Anzeichen von Burnout und was dagegen hilft

Bei der Entstehung von Burnout zählen nicht nur äußere Faktoren wie Stress, Zeitdruck, Konflikte und Mobbing, sondern auch die persönliche Einstellung, Erfahrungen und das Verhalten. Burnout-Betroffene gehen oft ganz anders mit äußerer Belastung um und schaffen sich häufig weniger Ausgleich zur Belastung. Burnout wird meist durch ein Zusammenspiel aus objektiver Belastung, subjektiver Beanspruchung und unzureichender Erholung verursacht.

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Was sind die Anzeichen von Burnout?

Anzeichen von Burnout zu erkennen ist nicht einfach. Manchmal werden wichtige Warnzeichen übersehen, klein geredet oder als „normal“ angesehen. Daher kann es ratsam sein, sich „Hilfe von außen“ zu holen.

Um Burnout frühzeitig erkennen zu können, sollten Sie sich also zunächst selbst beobachten. Spüren Sie Anzeichen von Frustration, Abgespanntheit oder Erschöpfung? Zusätzlich können Sie Ihre Freunde oder Familie fragen, ob sie solche Anzeichen an Ihnen festgestellt haben. Haben sie Sie in letzter Zeit häufiger angespannt oder erschöpft erlebt? Häufig können die Symptome auch nach der Arbeit oder am Wochenende auftreten: Der Körper holt eine unzureichende Erholung dann „von sich aus“ nach.

Zur Erkennung von Burnout helfen folgende Fragen:

Sind Sie sehr angespannt oder frustriert? Können Sie sich gelegentliche Fehler verzeihen? Haben Sie genügend Gelegenheiten, um sich zu erholen? Können Sie in ihrer Freizeit abschalten? Leiden Sie häufiger als früher unter Kopf-, Rücken oder Bauchschmerzen oder haben Sie vermehrt Verdauungsprobleme? Fühlen Sie sich erschöpft? Können Sie auf Ihre Freunde und Familie so gut wie früher eingehen und verbringen Sie mit ihnen genug Zeit?

Je stärker Sie sich belastet oder beansprucht fühlen und je mehr dieser Fragen Sie mit „ja“ beantworten können, desto höher ist Ihr Risiko für Burnout.

Was hilft gegen Burnout?

Wenn Sie oder andere ernsthafte Burnout-Anzeichen bei Ihnen entdeckt haben, sollten Sie unbedingt handeln. Vermutlich müssen Sie in diesem Fall gleich mehrere Veränderungen vornehmen und sowohl äußere als auch innere Ursachen angehen. Sie sollten prüfen, welche äußeren Bedingungen und persönliche Verhaltensweisen oder Einstellungen sich verändern lassen.

Bei der ersten Bekämpfung von Burnout helfen folgende Fragen:
In welchen Situationen sind Sie gestresst und was hilft Ihnen dabei, Abstand zu diesen Situationen zu nehmen? Nehmen Sie sich zu viel für einen Arbeitstag vor? Ist das, was Sie sich generell vorgenommen haben mehr als das, was Sie erreichen konnten? Haben Sie genug Bewegung? Ernähren Sie sich gesund? Haben Sie genug Zeit zur Erholung? Können Sie „nein“ sagen? Tun Sie sich häufiger etwas Gutes? Schaffen Sie sich einen Ausgleich zu Ihren Belastungen?

Diese Fragen zu äußeren und inneren Stressfaktoren können Ihnen helfen, Ihre Stresskompetenz zu optimieren und das Burnout-Risiko zu reduzieren. Häufig müssen dabei zwar hartnäckige Gewohnheiten überwunden werden, doch es lohnt sich.

Achten Sie darauf, welches Umfeld und welche Dinge Ihnen gut tun. Füllen Sie jeden Tag mit angenehmen Dingen. Echte Genießer kann auch der mieseste Chef nicht lange unter Stress setzen, weil erstens diese gut abschalten können und zweitens sie sich langfristig die Arbeitsbedingungen suchen, die gut für das Wohlbefinden sind.

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