Sterbegeldversicherung: Eine Erklärung zum Anhören & Nachlesen

Bei LebensWert, dem Podcast der Hannoversche, geht es in dieser Folge um ein Thema, an das die meisten von uns nicht gern denken, geschweige denn gerne sprechen: Denn wir sprechen über den Tod – genauer gesagt, um die Sterbegeldversicherung. Nicole Grube, Coach im ServiceCenter der Hannoversche, bringt uns diese Versicherung näher und räumt dabei auch gleich mit einigen Irrtümern und Vorurteilen auf. Glaubst Du zum Beispiel, dass die Krankenkasse sich an den Kosten für die Bestattung beteiligt oder dass Du bei Ausschlagen des Erbes nicht mehr für die Bestattung von Angehörigen aufkommen musst? Dann solltest Du bei dieser Folge ganz genau zuhören! 

Willkommen bei LebensWert - das Jetzt versichern. Mein Name ist Shiloo Köhnke und ich bin Host in diesem Podcast der Hannoversche. Ich freue mich, die Gelegenheit zu nutzen, hier mit verschiedenen Expert:innen zu sprechen. Dabei geht es uns darum, komplexe Versicherungsthemen einfach zu klären. Damit das Jetzt - dieser Moment, in dem sich alles gut und richtig anfühlt, gesichert ist. 
 

Shiloo Köhnke: Herzlich Willkommen bei „LebensWert - das Jetzt versichern“. In unserer heutigen Folge soll es uns um ein ernstes, aber sehr wichtiges Thema gehen, es geht nämlich um die Sterbegeldversicherung. Dafür habe ich mir meine sehr freundliche und warmherzige, gleichzeitig kompetente Kollegin Nicole Grube eingeladen, genannt Nici. Hallo Nici und herzlich willkommen.

Nicole Grube: Ja, vielen Dank, dass ich da sein darf.

Shiloo Köhnke: Liebe Nici, danke, dass du Zeit gefunden hast und, dass du es geschafft hast. Du kannst dich erinnern, ich habe schon mal versucht, dich zum Gespräch zu bitten oder zu verführen mit ein bisschen Schokolade. Es hat letztes Mal nicht geklappt, diesmal siehst du, habe ich frische Zitrusfrüchte in Form von Mandarinen hier stehen. Ich hoffe du bedienst dich auch im Laufe des Gesprächs und es hat auf jeden Fall geklappt, dich hierher zu locken.

Nicole Grube: Das ist sehr lieb von dir, Dankeschön.

Shiloo Köhnke: Ich habe das gerade schon gesagt, es geht um ein ernstes, aber dennoch sehr wichtiges Thema, nämlich um die Sterbegeldversicherung. Du bist hier bei uns im Haus Coach im Servicecenter für die Beratung der Sterbegeldversicherung, das heißt du kümmerst dich darum, dass das Thema Sterbegeldversicherung auch mit der notwendigen Empathie und dem Fingerspitzengefühl beraten wird bei den Kunden.

Nun ist es ja so, dass in unserer Gesellschaft das Thema Sterben und Tod oftmals tabuisiert wird. Das kann jeder nachvollziehen. Gedanken an den Tod, vor allen Dingen an den eigenen Tod sind nicht angenehm. Trotzdem ist es natürlich so, dass es auch wichtig ist, sich mit diesem Thema mal auseinander zu setzen und einfach auch darauf zu gucken, was passiert dann, wenn dieser Fall eintritt, insbesondere für meine Angehörigen.

Deswegen vorab die Frage an dich: Ist es für dich privat so, dass sich deine Sicht oder deine Einstellung auf den Tod verändert hat, durch deine Aufgabe, die du hier ausübst?

Nicole Grube: Auf jeden Fall. Also bei mir war es ein Stück weit so, so wie es wahrscheinlich bei vielen Menschen auch ist, dass das Thema für mich gar nicht so präsent war, also gar nicht im Kopf war, dass ich sage ich muss da irgendwie was regeln oder ich muss mich damit beschäftigen und das hat mich auf jeden Fall sensibilisiert.

