Sicherheitstipps für Silvester und welche Versicherung bei Schäden zahlt

27. Dezember 2013 | Autor: Redaktionsteam Hannoversche | Kommentare: 2 | Bewertung: Bitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung abBitte geben Sie Ihre Bewertung ab (1)

Sicherheitstipps für Silvester und Versicherungen

Böller, Fondue, glatte Straßen, Alkohol und ausgelassenen Stimmung – dahinter verbergen sich an Silvester immer auch Gefahren, die den Start in das neue Jahr richtig vermiesen können. Neben Brandlöchern im Teppich und Kratzern am Auto passieren auch immer wieder schlimme Unfälle und es entstehen schwere Brandschäden. Wenn dann die Neujahrsglocken von Feuerwehrsirenen übertönt werden, beginnt das neue Jahr mit einem großen Schrecken. Aber was können Feierwütige tun, um sicher reinzurutschen und welche Versicherung zahlt im Schadensfall?

Der Silvesterabend ist die letzte Gelegenheit im alten Jahr, noch einmal ausgelassen zu feiern und sich mit Freunden und der Familie auf das neue Jahr einzustimmen. Die Kombination aus Raketen, Alkohol und Übermut ist dabei brandgefährlich, wie sich jedes Jahr aufs Neue herausstellt. Viele Unfälle passieren in der Nacht vom 31.12 auf den 1.1 und dabei bleibt es oft nicht bei geringfügigen Sachschäden.

Tipps für den sicheren Umgang mit Silvesterraketen

Böller und Raketen sind die häufigste Ursache für schwere Verletzungen und Brände. Das Begrüßen des neuen Jahres mit bunten Raketen und krachenden Böllern gehört für viele zum stimmungsvollen Jahreswechsel und die Industrie bedient die Nachfrage nach immer lauteren, immer größeren Feuerwerkskörpern mit jährlich neuen pyrotechnischen Spielereien. Frei nach dem Motto: je mehr Wumms, desto mehr Spaß. Wer nicht auf die explodierenden Silvesterknaller verzichten möchte, sollte doch einige Grundregeln im Umgang mit den Feuerwerkskörpern beachten.

  • Zünden Sie Blindgänger niemals erneut an.
  • Zünden Sie Feuerwerkskörper immer nur im Freien an. Mit Ausnahme einiger weniger Tischfeuerwerkskörper, ist das Abbrennen in geschlossenen Räumen verboten.
  • Lesen Sie immer die Gebrauchsanweisung Ihres Produkts.
  • Richten Sie Raketen nie auf Menschen oder Tiere.
  • Ein großer Abstand zu Balkonen, Schuppen, Altkleidercontainern, Autos etc. verhindert fahrlässig erzeugte Schäden.
  • Zünden Sie niemals selbst gebastelte Böller.
  • Wer die Wohnung zum Jahreswechsel verlässt, sollte alle Fenster verschließen und den Balkon von allem Brennbaren befreien.
  • Wer Alkohol getrunken hat, sollte den pyrotechnischen Teil des Festes lieber den nüchternen Mitfeiernden überlassen.

Sicherheitstipps für die Silvester-Feier in der Wohnung

Nicht nur beim Feuerwerk um Mitternacht ist Umsicht geboten – auch bei der Silvesterparty in der Wohnung kann einiges passieren. Schnell brennt die heruntergefallene Zigarette ein Loch in den teuren Teppich, der fruchtige Cocktail zaubert ein kunstvolles Muster auf die Designercouch, der Mantel des Freundes fällt einer Wunderkerze zum Opfer und knallende Sektkorken werden zu blitzartigen Geschossen, die schnell ins Auge gehen. Bei solchen Unfällen kommen meist alle Betroffenen mit einem blauen Auge davon.

