Riester-Rente: 850 Millionen Euro verschenkt

29.11.2012

Die staatliche Altersvorsorge nach Riester wird auch zehn Jahre nach ihrer Einführung von den meisten Deutschen nicht richtig verstanden. 81 Prozent der Bundesbürger sind sich nicht darüber im Klaren, wie ihr Riester-Vertrag funktioniert. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Befragung unter 1.052 Deutschen, die das IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung im Auftrag der Hannoverschen durchgeführt hat. Damit vergeben die Riester-Sparer ihre Chance auf mehr als 850 Millionen Euro staatliche Förderung. Addiert man dazu die Summe, die aufgrund unzureichender Eigenbeiträge verschenkt wurde, sind es sogar 1,3 Milliarden Euro.

Hannover, 29.11.2012 - Nur jeder fünfte Bundesbürger weiß, dass der Zulagenantrag für eine Riester-Rente einmalig bei Abschluss sowie bei wesentlichen Veränderungen der Lebenssituation gestellt werden muss. Dazu gehört eine Heirat oder die Geburt eines Kindes. Mit jedem Kind, das seit 2008 geboren wurde, erhöht sich die jährliche Zulage um 300 Euro, für vor dem Stichtag geborene gibt es eine Kinderzulage von immerhin 185 Euro. Doch viele Zulagenanträge werden nicht oder nur fehlerhaft gestellt.

Fast 30 Prozent gehen davon aus, dass sie jährlich einen neuen Zulagenantrag stellen müssen, 24 Prozent vermuten, dass ein einmaliger Antrag zu Vertragsbeginn ausreicht. Diese Zahlen stehen im direkten Widerspruch zu den eigentlichen Motiven der Riester-Sparer, die auf die Ausschöpfung der staatlichen Zulagen zielen. Viele Anbieter fragen bei ihren Riester-Kunden zum Jahreswechsel an, ob sich ihre Einkommens- oder Familienverhältnisse geändert haben. Diese paar Minuten zur Beantwortung der Anfrage sollten sich alle Riester-Sparer nehmen. Wenig Zeit kann viel Geld bedeuten! Leistungsfähige Versicherer bieten einen guten Zulagenservice oder sogar eine Zulagengarantie. So wird sichergestellt, dass auch Kunden, die sich nicht mit Riester auskennen, die für sie optimale Förderung erhalten.

„Der Aufklärungsbedarf bei den Riester-Produkten ist hoch“, sagt Horst Meyer, Vorsorge-Experte von der Hannoverschen. „Die private Altersversorgung durch die Riester-Rente leistet einen wichtigen Beitrag zur Schließung der persönlichen Rentenlücke, insbesondere durch die staatliche Förderung. Die wirkt wie ein Renditeturbo. Das gilt insbesondere für Familien mit Kindern.“

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