Risikolebensversicherung: Eine Erklärung zum Anhören & Nachlesen

In dieser Folge erklären wir die Risikolebensversicherung (RLV). Dazu begrüßt Host Shiloo Köhnke genau den richtigen Gesprächspartner bei sich im "Podcast-Studio": Peter Flöge, Produktmanager bei der Hannoversche und Experte für Lebensversicherungen. Er erklärt, für wen eine Risikolebensversicherung unverzichtbar ist, was sich hinter einer Überkreuzversicherung verbirgt und was bei der Berechnung der Versicherungssumme auf keinen Fall vergessen werden sollte! 

Willkommen bei LebensWert - das Jetzt versichern. Mein Name ist Shiloo Köhnke und ich bin Host in diesem Podcast der Hannoversche. Ich freue mich, die Gelegenheit zu nutzen, hier mit verschiedenen Expert:innen zu sprechen. Dabei geht es uns darum, komplexe Versicherungsthemen einfach zu klären. Damit das Jetzt - dieser Moment, in dem sich alles gut und richtig anfühlt, gesichert ist.

 

Shiloo Köhnke: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge hier bei uns im Podcast „Lebenswert - das Jetzt versichern“! Wir wollen heute über das Thema Risikolebensversicherung sprechen und ich freue mich sehr darüber, dass ich heute einen ganz fachkompetenten und liebenswerten Kollegen an meiner Seite im Gespräch habe, nämlich Peter Flöge. Hallo lieber Peter und herzlich Willkommen!

Peter, Du bist Produktentwickler bzw. Produktmanager für biometrische Produkte, das heißt, für Produkte, die Lebensrisiken absichern und deswegen bist Du der ideale Gesprächspartner für mich beim Thema Risikolebensversicherung. Und wir wollen auch gleich klären, was eigentlich eine Risikolebensversicherung ist und wer sie braucht.

Vorab aber die Frage an Dich: Wir sitzen jetzt hier morgens beisammen, wie bist Du eigentlich heute ins Büro gekommen?

Peter Flöge: Ich komme immer mit dem Rad. Ich habe mich schon vor Jahrzehnten dazu entschlossen, nicht mehr zu schauen, ob es wettermäßig passt, sondern ich fahre jeden Tag mit dem Rad und das ist auch ganz schön, weil ich auch eine wunderschöne Strecke durch die Eilenriede habe. Es sind so gute 8 Kilometer, es ist wirklich schön.

Shiloo Köhnke:  Das ist natürlich toll. Das heißt, Du bist auch für Wind und Wetter gerüstet und hast immer Deine Ausrüstung dabei, egal ob es schneit, ob es regnet oder ob es schön ist?

Peter Flöge: Immer, auch bei Schnee. Bei Schnee ist es auch wunderschön zu fahren. Ich tausche dann das Vorderrad aus, gegen eines mit Spikes, aber es schneit ja leider so selten hier.

Ich fahre immer und habe dann auch Radkleidung an und ziehe mich dann hier um und das ist total schön.

Shiloo Köhnke: Ich kann mir vorstellen, wenn man dann auf dem Rückweg ist hat man die Möglichkeit, den Kopf auch wieder ein bisschen frei zu kriegen auf der Strecke, oder?

Peter Flöge: Es ist jetzt mittlerweile schon so, dass das Autofahren eher eine Belastung für mich ist. Also das Radfahren macht schon frei im Kopf und ist sehr schön.

Shiloo Köhnke: Das ist toll – gesundheitlich bist Du ganz weit vorne! Das passt natürlich super zu unserem Thema heute. Wir wollen ja, wie gesagt, besprechen, was eine Risikolebensversicherung ist. Kannst Du mir als Fachmann in Kürze erklären, was eine Risikolebensversicherung ist?

