Welche Auswirkungen hat die Garantiezinssenkung 2022 auf Versicherungen?

Diese Folge ist bares Geld für Dich wert! Denn hier erklärt Versicherungsmathematiker Robin Katzera, was sich hinter der vom Bundesfinanzministerium beschlossenen Garantiezinssenkung verbirgt. Und warum Du, wenn Du aktuell über den Abschluss einer Versicherung nachdenkst, unbedingt noch vor dem 31.12.2021 unterschreiben solltest.

Willkommen bei LebensWert - das Jetzt versichern. Mein Name ist Shiloo Köhnke und ich bin Host in diesem Podcast der Hannoversche. Ich freue mich, die Gelegenheit zu nutzen, hier mit verschiedenen Expert:innen zu sprechen. Dabei geht es uns darum, komplexe Versicherungsthemen einfach zu klären. Damit das Jetzt - dieser Moment, in dem sich alles gut und richtig anfühlt, gesichert ist.

Shiloo Köhnke: Hallo und herzlich Willkommen bei LebensWert - das Jetzt versichern. Wir starten wiederum gleich in unsere neue Folge und ich freue mich ganz besonders heute einen neuen Gast begrüßen zu dürfen, nämlich meine lieben Kollegen Robin Katzera. Robin, herzlich Willkommen!

Robin Katzera: Ja danke - ich freue mich auch hier zu sein.

Shiloo Köhnke: Ja super! Wir haben uns heute ein etwas komplexes Thema vorgenommen, wir wollen nämlich aus aktuellem Anlass einmal den Beschluss des Bundesfinanzministeriums besprechen, den Garantiezins zu senken ab Januar 2022. Insofern ist das ein interessanter Anlass, ein relevanter Anlass so wie wir glauben, für die Hörerinnen und Hörer einmal und zusammenzusetzen zu diesem Thema.

Du bist ein sehr geeigneter Ansprechpartner dafür, denn du bist deines Zeichens Versicherungsmathematiker und hast ja somit einen fachlichen Blick auf den Markt, auf gesellschaftliche Entwicklungen und die Tarifgestaltung.

Deshalb aber jetzt, als erstes eine persönliche Frage vorab: Du bist nicht nur Versicherungsmathematiker, du bist auch junger Familienvater und trägst insofern Verantwortung für deine Familie, für deine Kinder. Gibt es ein biometrisches Produkt was du deinen Kindern ans Herz legen würdest und wenn ja welches wäre das?

Robin Katzera: Ui, das ist eine Frage, die mich jetzt erstmal überrascht. Ich hoffe du weißt, meine Kinder sind jetzt gerade zwei und vier Jahre alt, von daher würde ich denen jetzt erstmal glaube ich kein Produkt ans Herz legen. Genau wenn dann vielleicht, dass ich etwas für Sie abschließen.

Aber perspektivisch wenn sie natürlich älter werden, dann würde ich auf jeden Fall sagen, dass eine Risikolebens­versicherung einfach sinnvoll ist, weil es vergleichsweise auch zu anderen Versicherungen, die man einfach braucht eine Haftpflichtversicherung, gerne auch mal eine Hausrat, auch wenn man die nicht unbedingt braucht, aber die sind einfach so günstig und sichern so ein großes Risiko ab. Das Risiko würde ich möglichst auch für meine Kinder abgesichert wissen wollen.

Shiloo Köhnke: Ja, verständlich. Ja, wir haben es gerade schon gesagt, der Anlass ist hochaktuell und zum Januar 2022 greift also dieser offizielle Beschluss durch das Bundesfinanzministerium, den Garantiezins zu senken, das hat marktweite Auswirkungen und insofern wollen wir da heute mal drüber sprechen.

Was ist eigentlich der Beweggrund für diese Garantiezinssenkung, kannst du das kurz erklären?

Robin Katzera: Ja, also ich werde es auf jeden Fall versuchen. Das Bundesfinanzministerium hat eine Senkung des Höchstrechnungszins beschlossen. Wir verwenden da auch oft die Bezeichnung Garantiezins, weil das der Garantiezins mit dem können wir die Verträge garantiert verzinsen. Insbesondere bei Kapitallebens­versicherung­en, aber eben auch Biometrieprodukte.

Der Hintergrund ist, wir sprechen, also wir die Versicherer, sprechen gegenüber unserem Kunden eine Garantie aus, dass ihre Beiträge und die Sparbeiträge mit dem Garantiezins bis zum Ablauf des Vertrags verzinst werden.

