Pensionszusage

Arbeitgeber

Die wichtigsten Fragen und Antworten zur Pensionszusage für Arbeitgeber

Warum sollte ich als Arbeitgeber eine Pensionszusage erteilen?

Sie können durch diese Zusatzversorgung Ihre soziale Kompetenz zeigen und gleichzeitig Ihre Kosten senken.
Durch Erteilung einer Pensionszusage binden Sie Mitarbeiter an Ihr Unternehmen. Da die Versorgungshöhe nicht wie bei der betrieblichen Direktversicherung eingeschränkt ist (max. Beitragsaufwand 4 % der Beitragsbemessungsgrenze evtl. zuzüglich 1.800 Euro), können gerade gut verdienende Mitarbeiter angemessen versorgt werden.

Welche Mitarbeiter erhalten eine Pensionszusage?

Grundsätzlich können Sie allen Mitarbeitern eine Pensionszusage erteilen. Wenn Sie nur einzelne Mitarbeiter oder Gruppen versorgen möchten, müssen Sie die Gleichbehandlungsgrundsätze beachten. 

Was ist eine Rückdeckungsversicherung?

Die Rückdeckungsversicherung ist eine Lebensversicherung, die Sie als Arbeitgeber auf das Leben Ihrer versorgungsberechtigten Arbeitnehmer abschließen. Ihr Unternehmen ist Versicherungsnehmer und für die Versicherungsleistungen bezugsberechtigt.

Die Versorgungsberechtigten haben keinen Anspruch aus der Rückdeckungsversicherung sondern nur aus der ihnen erteilten Pensionszusage. Die Ansprüche aus der Rückdeckungsversicherung stehen Ihrem Unternehmen zu.

Mit der Rückdeckungsversicherung sparen Sie die liquiden Mittel zur Erfüllung der Versorgungsansprüche an. Außerdem sollten die unkalkulierbaren Risiken wie z.B. Invalidität und Tod abgedeckt werden.  

Ist der Beitrag für eine Rückdeckungsversicherung Betriebsausgabe?

Ja. 

Welche Versorgungsleistungen sind möglich?

  • Altersrente ab dem 60. Lebensjahr
  • Berufsunfähigkeits- bzw. Erwerbsunfähigkeitsrente bis zur Höhe der Altersrente
  • Witwen- bzw. Witwerrente in Höhe von 60 % der Altersrente
  • Waisenrente

Möglich ist neben den o. g. Rentenzahlungen auch eine einmalige Kapitalzahlung zur Sicherung der Alters- und/oder Hinterbliebenenversorgung. 

Welche Risiken bestehen?

Neben dem kalkulierbaren Risiko (Zeitpunkt der Altersrente) gibt es unkalkulierbare Risiken (z. B. Invalidität und der vorzeitige Todesfall). Diese Risiken kann Ihr Unternehmen durch den Abschluss einer Rückdeckungsversicherung ganz oder teilweise auffangen. 

Was bedeutet Anpassung von laufenden Leistungen?

Gemäß Betriebsrentengesetz sind Sie als Arbeitgeber verpflichtet, laufende Leistungen (darunter fallen alle Rentenzahlungen) alle drei Jahre zu überprüfen und ggf. dem Kaufkraftverlust anzupassen. Die Überprüfung können Sie vermeiden, wenn Sie sich verpflichten, die Rente jedes Jahr um mindestens 1 % zu erhöhen. Die Gewinnbeteiligung aus einer Rückdeckungsversicherung kann angerechnet werden.

Solange der Gesamtzins aus der Rückdeckungsversicherung den gesetzlich vorgeschriebenen Rechnungszins um mindestens 1 % übersteigt (was in den letzten Jahrzehnten immer der Fall war), ergibt sich aus der zugesagten Anpassung für Sie kein zusätzlicher finanzieller Aufwand.

Fragen zur Rückdeckungsversicherung

Was bedeutet "Partielle Rückdeckung"?

Es werden nur bestimmte Teile der Pensionszusage abgedeckt, z. B. die Hinterbliebenenversorgung und/oder die Invaliditätsansprüche. 

Was bedeutet "Volle Rückdeckung"?

Die volle Rückdeckung wird so bemessen, dass sie wertmäßig den zugesagten Leistungen aus der Pensionszusage entspricht. Hierbei wird ein einmaliges Kapital ermittelt, das statistisch ausreicht, um die Versorgungsleistungen zu erfüllen.

Es bleiben aber für Ihr Unternehmen Restrisiken:

  • das Kapital reicht nicht aus, wenn Ihre Mitarbeiter eine überdurchschnittlich hohe Lebenserwartung haben
  • das Kapital reicht nicht aus, wenn der eingerechnete Zins von Ihnen nicht erwirtschaftet werden kann. 

Was bedeutet "Kongruente Rückdeckung"?