Anders sieht es da schon aus, wenn Feuer im Spiel ist. Tischfeuerwerk, Bleigießen, Fondue – Silvester ist zweifelsohne ein Spiel mit dem Feuer. Die Kombination aus den brandgefährlichen Spielereien und einer Partydeko aus Luftschlangen und Konfetti kann dabei fatal werden. Schwer entflammbare Luftschlangen und erhöhte Vorsicht sind hier ratsam! Der Silvesterklassiker ist zweifelsohne das Fondue: ein beliebtes Festtagsessen, bei dem sich Freunde und Familie am Tisch versammeln und lange gemütlich beieinandersitzen. Riesiger Vorteil: Niemand muss lange in der Küche stehen. Gegen das Silvesterfondue ist nichts einzuwenden, wenn einige Sicherheitsregeln beachtet werden. Unbedarft mit heißem Fett und Spiritus zu agieren, wenn womöglich auch Alkohol im Spiel ist? Eine brandgefährliche Mischung! Das Fondue ist immer mit Vorsicht zu genießen. Die Freunde sind schon da, die erste Sektflasche wird geöffnet und der Gastgeber erwärmt dabei nebenbei den Fonduetopf. Wer nicht aufpasst, sorgt dabei schell für explosive Stimmung. Was Sie im Umgang mit dem Fondue beachten sollten und wie Sie das gesellige Essen mit Sicherheit genießen werden:

  • Lassen Sie das Fett am Tisch schmelzen – das ist sicherer, als den Topf mit der brodelnden Flüssigkeit herumzutragen.
  • Der Fonduetopf braucht sicheren Stand. Ideal ist auch ein schwerer Tisch, der beim Aufstehen nicht versehentlich verrückt werden kann.
  • Platzieren Sie das Fondue in der Mitte des Tischs. So haben alle Gäste genügend Sicherheitsabstand zum Topf und können ihn trotzdem ohne akrobatische Einlagen erreichen.
  • Besondere Vorsicht ist beim Gebrauch von Spiritus geboten. Sicherer ist das ein Elektro-Fondue oder eine spezielle Brennpaste. Wer doch auf die Variante mit dem Spiritus setzt: Spiritusflecken immer sorgsam wegwischen und niemals nachträglich Spiritus in die Flamme füllen.

Gut versichert reinrutschen – welche Versicherung zahlt den Silvester-Schaden?

Trotz aller Vorsicht kann sich niemand davon freisprechen, doch einmal ein kleines Missgeschick oder einen Unfall mit größerem Schaden in der Silvesternacht zu verursachen. Und wie ist es mit Schäden, die am eigenen Hab und Gut oder der Gesundheit entstehen? Sinnvoll und klug ist es deshalb, sich für solche Fälle abzusichern und zu wissen, welche Versicherung im Schadensfall greift.

Angenommen, eine Silvesterrakete fliegt durch ein geöffnetes Fenster in die Wohnung und löst einen Brand aus. In diesem Fall springt die Hausratversicherung ein. Sie zahlt Schäden, die durch Feuer und Löschwasser entstanden sind und ersetzt alle beweglichen Gegenstände – sogar Weihnachtsgeschenke sind mitversichert. Richtet die Rakete dagegen aber Schäden an der Fassade an oder entfacht ein Feuer im Dachstuhl, ist dies ein Fall für die Wohngebäudeversicherung.

Mindestens ebenso häufig wie Schäden an Haus oder Einrichtung sind Schäden an geparkten Autos. Natürlich sollten die Fahrzeughalter bemüht sein, ihren Pkw möglichst an Orten abzustellen, an denen wenige Raketen zu befürchten sind. Aber solche Plätze sind begrenzt und so sind viele Autos der Gefahr ausgesetzt, von Böllern und bunten Raketen beschädigt zu werden. Ist es einmal passiert, zählt, ob der Verursacher auf frischer Tat ertappt werden konnte. In diesem Fall zahlt die private Haftpflichtversicherung des Raketenstarters. Sollte das Fahrzeug vorsätzlich beschädigt worden sein, sieht es aber anderes aus – der Verursacher haftet dann mit seinem Privatvermögen. Was aber, wenn kein Schuldiger ausgemacht werden konnte? Dann tritt die Kaskoversicherung ein. Bei Fällen von Vandalismus hilft dann nur noch die Vollkasko.