Auf der einen Seite bin ich auch sehr dankbar, dass ich mich mit dem Thema selbst beschäftigen kann, weil ich auch weiß, dass es gut und einfach ist, diese Dinge im Vorfeld zu regeln und das schafft ein unheimliches Sicherheitsgefühl, dass ich weiß, ich habe an alles gedacht und kann normal für mich weiterleben und weiß, dass das geregelt ist.

Shiloo Köhnke: Ja genau, deswegen führen wir das Gespräch heute ja zum Beispiel auch, weil wir einfach einmal gerne dieses Thema klären wollen. Stellvertretend auch für Hörerinnen und Hörer grundsätzliche Fragen beantworten möchten im Umfeld der Sterbegeldversicherung und danach kann man sich dann eben wieder den schönen Dingen und Themen des Lebens zuwenden und weiß für sich, man hat sich gekümmert und hat das abgehakt.

Nicole Grube: Richtig.

Shiloo Köhnke: Darum sind wir schon gleich im Thema. Bei dem Begriff Sterbegeldversicherung schwingt das schon mit worum es geht. Es geht natürlich um den Todesfall. Aber was genau ist eine Sterbegeldversicherung, also was sichert diese Vorsorgeform ab?

Nicole Grube: Also die Sterbegeldversicherung ist eine Art Hinterbliebenenabsicherung, bei der ich zum Beispiel mein eigenes Leben bis zu meinem Todesfall versichere. Das heißt, wenn ich versterbe weiß ich, dass zu 100% die im Vorfeld vereinbarte Versicherungssumme an meine Hinterbliebenen ausgezahlt wird.

Shiloo Köhnke: Das heißt das Geld kann dann verwendet werden, beispielsweise für die Kosten, die im Rahmen einer Bestattungszeremonie anfallen und ich kann meine eigenen Wünsche und Gedanken dazu auch niederschreiben und weiß, das ist alles bezahlt und meine Angehörigen sind nicht zusätzlich zu dem Verlust, den sie eben in dem Moment spüren, auch noch mit hohen Kosten belastet, was meine eigene Bestattung anbelangt.

Nicole Grube: Ja richtig, also ich sage mal die Kosten sind natürlich in den letzten Jahren, wie in vielen anderen Bereichen auch gestiegen. Es ist zum Beispiel so, dass man eine Summe zwischen 3.000 und 5.000 € absichern kann und die Kunden, die sich für das Thema interessieren, bringen natürlich auch ganz eigene Wünsche und Vorstellungen mit, wie der letzte Weg sozusagen dann auch gestaltet werden soll und danach kann auch die Versicherungssumme dann gewählt werden.

Shiloo Köhnke: Ja, jetzt hast du gerade gesagt von bis, das habe ich nicht verstanden.

Nicole Grube:  Die Mindestversicherungssumme sind 3.000 €, maximal kann man einen Betrag von 15.000 € vereinbaren. Das schöne in der Hinsicht ist, dass es unheimlich viele Möglichkeiten gibt, sich bestatten zu lassen. Also von der klassischen Erdbestattung, was denke ich früher wirklich das meist Gewählte war.

Mittlerweile ist es auch so, dass es natürlich Urnenbestattung gibt, Seebestattungen oder im Friedwald und ich merke natürlich auch in den Gesprächen, dass einige Kunden wirklich ganz klare Vorstellungen haben und sagen so möchte ich ganz gerne beerdigt werden und können das eben damit auch sehr flexibel gestalten.   

Shiloo Köhnke: Wie sind die Erfahrungen hier bei uns in der Beratung? Welche Summen werden am meisten oder bevorzugt genommen?

Nicole Grube:  Die meisten von der Versicherungssumme nehmen einen Betrag so zwischen 5.000 € und 7.000 €, weil zum einen ist es eher so diese klassische Erdbestattung. Einige haben natürlich auch ein Familiengrab, wo sie gesagt haben, sie möchten gerne auch nach dem Tod bei der Familie sein und dann gibt es aber auch die Kunden die sagen, sie möchten ganz gerne eine Urnenbestattung oder eine Feuerbestattung haben. Das deckt den Bereich zwischen 5.000 € und 7.000 € ab.