Peter Flöge: Eine Risikolebensversicherung ist etwas, was man so als Versichertenkollektiv sehen kann: Viele zahlen ein, damit für einen gewissen Zeitraum für jeden Einzelnen das Risiko des Ablebens getragen wird. Das heißt, er stirbt und die Hinterbliebenen, das kann Familie, Angehörige, Ehepartner oder Lebenspartner sein, bekommen dann diese sogenannte Versicherungssumme. Also das, was man in der Höhe vereinbart hat, zu versichern. Das ist die Grundidee, dass das ganz viele machen, aber eben in diesem Zeitraum natürlich nur - Gott sei Dank - wenige sterben.

Shiloo Köhnke: Das heißt, es heißt Risikolebensversicherung, weil das Risiko besteht, dass jemand vorzeitig verstirbt, der Verpflichtungen bzw. Verantwortungen hat gegenüber bspw. seiner Familie oder auch Geschäftspartnern, die dann finanziell abgesichert sind?

Peter Flöge: Genau, z.B. mein Neffe ist gerade Vater geworden. Die sind in einer Beziehung, so um die 30 Jahre alt und haben noch eine relativ kleine Wohnung. Da gibt es jetzt vielleicht erstmal keine direkte Notwendigkeit, eine Risikolebensversicherung abzuschließen, aber jetzt ist ein kleines Mädel dazu gekommen.

Jetzt muss ich ihn wohl mal ansprechen. Er ist noch jung und denkt da vielleicht gar nicht so dran, aber dann wird es spätestens Zeit, dass man sich mit diesen Produkten und mit diesen Tarifen und der Versicherungswelt auseinandersetzen sollte.

Shiloo Köhnke: Du hast gerade gesagt, er ist noch jung. Ich will da später noch mal drauf zu sprechen kommen, was das für ein Vorteil ist, wenn man jung einsteigt in diese Absicherung, bezüglich auch der Gesundheitsthematik, die wir auch am Anfang schon angesprochen haben.

Vorab aber noch mal die Frage an Dich: Was ist der Unterschied zwischen einer Risikolebensversicherung und einer kapitalbildenden Lebensversicherung?

Peter Flöge: Kapitallebensversicherung – damit bin ich in der Versicherungsbranche fast schon groß geworden. Also das war damals unser, sagen wir mal, Basisprodukt und man hat darin eigentlich zwei Sachen gehabt:

Erst einmal einen wirklich relevanten Versicherungsschutz. Man hat auch eine Versicherungssumme gehabt – da sind die beiden Produkte schon gleich. Man hat aber auch einen sehr hohen Sparanteil gehabt. Also einen Sparvorgang, der eigentlich zur Altersvorsorge gedacht war. Und nun haben wir in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten extreme Zinsverwerfungen gehabt, sodass dieses Produkt eigentlich total in den Hintergrund getreten ist.

Und wir haben auch eine Bewegung gehabt, dass man die Empfehlung hat, beides voneinander zu trennen. Also Altersvorsorge und Risikovorsorge. Im Grunde genommen ist das früher ein Produkt gewesen, das man wirklich sehr einfach erklären konnte. Heutzutage ist es, da fast überhaupt kein Zinsertrag mehr vorhanden ist, eigentlich für die Risikovorsorge nicht mehr geeignet. Früher, wenn man früh eingestiegen ist und lange gespart hat, wurde der Beitrag verhältnismäßig gering.

Bei der Risikolebensversicherung ist es natürlich umgekehrt. Wenn ich für einen relativ langen Zeitraum Versicherungsschutz brauche, dann wird sich der Beitrag erhöhen, also der Durchschnittsbeitrag steigt dadurch an, weil der Zeitraum länger ist und wir innerhalb dieses Zeitraums natürlich älter werden. Wir haben ja für jedes Jahr, in dem wir leben, eine statistisch andere Lebenserwartung.

Shiloo Köhnke: Das heißt, die Kapitallebensversicherung ist im Grunde eine Versicherung für die Altersvorsorge, um dafür einen angemessenen Lebensstandard im Alter zu halten?

Peter Flöge: Ja, man hat das damals ausgezahlt bekommen und konnte dann überlegen, was man damit als Altersvorsorge anstellt. Also als Einmalsumme, das ist die Grundidee der Kapitallebensversicherung gewesen.

