Phil | am 21. Januar 2015 um 12:17 Uhr

    Ich finde es Schade dass in diesem Artikel nicht beachtet wird, dass Diesel bei gleichem Motor mehr Leistung bringt.


  3. Geschrieben von Clemens | am 4. März 2015 um 13:08 Uhr

    @Phil.
    Deine Behauptung, Dieselmotoren hätten bei gleichem Hubraum mehr Leistung als Ottomotoren, ist leider nur ein Irrglaube.
    Aus 1l Saug-Ottomotor lassen sich bereits Leistungen bis zu 135 Ps abrufen. Siehe Porsche 918.
    Mit 1l Saug-Dieselmotor werden im Extremfall 70-80 Ps erreicht. In Serienautos sogar deutlich weniger!
    Ein Turbo Diesel hat in etwa gleich viel Ps wie ein Saugbenziner, wobei der aufgeladene Diesel einen besseren Drehmomentverlauf aufweist, als der nicht aufgeladene Benziner.
    Auch der durch Turbo bzw. Kompressor aufgeladene Benziner ist dem Turbodiesel Leistungsmäßig weit überlegen!


  4. Geschrieben von @nn | am 19. April 2015 um 16:07 Uhr

    Leider wird des traktorartige Geratter, das ruppige Fahren und der Gestank von Dieselmotoren hier gar nicht berücksichtigt; Es geht immer nur um Geld. Die Krebsgefahr bleibt gänzlich außen vor. Deutschland ein Großfeldversuch für die PKW Hersteller.


  5. Geschrieben von Alex | am 2. Juni 2015 um 15:40 Uhr

    Ruppiges, traktorartiges Fahrverhalten? Schon mal überhaupt nen Diesel gefahren? Kann ich nicht bestätigen. Mir gefällt der gar nicht knattrige, eher brummige, kraftfolle Diesel-Sound. Das ist aber eben Geschmackssache. Und das Fahrverhalten ist, nach meinem Gusto, dem Otto in nichts nach; im Gegenteil. Sattes Drehmoment is Klasse.

    Zum Artikel? Was ist ein Selbstzünder? Ein Dieselfahrzeug, an sich, bzw. Mit Benzin quasi ein diesotto. Diesel ist ja eher der Namensvetter fürs motorprinziep Diesel. Der Kraftstoff Diesel ist halt der Nachteil am Dieselmotor, den man aber verbessern bzw ersetzen kann.


  6. Geschrieben von dmot | am 4. Juni 2015 um 13:52 Uhr

    Dieselmotoren sind nicht schlecht.
    Aber das mit dem satten Drehmoment stimmt nur wenn man die unterschiedliche Getriebeübesetzung nicht berücksichtigt.
    Nur wenn man einen Diesel-Turbomotor mit einem Benzin-Saugmotor vergleicht ist der Diesel im Vorteil.
    —-editiert vom Hannoverschen Redaktionsteam—-


  7. Geschrieben von sigrid müller | am 5. Juni 2015 um 22:18 Uhr

    mein interresse liegt bei der kfz steuer
    von alten diesel und benzinautos wie
    unterschiedlich sind die kfz steuer,
    gleiches fabrikat und alter.
    was kostet ein dieselauto,
    was kostet ein benzinauto?


    • Antwort geschrieben von Redaktionsteam Hannoversche | am 10. Juni 2015 um 17:31 Uhr

      Sehr geehrte Frau Müller,

      vielen Dank für Ihre Frage. Wir haben den entsprechenden Abschnitt im Beitrag aktualisiert.

      Ihr Hannoversches Redaktionsteam


  8. Geschrieben von @Phil | am 22. Juli 2015 um 12:41 Uhr

    Weil es schlicht nicht stimmt.

    Toller Artikel!


  9. Geschrieben von Ulrich Bissinger | am 31. Juli 2015 um 08:46 Uhr

    Gibt es einen nachvollziehbaren Grund, warum die Benzin- und Dieselpreise immer weiter auseinanderdriften? Aktuell muss für einen Liter Benzin z.T. über 30Cent mehr als für 1 Liter Diesel bezahlt werden!!!