Es kommt natürlich aber auch darauf an in welcher Region man lebt, also da gibt es wirklich sehr große Unterschiede. Daher ist zum Beispiel auch dieses Beratungsgespräch wichtig, dass man wirklich die individuellen Wünsche und Bedürfnisse erfragt und dann aber auch schaut, was ist ein realistischer Betrag, den man wirklich auch dafür benötigt und somit dann auch die Hinterbliebenen, die Wünsche die man selber auch hat und offen darüber spricht, dass die auch im Nachhinein erfüllt werden können.

Shiloo Köhnke: Ja, das ist gut, dass du das ansprichst, dass es eben auch von Region zu Region Unterschiede gibt, was die Kostenfrage betrifft. Und es ist noch da glaube ich wichtig dazu zu sagen, dass auch diese Kosten eine Pflicht sind. Also jeder ist verpflichtet, für die eigene Bestattung zu sorgen. Wenn es derjenige, der jetzt verstorben ist nicht kann oder nicht vorgesorgt hat, dann müssen die Angehörigen diese Kosten tragen.

Nicole Grube: Genau, also bis 2004, mittlerweile ist das ja auch schon wieder eine sehr lange Zeit, haben damals wirklich noch die Krankenkassen das übernommen.

Heute und auch das - denke ich - weiß nicht jeder, dass heute die Hinterbliebenen dazu verpflichtet sind, das Ganze zu regeln und so wie du es auch selber schon angesprochen hast, ich denke mal der emotionale Schmerz wirft einen eh schon aus der Bahn, wenn der Tag X kommt und damit nicht das Finanzielle noch mit oben drauf kommt, ist es wirklich eine sehr gute Möglichkeit hier vorzusorgen.

Und dadurch, dass das eben wirklich auch schnell gehen muss, also vieles schnell geregelt werden muss und auch in einer sehr kurzen Zeit die finanziellen Mittel bereitgestellt werden müssen, ist es also wirklich ein sehr beruhigendes Gefühl, die Hinterbliebenen finanziell nicht zu belasten und zu sagen, also das Ganze ist im Fall der Fälle auch da und dann kann man sich wirklich auch darum kümmern.

Shiloo Köhnke: Genau, weil es schnell gehen muss, noch die Frage im Anschluss: Wie läuft das ab, wenn der Todesfall eingetreten ist? Wie schnell werden dann die Versicherungssummen zur Verfügung gestellt?

Nicole Grube: Also es ist so, dass das wirklich sehr schnell geht. Also innerhalb von einer Woche wird das Geld zur Verfügung gestellt und die Summe wird ausgezahlt an die Hinterbliebenen.

Und dann kann man für sich selber noch entscheiden, ob man vorher sozusagen ein Bestattungsinstitut schon beauftragt hat, die wirklich auch unheimlich viel abnehmen, weil das sozusagen auch tagtägliches Geschäft für sie ist und sie wissen ganz genau, was zu tun ist. Oder es wird eben wirklich den Hinterbliebenen direkt zur Verfügung gestellt und sie kümmern sich dann selber um alles.  

Shiloo Köhnke: Jetzt interessieren mich noch mal die Gründe oder die Motive, die die Kunden angeben, weshalb sie eine Sterbegeldversicherung abschließen möchten. Da gibt es ja ganz bestimmt unterschiedliche Motive, die euch genannt werden oder kommen auch Kunden und sagen bitte beraten Sie mich, was es für Alternativen gibt und gehen ganz offen in die Gespräche?

Nicole Grube: Es gibt zwei Bereiche was wir am meisten raushören.

Das eine sind wirklich die Eltern, also ein Ehepaar, was auch erwachsene Kinder hat, wo sie sich wirklich auch zusammen hinsetzen, auch mit der Familie sich offen über das Thema austauschen und wirklich sagen, wir möchten das für euch regeln und zwar heute schon und möchten insofern die Kinder nicht belasten, dass sie sagen, wir möchten gerne eine Sterbegeldversicherung, wir möchten das sogar als Ehepaar also, dass wirklich zwei die Sterbegeldversicherung abschließen und damit diese finanzielle Entlastung für die Hinterbliebenen geben.