Heutzutage geht man eher auf Rentenprodukte und es gibt neue Produkte, die z.B. nur noch eine Verrentung zulassen und dadurch stärker gefördert werden. Die Kapitallebensversicherung damals hatte als Förderung wirklich nur, dass sie steuerfrei ausgezahlt wurde. In der Hinsicht hat sich das geändert.

Shiloo Köhnke: Aber mir ging es ja auch nur darum, den Unterschied einmal herauszustellen: Die Risikolebensversicherung ist also ein ganz anderes Konzept und sichert dann wirklich dieses potenzielle Risiko ab, dass jemand, der finanzielle Verantwortung trägt, vorzeitig verstirbt und dadurch seine Angehörigen versorgt weiß.

Peter Flöge: Das ist die Grundidee. Tatsächlich sind die Produkte von der Einfachheit deutlich mehr zur Komplexität gegangen. Man hat teilweise sogar etwas über diese Grundidee hinaus in diesen Produkten implementiert. Also noch deutlich weitergehende Produktausprägungen, die eigentlich gar nichts mehr direkt mit dem eigentlichen Todesfall zu tun haben.

Shiloo Köhnke: Du sprichst von den vielen verschiedenen zusätzlichen Leistungsmerkmalen, die im Laufe der Jahre zu den Tarifen hinzugefügt wurden, nehme ich an?

Peter Flöge: Genau, die Produkte sind damals sehr einfach gewesen und sind eigentlich in den letzten Jahren dadurch, dass sich immer mehr Anbieter, auch immer mehr Ratingunternehmen mit diesen Produkten beschäftigen, sehr viel komplexer geworden. Da lohnt sich schon ein deutlicher Blick in diese Produktwelt hinein, was die Anbieter alles integriert haben mittlerweile.

Shiloo Köhnke: Das heißt, da macht es Sinn dann auch noch mal zu gucken: Was brauche ich eigentlich individuell an Vorsorge, was ist meine Situation, was möchte ich absichern?

Da kommen wir jetzt auch gleich auf die Zielgruppen zu sprechen. Ich stelle mir jetzt vor, ausgehend von dem Grundgedanken, den wir gerade beschrieben haben, was eine Risikolebensversicherung leistet, dass eine solche Vorsorge eigentlich für jeden relevant ist, der finanzielle Verantwortung trägt. Ist das so? Welche Zielgruppen brauchen eine Risikolebensversicherung?

Peter Flöge: Ich glaube, Du hast das sehr gut zusammengefasst: Alle die, die irgendwo eine, im wesentlichen finanzielle Verantwortung gegenüber einem anderen haben.

Es gibt natürlich die Klassiker: Die Familien mit Kindern. Dann gibt es natürlich auch Lebensgemeinschaften und Beziehungen, wo relativ hohe finanzielle Hintergründe sind. Ich sag jetzt mal, z.B. eine sehr teure Wohnung, in der man dann wohnen bleiben möchte, die man nicht alleine halten kann, oder eben der Klassiker, auch die Immobilienfinanzierung, wenn man sich also dazu entschließt, raus aus der Miete und sich irgendwie ein Objekt zu kaufen, dann gibt es auch dafür spezielle Risikolebensversicherungen.

Shiloo Köhnke: Und wie ist es in der Selbständigkeit mit Unternehmern? Ist es da sinnvoll auch eine Risikolebensversicherung abzuschließen für die finanzielle Verantwortung dort, wenn ich beispielsweise einen Partner habe im Unternehmen, meinen Teil abzusichern?

Peter Flöge:  Die gibt es auch, diese Zielgruppe und diese Produkte dafür. Das ist eine sehr spezielle Ausprägung. Es gibt dafür sogar einen speziellen Namen, das wäre z.B. auch eine Zielgruppe, die man bedienen kann, ganz genau.

Shiloo Köhnke: Einmal zurück auf das Thema Gesundheit. Wie schon gesagt, das spielt eine Rolle, wenn ich eine Risikolebensversicherung abschließen möchte. Da gibt's unterschiedliche Parameter, nach denen ich gefragt werde. Unter anderem natürlich die Vertragslaufzeit, die Versicherungssumme, aber eben auch nach meinem Gesundheitsstatus. Weshalb ist das wichtig?