Alle materiellen Dinge sind ersetzbar, aber an Silvester passieren Jahr für Jahr schlimme Unfälle, bei denen Menschen zu Schaden kommen. Wer durch eine Rakete verletzt wird, kann eine Ausgleichszahlung von der Privathaftpflichtversicherung des Schuldigen erwarten. Vielfach verletzen sich Menschen aber beim Zünden ihrer eigenen Feuerwerkskörper. Führt ein solcher Unfall zur Invalidität, steht Ihnen die private Unfallversicherung zur Seite. Achtung: Wer sich an selbst gebastelten Böllern verletzt, verliert seinen Versicherungsschutz – dieser gilt nur bei handelsüblichen Produkten.

Obwohl das traditionelle Straßenfeuerwerk um Mitternacht wohl das gefährliche Highlight der Silvesternacht ist, passieren Unfälle auch schon weit vor und noch lange nach dem Jahreswechsel. Die Sirenen der Krankenwagen und Löschfahrzeuge sind vom frühen Abend bis in die Morgenstunden in regelmäßigen Abständen zu hören. Hin und wieder endet schon die Autofahrt hin zur Party mit tragischen Unfällen. Häufigster Grund: Alkohol. Wer alkoholisiert einen Unfall verursacht, muss damit rechnen, dass die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung zwar die Schäden des Opfers zahlt, später aber Teilbeträge zurückfordert. Selbst der Kaskoversicherer hat in solch einer Situation das Recht, Entschädigungsleistungen zu verweigern.

Wer unbeschadet den Weg zur Silvesterfeier gemeistert hat, kann sich erst einmal freuen. Doch um im neuen Jahr kein böses Erwachen zu erleben, gilt auch beim Feiern: Vorher nachgedacht ist besser als später bereut! Wer Schäden an fremdem Eigentum anrichtet, etwa den Teppich mit dem Tischfeuerwerk ruiniert oder das Sofa mit Weinflecken verziert, kann sich auf seine private Haftpflichtversicherung verlassen und darf ohne getrübte Stimmung weiterfeiern.

Wer ausgelassen das neue Jahr begrüßen möchte, bedenkt am besten: Die Versicherung steht im Notfall für Schäden ein. Mit der nötigen Vorsicht kommt es aber in vielen Fällen gar nicht erst zu einem solchen Notfall. Viel schöner ist doch der Start in ein glückliches neues Jahr, wenn die Feier mit den Liebsten ohne Zwischenfälle ganz einfach zur Party des Jahres wird. Völlig unbeschadet in das neue Jahr zu rutschen ist doch das, was sich jeder wünscht. Warum nicht schon einmal einen guten Vorsatz für den letzten Tag des Jahres fassen und diesen auch umsetzten!

Was haben Sie für Silvester geplant?
Welche guten Vorsätze haben Sie für das neue Jahr gefasst?
Hat Ihr Silvester schon einmal mit einem Schrecken geendet?

 

Quelle: Bild oben © photocrew – Fotolia.com


Kategorien: Allgemein

Kommentare:
  1. Geschrieben von Peter | am 2. Januar 2014 um 16:35 Uhr

    Hallo liebes Hannoversche Team,

    ich frage mich nach diesem Artikel ob eine BU zahlt wenn doch etwas passiert mit den Böllern. Ist so etwas mitversichert?
    —-editiert vom Hannoverschen Redaktionsteam—-


  2. Geschrieben von Redaktionsteam Hannoversche | am 6. Januar 2014 um 15:20 Uhr

    Lieber Peter,

    eine Berufsunfähigkeit, die durch eine Körperverletzung entsteht, ist versichert. Das bedeutet, dass die Versicherung bei einer Berufsunfähigkeit, die durch einen Böllerunfall entsteht, zahlt.

    Vorausgesetzt ist aber, dass es sich dabei nicht um absichtliche Selbstverletzung handelt.


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