Oder diejenigen, die keine Kinder haben. Da merke ich natürlich auch diese individuellen Wünsche, dass man wirklich sagt, ich habe ganz genaue Vorstellungen, wie das Ganze dann später auch ablaufen soll und daher machen das also auch Paare gegenseitig.

Oder aber auch diejenigen, die keine Hinterbliebenen mehr haben, weil auch die sagen, ich möchte gerne wissen, wie das später dann bei mir läuft.

Shiloo Köhnke: Ja das kann ich verstehen, also gerade dieser Wunsch, selbst zu entscheiden, wie der Abschied sozusagen aussehen soll, glaube ich, ist ein ganz wichtiger Aspekt bei dieser Thematik. Aber eben auch die Entlastung, also dass man einfach niemandem finanziell zur Last fallen möchte, auch wenn man dann nicht mehr ist und gerade, wenn man Kinder hat natürlich auch weiß, die sind in der nächsten Verantwortung, die werden dann auch zur Kasse gebeten.

Nicole Grube: Ja, auf jeden Fall und das was ich vorhin gesagt habe: Man weiß nie, wann der Tag kommt, das wissen wir alle nicht und wenn es dazu kommt, das Meiste ist immer unerwartet und wenn man sich vorstellt, man braucht wirklich einen höheren Betrag innerhalb von nur wenigen Tagen.

Und daher habe ich wirklich diese Sicherheit, wenn ich die Sterbegeldversicherung abschließe, dass wirklich sehr schnell ausgezahlt wird und dann auch die Kinder wirklich loslegen können, auch alles dann in die Wege zu leiten.

Shiloo Köhnke: Ja das ist gut. Ja natürlich kann man sich vorstellen, dass die finanziellen Mittel dann vielleicht nicht überall gleichermaßen verfügbar sind. Kannst du was zum Alter sagen, wie alt die Kunden sind, wenn sie eine Sterbegeldversicherung abschließen so im Durchschnitt?

Nicole Grube: Also die meisten Kunden, die sich aktiv mit dem Thema beschäftigen sind so um die 50 und das sind so die, die sich am ehesten damit beschäftigen, aber auf der anderen Seite merken wir schon und ich denke, da hat sich so ein bisschen die Gesellschaft auch geändert, dass auch die Jüngeren sich heute schon damit beschäftigen.

Das heißt ab 40, das ist ja das Mindesteintrittsalter, wo man eine Sterbegeldversicherung abschließen kann. Also es gibt auch die Altersgruppe, die sagt ich denke in dem Sinne noch nicht an Tod und ich stehe mitten im Leben und sehe das in dem Sinne gar nicht, dass das jetzt zeitnah auf mich zukommt.

Auf der anderen Seite sagen sie, ich möchte das heute geklärt haben ich kann es dann weglegen und ich weiß im Fall der Fälle bin ich vorgesorgt, sprich meine Hinterbliebenen und das ist einfach auch ein gutes Gefühl.

Shiloo Köhnke: Ja das kann ich nachvollziehen. Gibt es bestimmte Voraussetzungen für den Abschluss einer Sterbegeldversicherung?

Nicole Grube: Das Besondere bei der Sterbegeldversicherung ist, dass es in dem Sinne keine Voraussetzungen gibt.

Das Einzige ist, dass man mindestens 40 Jahre alt sein muss, dass die Versicherungssumme zwischen 3.000 € und 15.000€ gewählt werden kann und das Schöne ist, dass hier keine Gesundheitsfragen erforderlich sind, im Vergleich zu anderen Versicherungsbereichen. Und es ist so, dass wirklich jeder Kunde angenommen wird und daher eben auch wirklich alle, die sich damit beschäftigen möchten und wollen, die Möglichkeit haben, auch diese Sterbegeldversicherung abzuschließen.

Shiloo Köhnke: Also ist es ganz leicht im Prinzip sich zu kümmern, wenn man es möchte. Und wenn man diese Form der Vorsorge für sich gewählt hat, dann ist es völlig unkompliziert einen Abschluss auch vorzunehmen.