Peter Flöge:  Man versucht eigentlich mit der Abfrage von Gesundheitsfragen und durch die Einschätzung des Alters usw., einen möglichst gerechten Beitrag für das Risikokollektiv zu erheben und darum geht es eigentlich.

Das ist bei der Risikolebensversicherung noch nicht so superkompliziert und so entscheidend. Da sind eigentlich nur die Krankheiten entscheidend, die wirklich die Sterblichkeit beeinflussen. Und das sind - Gott sei Dank - natürlich nicht so viele.

Aber es gibt natürlich auch Verhältnisse zwischen Körpergröße und Gewicht, den sogenannten BMI, der häufig eine Rolle spielt. Beim Rauchverhalten ist es relativ eindeutig, dass es eine Rolle spielt.

Und dann natürlich wirklich spezielle Fragen, die überwiegend zu den letzten Jahren gestellt werden und ob man da irgendwie besondere Behandlungen oder Krankheiten durchlitten hat. Aber da ist es wirklich im Wesentlichen interessant, ob das die Sterblichkeit angeht. Also eine Zahn-OP oder ein Knie-Defekt interessiert dann natürlich überhaupt nicht. Das sind eher so Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder so etwas, die eine Rolle spielen.

Shiloo Köhnke: Das ist ja auch nachvollziehbar, denn es geht ja im Zweifel auch um recht hohe Summen, die man dann absichert. Und das muss ja auch so sein, sonst ist ja die Familie oder der Geschäftspartner auch nicht entsprechend entlastet und kann die finanzielle Verantwortung eben gar nicht weiterhin übernehmen.

Jetzt die Frage zu den Absicherungswegen: Es gibt unterschiedliche Absicherungsarten. Es gibt, glaube ich, einmal die gegenseitige Absicherung und es gibt auch die Überkreuzabsicherung. Kannst Du uns erklären, was das bedeutet?

Peter Flöge: Es gibt Partnertarife, wo zwei Personen direkt in einem Tarif zusammengefasst werden und es gibt natürlich die Möglichkeit, dies mit Einzelverträgen zu machen.

Einzelverträge finde ich eigentlich in den meisten Fällen angebrachter, weil man dann auch sehr gut unterschiedliche Höhen abschließen kann.

Wenn man hingegen nur einen Tarif hat und darin gleich zwei Personen versichert, dann ist es nur eine Versicherungssumme und ich finde es sehr gut, dass man beide Parteien, also z.B. in einer Lebensgemeinschaft oder einer Familie mit Kindern und nicht nur den Hauptversorger versichert, weil das eine wichtige Geschichte ist, die man häufig unterschätzt und dann kann man tatsächlich unterschiedliche Höhen vereinbaren.

Shiloo Köhnke: Das finde ich auch sehr wichtig, dass Du diesen Aspekt erwähnst, denn es ist ja wirklich so, dass es häufig vielleicht nicht bedacht wird, sondern sich doch eher der Hauptverdienende absichert und es ist aber eine gemeinsame Verantwortung und auch, wenn da einer von beiden ausfällt, dann weiß man selber, wie schwierig es ist, diesen Part aufzufangen, auch wenn er eben hauptsächlich durch den Zeitfaktor und das Kümmern und Dasein besteht. Und das muss ja auch finanziell geregelt werden, weil der andere das nicht zusätzlich leisten kann.

Peter Flöge: Da neigt man glaube ich wirklich sehr dazu, das zu unterschätzen und sieht immer nur den finanziellen Aspekt und nicht den Aspekt, dass wirklich auch für ein Kind gesorgt werden muss, wenn der Hauptversorger zwar weiter arbeiten gehen kann, aber die Kinder, im Grunde genommen, Betreuung brauchen oder die Arbeitszeit irgendwie darauf angepasst oder reduziert werden muss.

