Skurrile Gesetze und Urteile – Fische verenden nach falscher Nutzung von Gartenzubehör

16. Januar 2014 | Autor: Redaktionsteam Hannoversche | Kommentare: 0 | Bewertung: Bitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung ab (Bisher keine Bewertungen)

Skurrile Gesetze und Urteile

Das gibt’s doch gar nicht …
Um einen ungewöhnlichen Fall von Fischsterben musste sich ein Gericht in München kümmern. Hier stellte sich die Frage, wer für den entstandenen Schaden aufkommen muss. Der Kläger hatte in einem Baumarkt Bambusstäbe für den Gartenbereich erworben. Statt für den Außenbereich nutzte er die Stäbe aber für sein großes Aquarium, nachdem er sie vorher auf die geeignete Länge zugeschnitten hatte. Ärgerlicherweise hatte dies ein Sterben der dort beheimateten Fische zur Folge. Schon nach drei bis vier Wochen schwammen die Tiere an der Oberfläche. Scheinbar waren die Chemikalien, mit denen der Bambus behandelt war, für den Lebensraum der geschuppten Freunde nicht geeignet. Insgesamt entstand so ein Schaden in Höhe von 10.000 Euro. Hätte der Verkäufer im Baumarkt also ausdrücklich darauf hinweisen müssen, diese Stäbe nicht im Aquarium zu nutzen?

Das Gericht entschied dagegen. Der Beklagte habe seine Beratungspflicht nicht verletzt und ein Sachmangel an den Bambusstäben sei nach § 434 auch nicht festzustellen. Vielmehr habe der Kläger die Stäbe nicht zweckgerecht genutzt. Diese abwegige Verwendung habe der Verkäufer nicht erahnen können. Somit trägt der Kläger selbst die Schuld an dem Fischsterben, da er keine vorherigen Erkundigungen eingeholt hat. Das Gericht sprach von einer „atypischen Verwendung“ und den Beklagten frei.

 

Quelle: Bild oben © Onypix – Fotolia.com


Kategorien: Allgemein

Hinterlassen Sie einen Kommentar (Jeder Kommentar wird vor der Veröffentlichung durch die Hannoversche überprüft.)



* Pflichtfeld