Das kann bei Rentenversicherungen, aber auch BU, also Berufsunfähigkeitsversicherungen, ganz schnell 40 Jahre und noch länger sein. Und wenn man diese Garantie ausspricht und aktuell sind das 0,9 % Zinsen, dann muss man sie natürlich auch erfüllen.

Es gibt jetzt viele Banken, die bei dieser Kapitalmarktzinslage fast gar keine Zinsen oder auch Negativzinsen verlangen. Und dann wäre es ja schon komisch, wenn die Versicherer weiterhin 0,9 % auf die nächsten 40, 60 Jahre garantieren.

Genau - das ist der aktuelle Zinssatz und da kommt jetzt das Bundesfinanzministerium ins Spiel und hat eben auch gesagt ja, wenn man den weiterhin so hoch erlaubt, dann ist da zu bezweifeln, dass die Garantien dauerhaft erfüllt werden können und deshalb ist jetzt demnächst, ab Januar als Höchstrechnungszins nur noch 0,25 % erlaubt und dementsprechend werden die Versicherungen, bei uns die Lebens­versicherung­en, eben diesen Garantiezins von 0,9 auf 0,25 % senken.

Shiloo Köhnke: Und das betrifft ja den gesamten Markt, also das wird nicht nur bei uns der Fall sein, dass wird bei allen für alle Versicherern gelten.

Robin Katzera: Ja, also es ist so, man darf dann maximal 0,25 % als Garantiezins versprechen, weniger ist erlaubt, da gibt es auch sicherlich Produkte, die ohne einen Garantiezins auskommen, aber mehr ist dann halt verboten.

Shiloo Köhnke: Okay, verstanden. Ja, du hast es gerade sehr gut ausgeführt, es geht um die Garantiezinsversprechen den Kunden gegenüber. Bei den Sparprodukten, die du jetzt auch angesprochen hast, ist das relativ gut nachvollziehbar, weil das natürlich auch Verträge sind, die man dort schließt, auf sehr lange Laufzeiten zum Teil.

Welchen Zusammenhang oder welche Auswirkungen hat das jetzt auf die biometrischen Vorsorgeprodukte, also die Berufsunfähigkeitsversicherung, die Risikolebens­versicherung, du hast sie eben gerade in Bezug auf deine Kinder auch genannt oder auch die Sterbegeld­versicherung?

Robin Katzera: Kann ich auch was zu sagen, natürlich.

Ich würde mit der Sterbegeld­versicherung anfangen, weil die ähnlich wie die Alters­vorsorge­produkt­e gestrickt ist. Man zahlt Beiträge ein, die zum Teil dann eben angespart werden, bei uns, bei der Versicherung und mit dem Garantiezins verzinst werden.

Am Ende möchte man eine garantierte Leistung bekommen. Und wenn der Garantiezins nun mal jetzt geringer ist, dann kriege ich aus den gleichen Beiträgen, eine niedrigere garantierte Leistung. Ist logisch, weil das Geld, was sozusagen auf, ich sage jetzt mal Sparbuch, es ist kein Sparbuch, sondern es ist das Deckungskapital, so nennen wir das, was da angesammelt wird, verzinst sich halt über die gesamte Laufzeit weniger. Und dadurch ergibt sich bei einer Sterbegeld­versicherung, dass sich durch die Garantiezinssenkung bei gleichen Beiträgen weniger garantierte Leistung ergibt.

Das klingt erstmal schlecht, ist es vielleicht auch. Aber es ist nicht so. Also der Garantiezins wird zwar gesenkt, aber es heißt ja nicht, dass das Geld oder diese Zinsen, die wir vorher gezahlt haben jetzt einfach bei uns bleiben, denn unsere Kapitalanlage wird nicht ab Januar automatisch weniger Zinsen erwirtschaften.

Das heißt es ist nicht so, dass ab Januar plötzlich irgendwie für die Versicherungen es nicht mehr möglich ist sich Erträge zu erwirtschaften. Und da wir das nicht in unsere Tasche stecken, sondern die Überschüsse immer auch an unsere Kunden weitergeben, führt das dazu, dass man über die so genannte Überschussbeteiligung, eben dann etwas mehr bekommt.

Es gibt weniger Garantien, dafür mehr Überschüsse, bei den Kunden die jetzt, ab dem nächsten Jahr erst abschließen. In Summe ist es aber so, dass wir aufgrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes dafür sorgen müssen, dass die Kunden, egal ob sie jetzt mit dem niedrigen Garantiezins kommen oder mit dem höheren, nicht benachteiligt werden.

