Skurrile Gesetze und Urteile – Ist der Gatte bei der Hochzeit bewusstlos, bleibt er ledig

26. Februar 2014 | Autor: Redaktionsteam Hannoversche | Kommentare: 0 | Bewertung: Bitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung ab (Bisher keine Bewertungen)

Skurrile Gesetze und Urteile

Das gibt’s doch gar nicht …
Hier gerät man beim Lesen doch etwas ins Schmunzeln. Am wichtigsten und vermeintlich schönsten Tag im Leben sollten die Brautleute dann doch topfit vor dem Altar erscheinen. Denn: Sollte sich der Gatte bei der Eheschließung im Zustand der Bewusstlosigkeit befinden, ist die Hochzeit ungültig. Somit ist es also wohl im Interesse der Partnerin, dass der Junggesellenabschied oder Polterabend am Tag zuvor möglichst im Rahmen bleibt und beim zukünftigen Ehepartner keine Schäden hinterlässt.

Ob dieses Gesetz dem Schutz des Mannes dienen soll, sei mal dahingestellt. Auf jeden Fall wird so eine unbedachte Hochzeit verhindert. Ansonsten könnte es womöglich dazu kommen, dass im stark alkoholisierten Zustand Zusagen gemacht werden, die nüchtern nicht getätigt worden wären. § 1314 II BGB verlangt, dass beide Ehepartner nicht nur körperlich, sondern vor allem geistig bei der Trauung anwesend sind. Außerdem wird hier festgelegt, dass beiden Partnern in diesem Fall klar sein muss, dass es sich um eine Eheschließung handelt. Wer seinen Partner also unter Vorspielung falscher Tatsachen zum Jawort führen will, hat hier kaum eine Chance. Weiß derjenige in diesem Moment nicht, dass er „Ja“ zu einem Leben in Zweisamkeit sagt, ist die Eheschließung nämlich leider nicht wirksam.

Bietet dieses Gesetz vielleicht ein Schlupfloch, einer unglücklichen Ehe zu entfliehen? Wohl kaum. Die Bewusstlosigkeit oder Unwissenheit muss dafür nämlich zunächst einmal nachgewiesen werden.

 

Quelle: Bild oben © Onypix – Fotolia.com


Kategorien: Allgemein

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