Shiloo Köhnke: Gibt es da - ich frage nur interessehalber - eine Summe, so Pi mal Daumen, die wir empfehlen?

Peter Flöge: Ja, es gibt schon Empfehlungen. Diese orientieren sich häufig an dem Jahreseinkommen, dass man so das Drei- bis Fünffache des Jahreseinkommens nimmt und daraus die Versicherungssumme errechnet. Das kann man eigentlich Pi mal Daumen ganz gut machen.

Wir bieten auf der Homepage auch eine Hilfestellung an, sodass man die Versicherungssumme relativ gut bestimmen kann. Man kann natürlich auch relativ genau aufschreiben, wie hoch der Bedarf wirklich ist oder was man an Ausgaben hat und wie sich die Ausgaben verändern würden, wenn wirklich der schlimmste Fall eintritt. 

Shiloo Köhnke: Und gibt es bei Familien für den Part der Kinderbetreuung auch eine Daumenregel, dass man sagt, das sollte man bis zu einer Höhe von X absichern?

Peter Flöge: Ja, wir sagen schon das Drei- bis Fünffache. Häufig ist es ja auch so, dass mittlerweile beide Elternteile verdienen. Da muss man vielleicht ein bisschen mit einer Schätzung rangehen. Wenn der Ehepartner, der für die Kinderbetreuung da ist, nichts zum Haushaltseinkommen beiträgt, dann muss man sich ein Gefühl dafür machen, wie hoch die Absicherung sein sollte. Sinnvoll ist sie in jedem Fall.

Shiloo Köhnke: Ja, da sprechen wir jetzt aber über die Überkreuzversicherung, stimmt das?

Peter Flöge: Ich persönlich würde das ja tatsächlich bevorzugen. Das heißt, man nimmt unterschiedliche Rollen, also den Versicherungsnehmer und die versicherte Person, die man dann über Kreuz besetzt, sodass die versicherte Person, wenn diese verstirbt, eine Auszahlung aus dem Vertrag an den Versicherungsnehmer erhält.

Shiloo Köhnke: Anschließend an die Frage zum Thema Versicherungssumme auch die Frage zu der Dauer der Vertragslaufzeit: Gibt es von Euch eine Empfehlung, wie lange die Verträge bei einer Risikolebensversicherung laufen sollten?

Peter Flöge: Da gibt es natürlich Empfehlungen. Grundsätzlich kann man sagen, wenn man zum Beispiel Kinder hat, dann sollten die Kinder natürlich schon aus dem Kindesalter heraus sein, also schon irgendwo auf eigenen Beinen stehen können. Das kann man als Zeithorizont nehmen.

Man kann natürlich bei der Immobilienfinanzierung auch einen Annuitätsverlauf sehen, also einen Verlauf, wann man damit fertig sein wird. Dann ist es relativ einfach zu bestimmen.

Ich hatte aber gesagt, je länger man so eine Versicherung abschließt, desto teurer wird auch der Beitrag und da gibt es auch eine gute Nachricht: Man kann es auch kürzer fassen, denn die Verträge – das hatten wir eingangs auch schon gesagt – lassen sich mannigfaltig auch noch im Nachgang verändern und so kann man durchaus bei der ein oder anderen guten Vertragsausprägung auch wirklich verlängern.

Das heißt, wenn man sieht, dass jetzt noch ein Sprössling dazu gekommen ist, dann macht man das einfach noch einmal etwas länger oder sagt, ich verändere die Vertragsdauer noch einmal nachträglich.

Shiloo Köhnke: Das sind dann die sogenannten Nachversicherungsereignisse, wenn ich beispielsweise heirate oder ein Kind geboren wird. Da gibt's noch andere Ereignisse, die zum Tragen kommen, dann habe ich das Recht meinen Vertrag zu erhöhen.

Peter Flöge: Genau, das wäre die eine Komponente. Es gibt also ganz viele Gründe, dass ich ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen kann, also mehr Versicherungssumme abschließen kann. Auf der anderen Seite gibt es auch diese Verlängerungsmöglichkeit der Vertragsdauer.