Die kongruente Rückdeckung übernimmt den vollen Leistungsumfang der Versorgungszusagen. Diese Rückdeckungsform erfordert höhere Beiträge, da alle Leistungen (Alters-, Witwen-, Waisen- und Berufsunfähigkeitsrenten) eins zu eins vom Versicherungsunternehmen getragen werden.

Welche Form der Rückdeckung ist zu empfehlen?

Wir empfehlen Ihnen die Pensionszusagen als beitragsorientierte Leistungszusagen zu erteilen.

Das bedeutet: Sie legen fest, welche Beiträge Sie für die Altersversorgung Ihrer Mitarbeiter aufwenden möchten. Wir ermitteln den Versorgungsumfang, der sich aus diesen Beiträgen für eine kongruente Rückdeckungsversicherung ergibt.

So ist Ihr Aufwand für die Altersversorgung von Beginn an kalkulierbar.  

Fragen zur steuerlichen Behandlung

Wie werden Pensionszusagen steuerlich behandelt?

Ihr Unternehmen übernimmt mit der unmittelbaren Pensionszusage eine in der Zukunft fällig werdende Verpflichtung, wobei Höhe und Fälligkeit ungewiss sind. Hieraus ergibt sich, dass handels- und steuerrechtlich Rückstellungen zu bilden sind. Die Zuführungen zu der Pensionsrückstellung sind Betriebsaufwendungen, die den Gewinn Ihres Unternehmens mindern. Damit verbunden ist eine Verringerung der Steuerbelastung und ein entsprechender Liquiditätszuwachs.

Besonders hoch ist die Zuführung zur Rückstellung im Jahr der Zusageerteilung, vor allem dann, wenn Sie älteren und schon lange in Ihrem Unternehmen tätigen Mitarbeitern eine Pensionszusage erteilen.

Die Steuerersparnis ist aber nur eine Steuerstundung, denn die Pensionsrückstellung muss bei Beginn der Leistungspflicht schrittweise steuererhöhend aufgelöst werden. Die späteren Rentenzahlungen sind Betriebsausgaben. 

Werde ich von der Hannoverschen über die Höhe der zu bildenden Rückstellungen informiert? Fallen Kosten an?

Wenn Sie Ihre Pensionszusagen bei uns voll oder kongruent rückdecken, erstellen wir Ihnen jährlich kostenlos ein versicherungsmathematisches Gutachten für die Pensionsrückstellungen. 

Fragen zum Insolvenzschutz

Was ist der Pensions-Sicherungs-Verein?

Der Pensions-Sicherungs-Verein auf Gegenseitigkeit (PSVaG) ist eine Selbsthilfeeinrichtung der deutschen Wirtschaft zum Schutz der betrieblichen Altersversorgung bei der Insolvenz des Arbeitgebers. Der PSVaG ist der Träger der gesetzlichen Insolvenzsicherung.

Unverfallbare Anwartschaften und laufende Leistungen werden geschützt, wenn sie aufgrund von unmittelbaren Pensionszusagen, bestimmten Direktversicherungszusagen, Unterstützungskassenzusagen oder Pensionsfondszusagen erteilt wurden.

Erteilen Sie Ihren Mitarbeitern eine Pensionszusage ist diese melde- und beitragspflichtig beim PSVaG.

Die Beiträge werden im Kapitaldeckungsverfahren von den Arbeitgebern erhoben. Die Beitragshöhe wird jährlich neu in % zum unverfallbaren Versorgungsanspruch erhoben.

Vom Insolvenzschutz ausgenommen sind unter anderem Einzelunternehmer, unternehmerähnliche Personen und beherrschende Gesellschafter-Geschäftsführer. Hier wird der Insolvenzschutz durch die Verpfändung der Rückdeckungsversicherung gewährleistet. Für diesen Personenkreis sind deswegen auch keine Beiträge an den PSVaG zu entrichten.  

Ist der Beitrag an den PSV eine Betriebsausgabe?

Ja. 

Fragen zum Versicherungsfall

Bekommt der Versorgungsberechtigte die Altersversorgung als einmaliges Kapital oder als Rente?

In der Pensionszusage wird die Auszahlungsform geregelt. Außerdem besteht die Möglichkeit ein Wahlrecht aufzunehmen, dass der Versorgungsberechtigte zum Versorgungszeitpunkt entscheiden kann, ob eine Kapitalleistung verrentet bzw. eine Rentenleistung kapitalisiert werden soll. Bei einer Rentenleistung müssen Sie allerdings die Anpassungsregelung beachten. 

Kann die Firma im Versorgungsfall die Versorgungsleistungen auslagern?

Ja, laufende Versorgungsansprüche können Sie auf unsere Gruppen-Unterstützungskasse HANNO-PENSION übertragen. Das führt dazu, dass die Versorgungsansprüche nicht mehr in Ihrer deutschen Bilanz geführt werden müssen. Auch die Rentnerverwaltung kann von der Unterstützungskasse übernommen werden.