  10. Geschrieben von karl | am 18. August 2015 um 12:57 Uhr

    Dieselruß macht krank

    Dass Dieselruß Krebs verursacht, ist seit langem durch Tier-Experimente bewiesen.
    Außerdem kann Dieselruß zu Herz-, Kreislauf,- und Atemwegserkrankungen, Herzinfarkt und Schlaganfällen führen.
    NEU: Forscher in Ontario wiesen kürzlich nach, daß Dieselruß Partikel über Veränderungen des Erbgutes in Spermien sogar die nächste Generation schädigen! (s.u.)
    Bei Allergikern verschlimmert Dieselruß die Symptome der Allergie.
    Es können durch Dieselruß sogar neue Allergien entstehen.
    Quelle: Literatur: Entstehung von neuen Allergien durch Dieselruß: Sondergutachten Umwelt und Gesundheit (31.08.1999) des Sachverständigenrates für Umweltfragen der Bundesregierung (Deutscher Bundestag Drucksache 14/2300)
    Kinder sind besonders betroffen, da ihre Lungen noch durchlässiger sind und die Lungenabwehr noch nicht voll entwickelt ist.
    Greenpeace schätzt, dass in Deutschland jährlich 8000 Menschen an Lungenkrebs durch Dieselruß sterben. (Mehr als durch Verkehrsunfälle) Eine Studie des Umweltbundesamts spricht sogar von 19.000 Toten pro Jahr in Deutschland.
    Die Zahl der an Herz und Kreislauf Erkrankten liegt um ein Vielfaches höher!
    Deutsche Diesel-PKW stoßen jedes Jahr 9000 Tonnen Ruß aus.
    Von 1960 bis heute hat sich der Autoverkehr vervierfacht, Tendenz steigend.
    1980 waren 2% aller PKW Neuzulassungen Dieselfahrzeuge. Heute sind es 40% der PKW – Tendenz steigend. (und 100% der LKW)

    Heute haben die Rußpartikel im Diesel Abgas eine Größe zwischen 0,01 Mikrometer und 3 Mikrometer (Mikrometer = Tausendstel Millimeter).

    Die Partikel dringen bis in die feinsten Verästelungen der Lungen vor, wo sie sich festsetzen und Entzündungen hervorrufen. Die natürlichen Abwehr-Mechanismen der Lunge (die Makrophagen = Fresszellen) versagen.


  11. Geschrieben von Werner | am 29. August 2015 um 18:50 Uhr

    ..aber wenn ich fahre dann gehen doch die Rußpartikel nach hinten raus. Die können mir doch nichts anhaben da ich ja doch vorn bin und der Auspuff hinten :-)


  12. Geschrieben von ulliso | am 24. September 2015 um 15:22 Uhr

    Ich bin immer wieder überrascht, wieviele qualifizierten und unqualifizierten Beiträge bezüglich Diesel/Benziner veröffentlicht werden. Besonders der Beitrag von Karl, der “fast” alle Nachteile eines Dieselmotors aufzeigen will, ist noch zu ergänzen: Beim Dieselfahren könnte auch einem während der Fahrt ein Herzinfarkt oder Schlaganfall treffen …….
    Fazit: Lass das Autofahren sein ….. …….


  13. Geschrieben von Frank-M. | am 27. September 2015 um 15:32 Uhr

    eigentlich müßte der Diesel noch billiger sein als er jetzt ist, denn zu D-Mark Zeiten gab es ein unterschied von 20 pfennige pro Liter gegenüber Benzin ob (Super o. Normal) der Preis hoch o. runter ging war egal, immer 20 pf., auch das Heizöl was nur eingefärbter Diesel ist, ist im Verhältnis zum Diesel noch zu teuer, zumal ich gehört habe das der Diesel ein Abfallprodukt von der Herstellung von Benzin sein soll,(ich hätte das erst prüfen sollen bevor solche äußerung zu tage kommen) soll ja was wares dran sein?


  14. Geschrieben von WKM-Fan | am 25. Oktober 2015 um 14:13 Uhr

    Diesel- und Benzinruß macht krank

    @karl

    Du hast die Benzin-Direkteinpritzer vergessen. Sie erzeugen ebenfalls viel Feinstaub, der die Lungen und das Herz angreift. Benzindirekteinspritzer werden bereits seit 1997 in DE angeboten. Mitsubishi Carisma 1.8 GDI. Ab 2000 VW Lupo FSI. Ab 2001 Audi A4 FSI. USW.


    http://www.welt.de/motor/article122357438/Das-lange-verkannte-Risiko-der-sparsamen-Benziner.html

    Übrigens bringen Dieselmotoren Mehrkosten pro Kilometer mit sich, weil sie 2 Takt Öl als Zusatz bei der Betankung zur Schmierung des Kraftstoffsystems brauchen oder weil sie wegen der Abgasrückführung bei geringer Last und auch nicht Erreichen der Betriebstemperatur sich mit Ruß im Ansaugtragt zusetzen und gereinigt werden müssen.