Das heißt, ich kann jetzt in diesem Jahr noch was abschließen, dann habe ich eine höhere garantierte Leistung, wenn ich im nächsten Jahr erst kommen würde mit dem Vertrag, dann gibt es mehr Überschüsse und das führt dazu, dass vorausgesetzt die Zinsen entwickeln sich jetzt nicht so in den nächsten Jahren während der Vertragslaufzeit, dass sie noch deutlich weiter sinken, dass die Kunden eigentlich in Summe das Gleiche bekommen.

Aber es kann eben auch sein, dass die Zinsen deutlich sinken und dann ist der Kunde, der die Garantie hat natürlich besser da. Denn ihm kann dann sozusagen nicht mehr gekürzt werden oder weniger.

Shiloo Köhnke: Verstanden. Jetzt muss ich trotzdem noch mal nachhaken. Die garantierte Leistung, damit meintest du jetzt die garantierte, das Garantieversprechen auf die Zinsen quasi, also auf die Überschüsse. Weil wenn ich jetzt eine Sterbegeld­versicherung abschließe in Höhe von 8.000 € beispielsweise, ist das ja nach wie vor eine garantierte Auszahlung, die ich bekomme zum Todeszeitpunkt.

Robin Katzera: Ja, genau. Also aktuell ist es so, für 8.000 € garantierte Summe, zahlst du einen Beitrag X. Wenn dann der Fall eintritt, dass du irgendwann stirbst, hoffentlich dauert es noch sehr lange, dann kriegst du von uns diese garantierten 8.000 € und zusätzlich, also nicht nur von uns, sondern von allen Versicherern oder von denjenigen, die Überschüsse erwirtschaften, kriegst du auch noch eine Überschussbeteiligung.

Das können auch gerne und schnell mal fast die gleiche Summe sein oder 4.000 €, die unverbindlich da drauf kommen, je nach Vertragslaufzeit, wie lange das gedauert hat und wie sich eben auch die Zinsen zukünftig entwickeln.

Der Kunde, der jetzt erst einen Vertrag abschließt, wenn der Garantiezins gesenkt ist, der kriegt für den gleichen Beitrag, eben keine 8.000 € garantiert, sondern sagen wir mal als Beispiel 7.000€, dafür würde er aber, weil wir ihn ja nicht schlecht darstellen wollen, solange die Zinsen über die Vertragslaufzeit nicht signifikant unter 0,9 % fallen, entsprechen mehr Überschüsse bekommen, so dass er auch, wenn er zum gleichen Zeitpunkt dann stirbt eine gleichwertige Leistung bekommt, also dann würde er sozusagen wahrscheinlich 5.000 € Überschüsse bekommen.

Also die Garantiezinssenkung bedeutet in dem Fall nicht sofort ein Schlechtdarstellung in Euro, aber man hat halt weniger Garantien.

Shiloo Köhnke: Also, günstigere Konditionen zu diesem Zeitpunkt.

Robin Katzera: Genau, und man muss einfach sagen, dass ist nicht die erste Garantiezinssenkung. Früher, vor einigen Jahren, manch einer wird es wissen, gab es noch sehr hohe Zinsen, das wurde mehrfach gesenkt und die Kunden, die jetzt beispielsweise vor 10 Jahren noch einen Vertrag abgeschlossen haben, zu höheren Garantiezinsen, bei denen ist es auch mittlerweile tatsächlich so, dass sie von dieser Garantie profitieren, weil sie auch wirklich mehr bekommen, als diejenigen, die zu einem niedrigen Garantiezins abgeschlossen haben.

Shiloo Köhnke: Gut prima, das habe ich verstanden. Jetzt möchte ich noch mal zurückkommen, auf die Frage eingangs.

Wir haben ja diese drei verschiedenen biometrischen Risiken beschrieben Berufsunfähigkeit, Risikoleben, also das sichert den Tod ab und Sterbegeld. Du hast gesagt, du nimmst jetzt erst Bezug auf die Sterbegeld­versicherung.

Wie ist es bei den beiden anderen Produkten, da ist ja ein ungleich höheres Risiko wahrscheinlich mitversichert. Also wie wirkt sich die Garantiezinssenkung bei diesen Produkten aus? 

Robin Katzera: Ja, ganz genau. Ich habe erst einmal ganz schön lange über die Sterbegeld­versicherung geredet. Das ist vielleicht der Einstieg, dann hat man das verstanden.