Nicole Grube: Richtig, es ist wirklich ein sehr einfaches, ein sehr klares Produkt und es ist schon wichtig, sich beraten zu lassen, um wirklich dann zu schauen, was passt zu mir, welche Versicherungssumme soll ich wählen, was brauche ich genau, wie sehen meine Wünsche aus. Und das wird durch ein individuelles Beratungsgespräch dann auch ganz individuell mit dem Kunden besprochen.

Shiloo Köhnke: Jetzt noch mal zurück zu der zu der Beratungsthematik oder zu dem Beratungsgespräch.

Du hast vorhin gesagt, Kunden sind so in der Regel zwischen 50 und Mitte 50, wenn sie eine Sterbegeldversicherung abschließen oder darüber nachdenken. Ich kann mir vorstellen, dann ist das Thema auch einfach in dem Moment vielleicht sogar am greifbarsten irgendwie.

Also man ist zwar noch nicht so alt, dass man jetzt irgendwie damit rechnet, der Todesfall steht jetzt irgendwie bevor - das nicht - aber gleichermaßen, wie du vorhin so schön formuliert hast, man steht mitten im Leben und hat einfach dieses Verantwortungsgefühl und kann sich eben in diese Situation hineinversetzen und weiß eben auch, dass man verpflichtet ist, sich hier in irgendeiner Form zu kümmern.  

Nicole Grube: Auf jeden Fall, mir fällt gerade in dem Zusammenhang auch noch ein, dass es wahrscheinlich deswegen die Altersgruppe ist, weil meistens das auch ein Zeitraum ist, wo die eigenen Eltern versterben und sie dann das erste Mal, vielleicht das erste Mal dann auch miterleben, was bedeutet das eigentlich, wenn es zum Todesfall kommt und neben der emotionalen Trauer es ist halt so, was ist wirklich alles zu regeln? Wo muss ich mich kümmern, was ist genau zu tun, wie viel Geld benötige ich dann, um in dem Fall dann vielleicht meine eigenen Eltern beerdigen zu lassen?

Und das sensibilisiert einen natürlich selbst, dass man sagt, was ist eigentlich, wenn ich versterbe und man möchte den Kindern das vielleicht nicht zuzumuten, was man selber einmal miterlebt hat und daher sind die Kunden sensibilisiert und sagen, ich möchte mich mit dem Thema einfach auseinandersetzen.

Shiloo Köhnke: Ja, wie ist deine Erfahrung aus den Kundengesprächen, wenn die Beratung abgeschlossen ist. Sind die Kunden dann froh? Sind sie erleichtert? Was für Feedbacks bekommt ihr da so?

Nicole Grube: Auf jeden Fall erleichtert, weil sie sagen, es ist ja doch gar nicht so komplex oder so schwer. Und ich muss sagen, es schafft ein beruhigendes Gefühl, dass sie wirklich sagen, jetzt kann ich mich wieder den schönen Dingen widmen und ich stehe mitten im Leben und dieses Gefühl, ich habe vorgesorgt. Das ist ein gutes Gefühl, wo sie auch aus dem Gespräch dann auch rausgehen.

Shiloo Köhnke: Das kann ich mir vorstellen. Man kennt das ja auch aus anderen Bereichen auch selber, wenn man immer so was vor sich herschieben und irgendwie nicht so richtig rangeht und es ist dann doch, wenn man es erledigt hat, eigentlich ganz einfach gewesen und man hat dann gutes Gefühl und weiß, es liegt hinter mir und ich kann jetzt, wie gesagt, mich wieder allem Schönen widmen.

Du hast vorher gesagt die Sterbegeldversicherung ist eine Form der Hinterbliebenenabsicherung, daher noch mal die Frage: Eine Risikolebensversicherung ist auch eine Form der Hinterbliebenenabsicherung, dabei geht es auch um den Todesfall, der abgesichert wird. Es geht aber dabei um ein ganz anderes Risiko.

Kannst du das kurz erklären beziehungsweise was ist genau der Unterschied zwischen einer Risikolebensversicherung, die auch den Todesfall absichert und einer Sterbegeldversicherung?