Shiloo Köhnke: Jetzt haben wir, glaube ich, die wichtigsten Aspekte und grundlegenden Fragen im Rahmen einer Risikolebensversicherung besprochen.

Gibt es noch irgendetwas Spezielles, wo Du sagst, das lohnt sich noch mal hervorzuheben bei einer Risikolebensversicherung?

Peter Flöge: Also ich würde vielleicht, angesichts der Veränderung der letzten Jahre, hervorheben, dass es wirklich wichtig ist, nicht nur eine Person zu sehen, nämlich den Hauptversorger, sondern ich sehe es bei mir in der Familie oder in unserer Familie, aber auch in anderen Familien immer häufiger, dass es deutlich gleichberechtigter wird und nicht nur der Hauptversorger derjenige ist, den man so fokussieren sollte, sondern auch der Ehepartner, der sich um die Kinder kümmert und vielleicht weniger im Berufsleben ist. Und die finanzielle Belastung sollte man nicht unterschätzen.

Nicht nur die finanzielle, sondern auch die sonstige Belastung. Ich hatte das mal eine Zeit lang, bei der Geburt unseres zweiten Kindes. Meine Frau war für "nur" drei Wochen im Krankenhaus. Das ist eine ganz andere Nummer, wenn keine zweite Person zur Verfügung steht, die auf die Kinder achtet. Dann hat man einen ganz anderen Terminkalender und ganz anderen Druck und da sieht man erst mal, wie wichtig eigentlich auch die zweite Person ist, auch, wenn sie nicht so sehr stark zum Haushaltseinkommen beiträgt.

Shiloo Köhnke: Ja natürlich, das finde ich, wie gesagt, sehr schön, dass Du es noch mal abschließend herausstellst, was das eigentlich auch so im Einzelnen bedeutet, an Belastung und zeitlichem Aufwand. Das können wir alle ja auch nach den Erfahrungen der Lockdowns, die jetzt gerade hoffentlich vorbei sind, besser beurteilen.

Wir waren ja alle unter der Situation zu Hause im Homeoffice und gleichzeitig eben auch alle Aufgaben, die Kindererziehung, Haushalt und schulische Verpflichtungen usw. mit sich bringen, da auch auf uns gestellt innerhalb der Haushalte. Und insofern hat man eine viel bessere Vorstellung und Wertschätzung dafür, was es bedeutet, sich eben um alles gleichzeitig zu kümmern.

So, vielen Dank lieber Peter! Wir haben jetzt, glaube ich, alle Fragen wirklich geklärt. Es war sehr schön, mit Dir zu sprechen.

Noch eine Frage: Wie lange bist Du in dem Beruf Produktentwickler oder Produktmanager denn eigentlich schon tätig?

Peter Flöge: Also ich bin hier jetzt schon über 25 Jahre. Ich hatte leider ein Jubiläum ohne Feier hier bei uns, da es in Corona-Zeiten stattfand. Und angefangen habe ich tatsächlich im Vertrieb.

Ich habe mich erst nach ein paar Jahren in die sogenannte Grundsatzarbeit und in das Produktmanagement verändert. Aber ich bin auch schon eine ganze Weile davor in der Branche gewesen. Es ist schon eine ordentliche Zeit, die ich im Versicherungsbereich verbracht habe.

Shiloo Köhnke: Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum, auch wenn es jetzt verspätet kommt! Und insofern bist Du genau der richtige Gesprächspartner hier für mich heute gewesen, um die grundlegenden fachlichen Fragen im Rahmen einer Risikolebensversicherung zu klären.

Vielen Dank, dass Du hier warst und ich hoffe, wir sehen uns auch noch mal bei einer anderen Gelegenheit wieder. Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit für uns beide, in Zukunft noch mal, wenn es neue Konzepte gibt oder man auch von der Regierung eine Idee bekommt, wie das mit dem Thema Altersvorsorge weitergehen soll, zusammenzukommen und das zu besprechen. Da würde ich mich sehr freuen!

Dankeschön Peter, dass Du hier warst!

Peter Flöge: Vielen Dank!

Foto: Hannoversche