Bei der Risikoversicherung ist das etwas anders, wie du schon sagst, da steckt das Risiko in dem Todesfall. Der Kunde zahlt Beiträge, die wir eben auch wirklich nur für diesen Todesfall verwenden und zur Kostendeckung, es wird aber im Prinzip eben keine, Ablaufleistung angespart, also wenn der Vertrag irgendwann endet, zu dem gewünschten Termin vom Kunden, dann gibt es halt keine Auszahlung. Und daher ist es so, dass wir verhältnismäßig wenig Deckungskapital da bilden.

Deckungskapital hatte ich vorhin mal gesagt, sowas ähnliches wie ein Sparbuch. Das liegt daran, die klassische Risikoversicherung ist so konzipiert, dass die Kunden über die gesamte Vertragslaufzeit den gleichen Beitrag zahlen.

Wenn ein 20-jähriger Kunde zu uns kommt und sich für 20 Jahre absichern will, zahlt er immer den gleichen Beitrag über die ganzen 20 Jahre. Statistisch gesehen und eben auch in unserer Tarifierung ist es dann aber so, dass ein 20-jähriger natürlich viel unwahrscheinlicher verstirbt, als ein 40-jähriger oder beispielsweise sogar ein 80-jähriger. Die Wahrscheinlichkeit steigt nun mal leider mit dem steigenden Alter.

Das heißt, ganz am Anfang von seiner Risikoversicherung, zahlt er eigentlich mehr als er zahlen müsste für sein aktuelles Risiko. Zum Ende hin, zahlt er dann weniger als er eigentlich zahlen müsste. Das was er aber am Anfang zu viel zahlt, dass sammeln wir auch in diesem Deckungskapital, verzinsen es und verbrauchen es sozusagen am Ende raus dann wieder für die Beiträge.

Und da steckt dann auch gleich der der Knackpunkt drinnen, wir verzinsen es und zwar mit dem Garantiezins und das machen nicht nur wir so, das passiert halt in der gesamten Branche bei den traditionellen Risikoversicherungen und wenn der Garantiezins jetzt gesenkt wird, dann ist damit zu rechnen, dass sich marktweit auch Risikoversicherungen, um sagen wir mal, ungefähr 3% verteuern.

Shiloo Köhnke: Also wäre jetzt der Zeitpunkt noch in diesem Jahr, in 2021, abzuschließen günstiger. Also da würde der Kunde noch von günstigeren Konditionen auf lange Sicht profitieren.

Robin Katzera: Ja, also ich würde sowieso bei einer Risikoversicherung immer sagen, wenn man mit dem Gedanken spielt eine abzuschließen, dann sollte man das jetzt machen, weil das kann halt schlagartig zu spät sein und wenn er dann darauf gehofft hat oder aus irgendwelchen Gründen gedacht hat „Ach, ich warte jetzt noch mal“, vielleicht ist es dann zu spät.

Aber ansonsten gilt es auch, dass die grundsätzliche Erwartung ist, dass sich der Markt durch die Garantiezinssenkung ein bisschen verteuert. Aber sicherlich werden auch viele Wettbewerber, aber auch wir die Tarife deshalb grundsätzlich überarbeiten. Wodurch eben auch womöglich gewisse einzelvertragliche Konstellation, also jetzt speziell, wenn du vielleicht kommst, das ist für dich dann vielleicht teurer wird, aber für deinen Bruder oder was auch immer, für den wird es vielleicht trotzdem dann im nächsten Jahr teurer oder es gibt halt auch andere neue Produkte.

Shiloo Köhnke: Das ist ja auch von vielen Faktoren abhängig. Vom Beruf ist es abhängig, vom Gesundheitsstatus ist es abhängig. Es gibt verschiedene Faktoren, die da reinfließen.

Wie ist es jetzt, wir sprachen jetzt über die Risikolebens­versicherung, du hast ja gesagt da geht's meistens oder häufig nicht um so ganz hohe Beiträge monatlich.

Aber bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist das Risiko ein anderes und da geht es im Zweifel auch mal um ziemlich hohe Leistungsansprüche für den Fall, dass eine Berufsunfähigkeit eintritt.

Wie sind dort die Auswirkungen? Da verstehe ich das ja genauso, dass die Produkte sich vermutlich auch verteuern werden, dann ab Januar 2022. Ist das richtig?

Robin Katzera: Ja, das wird auch grundsätzlich so kommen. Da spielen nämlich beide Aspekte mit rein. Einmal ist das so ähnlich wie bei der Risikoversicherung, während der Kunde seine Beiträge zahlt, auch die Wahrscheinlichkeit berufsunfähig zu werden, bei höherem Alter erhöht und dementsprechend bilden wir dort auch Deckungskapital, was verzinst wird.