Nicole Grube: Sehr gerne. Der häufigste Grund bei einer Risikolebensversicherung ist, die Familie abzusichern, wenn man z.B. der Hauptverdiener ist, wo das Einkommen von heute auf morgen wegbricht oder ganz klassisch als Darlehensabsicherung.

Bei der Risikoversicherung ist es so, dass ich mich im Vorfeld für eine bestimmte Laufzeit festlegen muss, dass ich sage, ich möchte mich über 10, über 20 oder über 30 Jahre absichern. Das Ganze ist ausschließlich mit Gesundheitsprüfung. Also der Versicherer möchte gerne wissen, wie der eigene Gesundheitszustand ist und danach richtet sich auch der Beitrag und ich bin eben innerhalb dieser Zeit versichert, wenn nichts passiert, wird auch nichts ausgezahlt. Das ist halt der Preis der Versicherung.

Bei der Sterbegeldversicherung ist es so, dass ich mich nicht für eine Laufzeit festlegen muss, sondern ich genau weiß, dass die Versicherung bis zu meinem Lebensende mich versichert. Heißt wiederum, dass auch zu 100% in jedem Fall immer eine Versicherungsleistung an die Hinterbliebenen ausgezahlt wird.

Egal wann der Zeitpunkt eintritt. Ich sage immer so schön: Keiner wird gefragt, ob und wann man verstirbt. Also die Frage vor allen Dingen wann und daher ist es so, dass ich weiß, dass immer etwas ausgezahlt wird, damit meine Wünsche dann auch erfüllt werden können.

Bei den Beiträgen hier ist es so, dass das maximale Endalter für die Beitragszahlung das 85. Lebensjahr ist, also nicht automatisch bis zum Lebensende und daher ist das natürlich für einen selber auch gut kalkulierbar.

Shiloo Köhnke: Ja verstehe. Das macht ja auch Sinn. Ich meine in dem einen Fall ist ein potenzielles Risiko versichert, das eintreten könnte. Dann ist eben auf jeden Fall der Todesfall, der irgendwann eintreten wird, abgesichert.

Nicole Grube: Richtig.

Shiloo Köhnke: Nici, wir sind schon wieder am Ende. Aber ich glaube, wir haben alle wesentlichen Fragen rund um das Thema Sterbegeldversicherung jetzt besprochen. Ich würde gern noch mal zum Schluss so festhalten, als Fazit, du kannst auch gerne dann gleich dein eigenes noch mal ziehen.

Für mich ist es so, dass man sagen muss, es gibt eben diese Hauptmotive. Einmal dieses Verantwortungsgefühl gegenüber den Hinterbliebenen, den Angehörigen, der eigenen Familie, was ein starkes Motiv ist.

Zum anderen das Motiv, ich möchte selbst entscheiden, also diese Selbstbestimmung im Hinblick auf den eigenen Abschied.

Und das dritte ist eigentlich, ich habe diese Verpflichtung, also ich muss wirklich dafür Sorge trage, dass die Kosten irgendwie getragen werden können, dass ich finanziell vorsorge auf welche Art auch immer. Das ist auf jeden Fall bei mir das Thema, darum muss ich mich kümmern.

Nicole Grube: Richtig, also kann ich absolut zustimmen zu dem, was du gerade so schön auch zusammengefasst hast und mein Appell ist, sich auf jeden Fall dem Thema zu widmen.

Einfach ein Beratungsgespräch aufzusuchen und danach für sich dann auch entscheiden, auch mit dem Gedanken sich dann auch wirklich aktiv zu beschäftigen. Und es ist wirklich ein einfaches Produkt. Es kann jeder abschließen und es wird auf jeden Fall ein sehr beruhigendes und sehr erleichterndes Gefühl im Nachhinein sein.

Und man kann dann sagen, es ist auch gut, sich damit beschäftigt zu haben.