    Deswegen macht es nur Sinn Dieselmotoren ab einer bistimmten Drehzahl und Last zu betreiben. Also auf Bundesstraßen und Autobahnen.

    Das dürfte wohl nichts Neues sein.


  15. Geschrieben von Marc | am 5. November 2015 um 03:26 Uhr

    Hallo,

    ich persönlich kann dieses ganze Theater um das Thema Diesel, oder Benzin kaum nachvollziehen.
    Es ist richtig das diesem nicht gerade der sauberste Kraftstoff ist. Ist denn Benzin so ein sauberer Kraftstoff?
    Am saubersten sind natürlich die Elektroautos…was soll man denn aber von denen im Moment halten. Junge Junge sind da ein paar Beulen dabei. Wenn man dann auch noch die Anschaffungspreise sowie das “Tanknetz und die Tankgeschwindigkeit” betrachtet, frage ich mich wie die Bundesregierung 1 Millionen Autos auf die Straße bekommen möchte. Ganz zu schweigen von einer bezahlbaren Familienkutsche auf elektrischer Basis. Egal, hier geht’s ja eigentlich um Diesel, oder Benzin.
    In unserer kleinen Familie befindet sich sowohl ein 1,8l Benziner, sowie auch ein 2,2l Diesel Fahrzeug. Meine Frau und auch ich haben in etwa den selben Arbeitsweg von rund 40km (leider nur in völlig verschiedene Richtungen).
    Ich fahre den Benziner mit knapp unter 7 Liter auf 100 km…und das bei relativ sportlicher Fahrweise. Meine Frau fährt den Diesel ( Familienkutsche) mit ungefähr 5,6 Litern auf 100km. Mein Benziner ist aber rund 11 Jahre älter als unser Diesel. Man könnte dann schon sagen “scheiß auf den Diesel”, aber ganz ehrlich…NEIN!!!
    Wir haben Haus und Hof in einem Dorf mit rund 300 Einwohnern. Ich bin froh das ich auch mal einen vernünftigen Diesel habe, mit dem ich auch mal einen vollen Hänger ziehen kann. Da schwächelt der Benziner extrem. Da muss ich dann mehr aufs Gas treten, komme kaum unter 10liter/ 100km weg. Der Diesel schüttelt dies locker aus dem Ärmel. Danke super Drehmoment.
    Es gibt in meinen Augen verschiedenste Möglichkeiten den Dieselverkauf vernünftig zu regulieren.
    2 Punkte als Beispiel.
    1. art der Fahrten (kurz oder Langstrecke)
    2. mit oder ohne schwere Lasten

    Wenn ich mir den Kraftverkehr auf den deutschen Autobahnen ansehe frage ich mich warum die Subventionierung für die Speditionen (auf EU Ebene) nicht aufgehoben wird. Deshalb wurde die Subventionierung ja eigentlich erst unter Kohl ins Leben gerufen.
    Die hätte im besten Fall zur Folge das mehr Güterverkehr auf die Schienen verlagert wird, Diesel gespart und der Verkehr auf den Straßen reduziert wird.
    So nun erstmal genug zum Thema Diesel und noch kurz mal zum Thema Downsizing.
    Ich halte von diesem Thema, zumindest wie es zur Zeit realisiert wird, absolut nicht viel.
    Ja, man muß mit der Zeit gehen und sich auch etwas Neues einfallen lassen und dies auch kostengünstig zulassen und annehmen, aber von dieser z.B. 1liter Hubraum Geschichte mit 2 oder 3 Türkis halte ich absolut nichts.
    1. hält der kleine Motor nicht so sehr lange wie ein größerer ohne turbo(s).
    2. das man weniger verbraucht ist auch relativ zu betrachten. Es kommt immer darauf an wie man sein Fahrzeug bewegt.
    Es gibt genügend Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen, die einen etwas größeren Motor in ihren Fahrzeugen haben und trotzdem sparsam unterwegs sind und das ohne den Verkehr zu behindern.
    Des Weiteren sind diese turbos auch ganz schönen Belastungen ausgesetzt und gehen auch gern mal kaputt. Was passiert mit diesen (meist sehr wertvollem Rohstoff Aluminium) nach dem Wechsel des turbos? Schrott!!! Wenn nicht bei uns, dann im osteuropäischen Ländern. Dort muss es aber auch erstmal wieder hin kommen usw usw.
    Wie man es auch nimmt…ein Auto ist in jeder Hinsicht ein relativ schmutziges Geschäft. Egal ob Benzin oder Diesel. Alles fängt beim Händler mit einer fachgerechten und kompetenten Beratung an. Nicht mit einem Gespräch in dem der Händler einfach nur verkaufen möchte. Dazu zähle ich persönlich nur 2 deutsche marken und ich meine damit ganz sicher nicht den vw Konzern. Unsere Familienkutsche ist ein Japaner. Er ist so zwar optimal für uns, aber er verbraucht gut 1,5-2 Liter mehr als angegeben. Aus diesem Grund, aber auch aus Service gründen werden wir wieder in ein süddeutsches Lager wechseln. Mein nun mittlerweile 15 Jahre alter Benziner mit über 220000km gibt mir mut damit die richtige Entscheidung zu treffen…auch wenn es in der Anschaffung etwas mehr kostet. Qualität hat manchmal eben doch ihren Preis.