Zusätzlich ist es da dann noch ein bisschen, wie bei den Sparprodukten, wie bei der Sterbegeld, nämlich im Leistungsfall, da zahlen wir eine Rente. Und für die bringen wir eben auch Deckungskapital, dadurch ist das bei der BU deutlich verstärkter und man kann wahrscheinlich marktweit mit Erhöhungen um grob 10% rechnen.

Ein Teil davon ist aber ähnlich, wie ich das auch bei der Sterbegeld gesagt habe so, dass er über Überschüsse sehr wahrscheinlich auch zurückkommt. Aber trotzdem: es wird erstmal teurer.

Shiloo Köhnke: Das habe ich verstanden. Aber auch da ist es so, dass die vereinbarte Berufsunfähigkeitsrente garantiert ist für den Fall, dass eine Berufsunfähigkeit eintritt. Also die Versicherten können sich darauf verlassen, dass wenn Sie eine BU abschließen, dass sie dann auch die vereinbarte Versicherungs­summe bekommen.

Robin Katzera: Ja, also ganz hundertprozentig, natürlich. Das ist ja genau der Grund, warum auch der Garantiezins gesenkt wird, damit diese Garantie eben auch wirklich erfüllt werden kann.

Also wer beispielsweise 1.000 € monatliche BU-Rente absichert, der wird diese BU-Rente auch definitiv kriegen, so lange wie er BU ist. Und wenn er längere Zeit BU ist, dann wird er sogar, wie ich das schon erwähnte, an Überschüssen beteiligt, wodurch sich das eben auch erhöht.

Shiloo Köhnke: Verstanden. Gut, aber das ist noch mal gut, dass wir es klargestellt haben, dass der Vorsorgezweck jeweils auf jeden Fall gesichert ist und sein soll langfristig, also je nach Produkt natürlich, unterschiedlich aber, dass Kunden sich da auf jeden Fall drauf verlassen können, dass die Versicherer auch in der Lage sind diese Ansprüche dann langfristig zu erfüllen.

Gut, aber dann kann man ja als Fazit jetzt für uns und vor allen Dingen die Hörerinnen und Hörer auch mitnehmen, dass es auf jeden Fall so ist, für denjenigen, der sich jetzt mit dem Gedanken beschäftigt eine Berufsunfähigkeitsversicherung, eine Risikolebens­versicherung oder auch eine Sterbegeld­versicherung abzuschließen, dass der es möglichst in diesem Jahr dann auch tun sollte, weil er von günstigeren Konditionen profitieren könnte, als im nächsten oder in den darauffolgenden Jahren.

Robin Katzera: Ja, ich würde das sogar noch erweitern: Eben auch auf die Sparprodukte, eine Rentenversicherung oder was es sonst noch so alles am Markt gibt. Denn der höhere Garantiezins wird sich bestimmt nicht negativ auswirken.

Und manchmal ist es besser, etwas zu haben, bevor man es braucht.

Shiloo Köhnke: Ja, das ist ja sowieso so. Ja, jetzt haben wir sehr sehr viel fachlich gesprochen, sehr viel zahlenlastige Informationen auch rausgegeben.

Zum Schluss möchte ich gerne noch eine persönliche Frage stellen: Wie ist das eigentlich bei dir bei den ganzen Kalkulationen und Tarifen und Marktbeobachtungen, die du machst, wie schaltest du privat am besten ab?

Robin Katzera: Eine gute Frage. Aber, da kann ich glaube ich wieder mit meinen Kindern kommen. Denn da ist das Abschalten gar nicht so schwer, denn eigentlich schalten die ja dann quasi ab, indem sie mich in ihr Spiel einbeziehen oder nach mir schreien oder mich anschreien, leider auch manchmal.

Shiloo Köhnke: Aber dann denkt man halt wenig an die Arbeit. Die schalten an und du schaltest ab. 

Robin Katzera: Ich glaube es muss so sein ja.

Shiloo Köhnke: Ja, vielen Dank Robin, für deine Ausführungen und deine Erklärungen zum Thema Garantiezinssenkung. Und ich hoffe, wir sehen uns hier bald auch noch mal wieder zu einem anderen Thema in unserem Podcast.

Das war sie schon unsere Folge zum Thema Garantiezinssenkung. Danke fürs Zuhören. Alle Informationen und Highlights findet ihr, wie immer in unseren Shownotes oder auf Instagram unter @hannoverscheversicherung. Tschüss und auf Wiederhören, eure Shiloo.

Foto: Hannoversche