Shiloo Köhnke: Genau, richtig. Auf jeden Fall und ich finde es ist auch schön gewesen, hier mit dir zu sprechen, selbst wenn das Thema natürlich ein bisschen - wir haben es vorab gesagt – schwierig, vielleicht auch ist, sich erstmal rein zu versetzen, aber ich finde man merkt im Gespräch, dass man doch schnell auf den ein oder anderen Gedanken und Aspekt noch kommt, über den man selber vielleicht gar nicht nachgedacht hat und dann ist es einfach wichtig, dass man im Austausch vielleicht da doch noch die unterschiedlichen Wege und Möglichkeiten bespricht.

Nicole Grube: Ja, richtig.

Shiloo Köhnke: Es ist hier rausgekommen, du bist, das habe ich eingangs gesagt, eine ganz warmherzige Frau. Du hast ein großes Herz, nicht nur für Menschen, auch für Tiere. Du hast nämlich deinen eigenen Tierschutzverein. Magst du zum Abschluss noch was dazu sagen?

Nicole Grube: Ja, sehr gerne. Erstmal danke, dass du es auch noch ansprichst. Also ja, das stimmt. Neben dem Beruf, was mir unheimlich viel Spaß und Freude bereitet, den Kunden ein Stück auf ihrem Weg zu begleiten in den wichtigen Dingen des Lebens, gehört es natürlich aber auch zum Leben dazu, sich selber was zu erschaffen, wo man ganz viel Freude und auch Leidenschaft zu hat. Und das stimmt, ich habe einen eigenen Tierschutzverein und ich gehe darin sehr auf und kann auch dort was Gutes tun.  

Shiloo Köhnke: Ja, das glaube ich. Es geht um Hunde, der Verein heißt „Happy Paws“, ich kann das ruhig sagen, es ist ja ein gemeinnütziger Verein.

Nicole Grube: Richtig, das stimmt.

Shiloo Köhnke: Und ich glaube, du reist auch selber ganz viel und besuchst quasi die Orte, die besonders betroffen sind von notleidenden Hunden, die ihr aufnehmt in euren Sheltern und dann versucht, auch zu vermitteln.

Nicole Grube: Das stimmt, also ich fahre selber mit einigen Teamkollegen ein bis zwei Mal nach Rumänien. Dort ist der Shelter, wo die Hunde wirklich auf einem gesicherten Grundstück frei leben können und wir suchen in Deutschland Familien, die wirklich einen Lebensbegleiter suchen und das ist auch das, was mir persönlich sehr viel Freude bringt.

Shiloo Köhnke: Du hast, glaube ich, selber auch drei oder vier Hunde zu Hause.

Nicole Grube: Ja das stimmt, ich habe drei eigene und zwei Pflegehunde und von daher ist auch immer was los.

Shiloo Köhnke: Das ist total schön. Ich kann das nachvollziehen. Also ich habe einen Hund, ich hätte auch gerne sogar mehrere, aber das ginge nicht bei uns zu Hause. Die Kinder wollen das unbedingt, aber ein Hund, und zwar ein Boxer, das reicht und das beansprucht auch schon ganz schön.

Nicole Grube: Das glaube ich.

Shiloo Köhnke: Aber es ist auf jeden Fall eine schöne Lebensqualität, mit so einem Tier und ich kann das total nachvollziehen.

Ich finde das ist ein großartiges Engagement und es lohnt sich sicherlich. Auch für dich persönlich ziehst du - glaube ich - sehr viel raus.

Nicole Grube: Ja, also auf jeden Fall. Das bringt mir unheimlich viel Freude und auch ganz viel Lebensfreude und daher mache ich das sehr, sehr gern. Danke dir.

Shiloo Köhnke: Nici, vielen Dank, dass du hier gewesen bist. Mir hat es Spaß gemacht - wie gesagt - mit dir zu reden, mit dir zu sprechen und vielleicht können wir uns zu einer anderen Gelegenheit dann auch noch mal wieder hier im Gespräch treffen. Ich würde mich freuen.

Nicole Grube: Sehr gerne, ich freue mich auch auf unser nächstes Gespräch. Vielen Dank!

Shiloo Köhnke Danke Nici!

Nicole Grube: Ja, vielen Dank. Tschüss.

Foto: Hannoversche