    Liebe Grüße an alle.

    Der Marc

    P.s. Lasst euch nicht unbedingt von diesem ganzen co2 und stickoxide gemache verrückt machen. Nehmt es aber bitte auch nicht auf die leichte Schulter. Umweltschutz geht alle an. Hinterfragt nur einfach den Sinn an manchen Sachen und schwimmt nicht einfach nur immer mit.
    Es gibt nicht nur weltweit viele Sünder, sondern auch sehr viele in Deutschland, an die nicht immer jemand denkt. Wieviele Sachen werden denn wirklich hier in Deutschland produziert und wie viele in Asien? Wenn hier nichts produziert wird ist unsere co2 Bilanz zwar top, aber dort wo wir produzieren lassen natürlich absolut nicht. Ob uns die Natur deswegen verschonen wird?! Lg


  16. Geschrieben von Hohmann | am 13. Dezember 2015 um 22:36 Uhr

    Diesel macht auf jeden Fall krank.
    Immer wenn bei mir ein Diesel Auto vorbeifährt, muss ich husten und mein Asthma wird schlimmer! Ich arbeite draußen. Bei Benzinern merke ich nichts!


  17. Geschrieben von Meg aus DK | am 6. Februar 2016 um 03:23 Uhr

    Hallo,
    Viele sehr gute Informationen, Danke.
    Beim Nachrechnen habe ich aber Schwierigkeiten die 15.000 km Grenze nachzuvollziehen. Ich habe für ein Mittelklasse-Auto (neu) mit jährlich 30.000 km und ein heutigen Ersparnis Diesel vs. Benzin von 0,24€ versucht die Kosten zu berechnen. Ich komme über eine Laufzeit von 3 Jahren auf ein Treibstoffersparnis (kleineren Verbrauch mitgerechnet) von ca. 626€ bei Diesel, bei Versicherung, Steuern und Abgaben aber ca 330€ Mehrkosten. Der Preisliche Unterschied ob ich das Auto als Benziner oder Diesel nehme ist aber fast 4.000€. Was vergesse ich da mitzurechnen bzw. rechne ich einfach falsch? Es wäre sehr schön wenn Sie mit ein Beispiel ergänzen könnten.
    Viele Grüße


    • Antwort geschrieben von Redaktionsteam Hannoversche | am 11. Februar 2016 um 17:14 Uhr

      Sehr geehrte Meg,

      vielen Dank für Ihre Frage.

      Ihre Rechnung ist nicht falsch. Die unterschiedlichen Ergebnisse liegen eher in der Tatsache begründet, dass in die exakte und individuelle Rechnung viele verschiedene Faktoren mit einfließen – wie z. B. Versicherung, Steuern, Kosten für die Inspektion, Ersatzteile, Verkaufswert usw. Unser Ergebnis war eher als Orientierungswert zu verstehen, der von uns zugegebenermaßen auch zu allgemein gewählt wurde. Er bezieht nicht alle relevanten Faktoren mit ein. Dazu kommt, dass der endgültige Wert auch sehr individuell vom jeweiligen Benziner- oder Dieselmodell abhängig ist.

      Die Spezialisten vom ADAC haben gerade einen neuen Benziner-Diesel-Vergleich durchgeführt und die Kosten für 1.600 aktuelle Modelle berechnet. In diese Berechnung fließen wichtige Faktoren wie der Wertverlust und die Kosten für übliche Verschleißteile ein. Die Tabelle listet vergleichbare Diesel- und Benzinermodelle der großen Automobilhersteller unter Angabe der Kosten (Cent pro km) bei einer Fahrleistung von 10.000, 15.000, 20.0000 und 30.000 Kilometern pro Jahr auf. Hier finden Sie
      den ADAC Benziner-Diesel Kostenvergleich
      vom Januar 2016.

      Dieser Vergleich gibt unserer Meinung nach einen guten Überblick.

      Wir hoffen, wir konnten Ihnen mit unserer Antwort weiterhelfen.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Ihr Hannoversches Redaktionsteam


  18. Geschrieben von Simon E. | am 4. April 2016 um 19:05 Uhr

    Hallo, was darf ich denn unter “Die heutigen komplexen Selbstzünder laufen in der Regel, wie Benziner, rund 200.000 Kilometer” verstehen. Ab wann ist “heutig”?
    Vielen Dank.


    • Antwort geschrieben von Redaktionsteam Hannoversche | am 5. April 2016 um 16:52 Uhr

      Sehr geehrter Simon E.,

      vielen Dank für Ihre Frage.

      Vor 20 Jahren waren Diesel noch vergleichsweise simpel konstruiert, eher leistungsschwach und enorm haltbar. Die stetige Leistungs- und Drehmomentsteigerung führt jedoch zur Drucksteigerung im Motor – höherer Druck im Brennraum verbrennt den Kraftstoff besser. Im Jahr 1999 lag der Einspritzdruck im Schnitt noch bei 1400 bar, inzwischen beträgt der Druck rund 2500 bar. Das Ergebnis ist eine verkürzte Lebensdauer der modernen Dieselmotoren.

      Mit freundlichen Grüßen,
      Ihr Hannoversches Redaktionsteam


  19. Geschrieben von Manuela Matthes | am 18. Oktober 2016 um 11:00 Uhr

    Ich finde das ziemlich irretierent,was machen eigenlich die KLEINUNTERNEHMER
    Imbissverkäufer,Gas-Wasser…,
    Baufirmen etc. Die sind angewiesen auf leisungsstarke Autos also meisst Diesel.
    Zeigen Sie mir ein Elektroauto das an die leistung eines Diesel heran reicht
    den Kaufe ich sofort.


  20. Geschrieben von Jfriedrich | am 1. November 2016 um 15:12 Uhr

    Hallo mal aufgelöst ihr grünen Aktivisten. Noch nie etwas davon gehört, dass Benzinmotoren viel gesundheitsschädlicheren Feinstaub ausstoßen als der vom Wirkungsgrad haushoch Überlebens Dieselmotor? Also erst denken und dann schreiben!


  21. Geschrieben von Nezika | am 4. November 2016 um 18:57 Uhr

    ich möchte nur gerne wissen welcher auto für mich besser wer, benziner oder disel? fachre so bis 20.000km järlich.
    Danke


  22. Geschrieben von David | am 28. November 2016 um 17:08 Uhr

    besonders @karl
    Dir heutigen Dieselmotoren haben alle einen Rußpartikelfilter, wodurch sie nicht mehr so viele bis keine schäflichen Mikropartikel ausstoßen. Hingegen blasen die heutigen Direkteinspritzer Benzinmotoren deutlich mehr Feinstaub und Rußpartikel in die Umwelt, da diese den Treibstoff nicht so sauber verbrennen und dadurch viel mehr rußen als alte Sauger-benziner. Und sie besitzen auch meist keinen Rußpartikelfilter!! Wodurch feststeht, dass die heutigen Benzin-Direkteinspritzer mehr Feinstaub etc. in die Umwelt pusten! Also sind Benziner nicht zwingend besser als Dieselmotoren!
    LG. D.


  23. Geschrieben von David | am 28. November 2016 um 17:24 Uhr

    Wenn die neuen Benziner mit Rußpartikelfiltern ausgestattet werden, sehe ich fast kein Argument, keinen Benziner zu kaufen. Außer man muss öfters Anhänger etc. ziehen und ist sehr sehr viel unterwegs. Aber auch die neuen Benzin-Direkteinspritzer mit Turboaufladung haben auch in unteren Drehzahlbereichen schon viel Durchzugskraft. Ideal für die Stadt. Doch wäre da nicht der vorher erwähnte Feinstaub.
    PS: in unserer Familie hier auf dem Land in Österreich wird Diesel und Benziner gefahren.
    LG. D.


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